Die besten Restaurants in Nürnberg
Konzept: Kein Spektakel, kein Überfluss – stattdessen Konzentration auf Geschmack, Herkunft und Struktur. Andree Köthe und Yves Ollech verbinden kompromissloses Handwerk mit regionaler Haltung. Gemüse stehen im Mittelpunkt des Menüs ( 4 bis 7 Gänge, auch vegetarisch) – nicht als Beilage, sondern als Charakterdarsteller.
Küche: Das Credo lautet: Leaf to root – alles wird genutzt, nichts vergeudet. So entsteht eine Speisenfolge, die von Erde, Kräutern und Fermentation, von Bitterkeit und Frische erzählt. Sellerie, Lauch oder Topinambur entfalten Tiefe und Eleganz durch behutsame Garmethoden und konzentrierte Würze. Fleisch und Fisch erscheinen nur, wenn sie Sinn stiften. Die Handschrift ist eigenständig, jenseits modischer Effekte, geprägt von Stille, Ernsthaftigkeit und Naturverbundenheit.
Wein: Die umfangreiche Karte spiegelt die Philosophie der Küche: anspruchsvoll, feinsinnig, ohne Showeffekt. Naturweine, gereifte Rieslinge und charaktervolle oxidative Tropfen begleiten die Gerichte harmonisch.
Atmosphäre: Holz, Stein, gedämpftes Licht schaffen konzentrierte Gelassenheit im Fachwerkhaus am Weinmarkt. Der Service unter Ivan Jakir agiert aufmerksam, ruhig und kenntnisreich.
Fazit: Kein gewöhnliches Restaurant, sondern eine Haltung – präzise, nachhaltig, wahrhaftig.
Konzept: Aufgelockert elegantes Fine Dining in der zeitgemäß akzentuierten Genussstube eines Fachwerkschmuckstücks. Ein Menü, 5-7 Gänge.
Küche: Küchenchef Valentin Rottner ist auch ein passionierter Jäger und so finden sich mit Vorliebe auch Hirsch, Reh und Schwarzkittel in seiner saisonal justierten Küche – etwa zarten Rehrücken, anregend kombiniert mit Nussbutter, Petersilienwurzel und Blaubeere. Parallel blickt der Küchenchef weit über den Tellerrand, holt sich wunderbar nussigen, leicht süßlichen Tristan Hummer und verhilft ihm mit Fenchel und Rucola zu mediterranem Hintergrund. Ebenso gekonnt spielt die Küche mit asiatischen Tönen, wenn sie buttrigen Kohlenfisch mit Texturen von Mais, Miso und Yuzu umwerfend begleitet.
Wein: Großer Keller, viele deutsche und Bioweine. Jedes Jahr neu: Der von Claudia Rottner mit wechselnden Winzern kreierte Sommerwein.
Atmosphäre: Wohlfühlort mit familiärem Charme, zeitgemäß behaglichem Interieur und top Service.
Fazit: Postmoderne Spitzenkulinarik an traditionsreicher Adresse.
Konzept: Anregende italienische Genüsse in schicker Trattoria mit einem Hauch Galerieflair. Ein Menü, 4/5 Gänge.
Küche: Tomas Spanu, Patron und Küchenchef mit sardischen Genen, lotet beherzt das Potenzial der (italienischen) Mittelmeerküche aus und setzt wunderbar eigenständige Impulse. Zart bitterer, mit frischen Steinpilzen und Krauser Glucke angeschwenkter Radicchio Trevisano auf sardischem Pane Carasau avanciert mit vollmundiger Pecorinocreme zum „Fine Soulfood“ mit Suchtfaktor. Zu den Highlights der Küche gehört sous-vide gegarter, von Nussbutter nur sanft geküsster Steinbutt mit Beurre blanc. Serviert auf angedämpftem, dann goldbraun gebratenem Spitzkohl „al dente“ und Rucola-Pesto.
Wein: 130 internationale Positionen, darunter neu: spannende mallorquinische Rosés und Rote aus der autochthonen Mantonegro Traube.
Atmosphäre: Man is(s)t so entspannt wie stilvoll bei Freunden.
Fazit: Höchst vergnügliche kulinarische Erlebnisreise in Italiens Küchen.
Konzept: Regional, saisonal fokussiertes Casual Fine Dining in aparter Front-Cooking Location. Ein Menü omnivor/veggie.
Küche: „Etz“ steht für „mitreißendes Erlebnis“. Nicht nur kulinarisch. Schon die Choreografie der Küchenbrigade auf der „Bühne“ des Hauses ist Vergnügen pur. Sie hält die Hommage an Frankens kulinarisches Terroir durchweg auf Hochspannung. Das Credo, für die (sieben jahreszeitlichen) Menüs nur regionale Produkte zu verwenden, impliziert Reifen, Fermentieren, Marinieren und Trocknen, um sie geschmacklich zu veredeln und anzureichern. Für aromatisch kompakt justierte, vollwürzige kulinarische Kompositionen. Fränkische Klassiker wie ausgebackene Karpfen-Innereien werden durch Beizen mit Öl von verbranntem Lauch, serviert in Spirulina-Tamari (Sojasauce), zum geschmacklichen Überraschungscoup. Wie inspiriert die Aura der Jahreszeiten auf den Teller transformiert wird, zeigt krosses Huhn mit Heubutter und Leberjus, parfümiert mit fermentiertem Holunder und einer mit Kürbiskernmarzipan gefüllten Kirsche. Wunderbar!
Wein: 1000 Positionen mit profunder Jahrgangstiefe. Franken dominiert. Brillante Weinberatung.
Atmosphäre: Interaktive Wohlfühllocation mit einem Tick Scandi-Style. Sympathischer Service.
Fazit: Unwiderstehliche Entdeckungsreise in eine singuläre Küche.
Konzept: Anregendes Frontcooking im Trattoria-Ambiente mit geflämmtem Holz an den Wänden. 1 Menü (5-7 Gänge), donnerstags ein budgetfreundliches 4-Gänge-Menü.
Küche: Originäre, klar von neuer nordischer Küche beflügelte Philosophie. Verarbeitet werden nur (Bio)Produkte, vorzugsweise aus dem eigenen Garten und der näheren Umgebung. Sie werden durch Marinieren, Fermentieren oder Trocknen aromatisch veredelt und zu finessenreichen, prickelnd mit Texturen spielenden kulinarischen Kunststücken komponiert. Bestechendes Pars pro Toto ist eine „Blume“ von Meerrettich-Gurken-Sorbet und geräucherter Crème fraîche mit Tranchen von gebeizter, dry aged Goldforelle als „Blütenblätter“ in Senfgurken-Ponzu.
Wein: Feinsinnige Beratung, die auf rund 100 (Bio)Positionen aus Europa und Spannendes aus Georgien zurückgreifen kann.
Atmosphäre: Lässiger Hochgenuss ohne Schlips und Kleines Schwarzes.
Fazit: Hochspannend unkonventionelle Küche.
Konzept: Casual Fine Dining mit einem Hauch von Bodega. Ein Menü, 5-8 Gänge.
Küche: Weltoffene Kulinarik, die aufgeweckt mit klarer Aromenpalette jongliert. Auf der Haut gebratenen Zander begleiten Lauchcannelloni, gefüllt mit seiner Farce, Orangenfilets sorgen für den Süße-Säure-Nerv und Lauchheu für zarten Crisp. Gekonnt ist das Spiel mit Texturen: Süßkartoffelpüree, -chips und Crème brûlée von Süßkartoffeln begleiten Tranchen vom Bürgermeisterstück, akzentuiert von geschmorter Paprika. Stark sind die Desserts, etwa das wunderbare Schwarzer-Sesam-Eis auf Kokosganache mit Kirschmousse unter Geleefolie und rasantem Balsamico Kick in der Kirschsaftreduktion.
Wein: 600 Positionen, viele Bordeaux und Rieslinge. Einige große Gewächse mit beeindruckender Jahrgangstiefe.
Atmosphäre: Das Casual im Fine Dining ist dominanter Teil der DNA. Gestapelte Weinkisten und Tischwäsche setzen schicke Akzente.
Fazit: Unkomplizierte Hochgenüsse in legerer Atmosphäre.
Konzept: Apartes Gourmetrestaurant mit klassizistisch-postmodernem Interieur und französischem Flair. Ein Menü, omnivor oder vegan.
Küche: Seit zweieinhalb Jahrzehnten erfindet Christian Wonka seine aufreizende Fusionküche immer wieder neu und begeistert mit ausgefeilten, in Geschmack, Textur und Optik raffinierten Kreationen. Die Stilistik setzt jetzt undogmatisch auf regionale Produkte, die, wie bei mariniertem Kohlrabi mit Kartoffel-Miso-Füllung und Wasabimayo, im Einklang mit Asiens Aromen zu formidablen Genusswerken reifen. Ein Meisterstück ist das Trio von Hirsch, Lotus und Tamarinde. Wer zum Abschluss Pavlova mit Kalamansicreme und dem mit Thaibasilikum und Zitronengras gepepptem Mandarinenkompott geschmeckt hat, möchte sie bei jedem Besuch wieder haben.
Wein: Gut 180 Positionen mit Schwerpunkt Franken, Deutschland, Österreich und Italien, überwiegend spontan vergoren. Kleine Angebot an Orange Wine.
Fazit: Einladende Gastlichkeit und lange im Gedächtnis haftende Genusswerke.
Konzept: Lässige Location mit einem Anklang von Trattoria für unverkrampftes Fine Dining. Ein Menü, 4-8 Gänge.
Küche: Diana Burkel ist am Herd im Bayerischen Rundfunk ebenso daheim wie im eigenen Restaurant. Während im Fernsehen Bekanntes zum Nachkochen pfiffig aufgepeppt wird, setzen die „Würzhaus“-Kreationen hinreißend innovative Ausrufezeichen. Sie sind aromatisch gezielt auf wenige Hauptdarsteller reduziert und, wie bei Waller mit Blutwurst und Estragon, einfallsreich gepaart. Und sie spielen gerne mit Texturen und Temperatur. So wird Reh vom Grill und seinem Ragout von Brokkoli (roh mit Trauben Chutney, Creme), Haselnuss und konfiertem Knoblauch begleitet und mit kühlem Cumin-Joghurt akzentuiert.
Wein: Fein sortierter Keller mit überwiegend spontan vergorenen Gewächsen und spannenden Natur- wie Orangeweinen.
Atmosphäre: Familiärer Charme, mediterran inspirierte, schlichtet Eleganz.
Fazit: Prickelnde Genusswelt an entspannter Wohlfühladresse.
Konzept: Authentisch italienisches Ristorante im stilechten Renaissance-Haus. À la carte und Menü, 4/5/6 Gänge, mittags 3-5 Gänge.
Küche: Italienische Klassiker am Puls der Zeit. Mal moderat, mal aufregend modernisiert und immer tadellos zubereitet. Besser als die Ricotta-Tortelli zu Entenlebermousse kann gefüllte Pasta nicht sein. Besonders dann, wenn in Cassisbutter karamellisierte Feigen Süße und Balsamicoschaum feinsäuerlichen Schmelz beisteuern. Unwiderstehlicher butterzarter Rehrücken kommt ganz traditionell mit Maronencreme auf den Tisch, Pasta Carbonara hingegen prickelnd dekonstruiert: als Pecorino-Ravioli mit Wachtelspiegelei, krosser Schweinebacke und Pfefferluft. Toll!
Wein: 440 Etiketten von Italiens Topwinzern, dazu eine bemerkenswerte Auswahl kroatischer Weine.
Atmosphäre: La vita è bella! Traumhaft italienisches Flair, hochprofessionelle Gastlichkeit.
Fazit: Die Hausnummer für zauberhafte kulinarische Abstecher ins Belpaese.
Konzept: Mittendrin statt nur dabei im extravaganten Interieur mit offenem Kochlabor. 1 Menü, 8 Gänge.
Küche: Minimalistische Bühne für fein austarierte, aromatisch mit bewusst reduzierter Palette begeisternde Teller. Zitronenzesten und eine N-25 Kaviar Meeresbrise nehmen im Auftakt Blumenkohl jegliches Kohlflair und verleihen dem Textur-Temperatur-Spiel von Püree, Couscous, Sorbet und frittierten Kohlblättern erfrischenden Schwung. Die Hauptgänge sind weniger artifiziell, aber smart akzentuiert. Wagyu und geschmorte Rinderbacke etwa mit Vinaigrette und Anchovis-Emulsion auf knackigem Salatherz. Süßer Running Gag im Finale: unwiderstehlich sattbuttriger Hefekuchen mit Mandelkruste à la Bienenstich mit Beeren und Vanillesahne.
Wein: 70 Positionen von „light“ bis „komplex“. Natur-/Orangeweine, Sake-Auswahl.
Atmosphäre: 16 Frontcooking-Logenplätze um ein spektakuläres Beton-U mit hohem kulinarischem Vergnügungsfaktor.
Fazit: Zeitgemäßes Genusserlebnis der extra interaktiven Art.
Konzept: Casual Fine Dining mit smartem Big-City-Flair. Drei Menüs, 2-11 Gänge.
Küche: „Fucking Good Food“ nennen Alexander Herrmann und Michi Seitz hemdsärmelig das, was sie an den puristisch streng gereihten Tischen servieren. Drei Menüs sorgen kulinarisch für gute Laune. Beim „Celebration Mood“ Sharing wird vom Saibling Sashimi bis zum Tempura-Karpfen lustvoll geteilt, das „Glamour“ Menü steht für Surf & Turf vom Feinsten. Neu ist „Tradition Mood“ mit elf schnittig interpretierten Nürnberger Klassikern: Sauerbraten kommt als Wagyu-Tataki und Bratwurst dekonstruiert als Dim Sum mit majoranwürzigem Brät, Brotsud und Chinakohl-Sauerkraut. Für einen starken Abgang sorgt die Lebkuchenfantasie von geeister Praline, Schokolade, Salzzitrone und heißem Orangen-Honig-Sud.
Wein: Kompakter Keller mit markanten Highflyern, viele offene Weine.
Fazit: Die Location für pulsierende (kulinarische) Auszeiten vom Alltag.
Konzept: Leger elegantes Gourmetrestaurant mit frankophilem Flair. Zwei saisonale Menüs, omnivor/vegetarisch, 4-7 Gänge.
Küche: Die Tendenz zu kleineren Menüs ist auch in den „Entenstuben“ angekommen. „Flexibles Fine Dining“ heißt es hier und geht ab vier Gängen an den Start. Hochzentriert ist das Spiel mit Aromen, Textur und Temperatur bei Tellern wie geschmorter Roter Bete mit mariniertem Pulpo und Wildkräutern. Fabian Denningers Faible für Fruchtsüße-Säure-Akzente kommt anregend bei geflämmter Jakobsmuschel mit Salat von der Steckrübe, Apfel und Kapern zur Geltung, die N25 Kaviar mit einem genialen Hauch Meeresbrise toppt.
Atmosphäre: Frankreich liegt gefühlt gleich um die Ecke des ruhigen und eleganten Restaurants mit der hübschen Sommerterrasse.
Wein: Gut 400 europäische Weine mit Fokus auf Deutschland und Österreich.
Fazit: Abschalten und Genießen mit hohem Anspruch in gepflegtem Rahmen.
Konzept: Stimulierendes Casual Fine Dining im luftigen Urban Chic Loft. 2 Menüs, eines davon vegetarisch. 4/5 Gänge. Mi/Do parallel ein 3-Gang Businessmenü.
Küche: Für das Jahr des 10. Geburtstags hat man den kühlen Factory-Touch der angesagten Fine Dining Adresse im Nürnberger Osten zugunsten eleganter Behaglichkeit etwas reduziert. An die angenehm großen lederbezogenen Tische schickt Stefan Meier erfrischend finessenreiche Kompositionen, die charmant von starken Eigenaromen und aufregenden, mit Textur und Temperatur ausgefeilt balancierenden Geschmacksabenteuern geprägt sind. Roh marinierte andalusische Gamba Blanca ist der Taktgeber in einem feinsäuerlichen Genussstück mit Sorbet vom roten Shiso, Rettichsalat und perfekt abgestimmter XO-Sauce für den rassigen Umamihintergrund. Zu den extrafeinen Küchenschätzen zählt geflämmtes Lauchherz mit Steinpilz-Ragout, Bergkäseschaum, Liebstöckel-Espuma, Lauchasche und Imperial Auslese Kaviar.
Wein: Gut 350 Positionen, spannende Jahrgangstiefe vor allem bei den Rieslingen. Viele Weine glasweise, darunter auch der 2017er Margaux Drittwein.
Atmosphäre: „Casual“ und „fine“ korrespondieren nahtlos im postmodernen Weltstadtambiente.
Fazit: Unverwechselbare Hochküche in entspannter Wohlfühlatmosphäre.
Konzept: Legere Genusslocation in rustikal eleganter Zirbelstube.
Küche: Sebastian Kunkels Küche gibt sich wieder fränkischer. Bei den Grundprodukten kann er auf ein großes Netzwerk heimischer Lieferanten zurückgreifen. Und für seine tadellos zubereitete geradlinige Saisonküche aus dem Vollen schöpfen. Für Sauerbraten mit Rotkohl-Preiselbeer-Salat, Dörrobst und Serviettenknödel ebenso wie für das zarte Lachsforellenfilet in Senfsauce mit Schmorgurke und Graupenrisotto. Etwas über den lokalen Tellerrand geht der Blick bei Kompositionen wie Knusper-Schweinebauch mit Süßkartoffel, Vanille-Tomate und Bayerischer Garnele. Von Desserts wie dem Parfait von der Karamell-Schokolade mit Quitte und Marzipan-Eis, könnten es gerne zwei Portionen sein.
Wein: Fränkisch dominierter Keller, dazu Gutes aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien.
Atmosphäre: Bezaubernde Zirbelstube, entspanntes Flair, romantischer Garten.
Fazit: Fine-Dining der aufgeweckt fränkischen Art. Unkompliziert und anspruchsvoll.

