Die FEINSCHMECKER-Weintrends 2021

Was die Weinwelt bewegt: Bioanbau · Sekt · Riesling · Rosé und Newcomer

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Gute Nachricht: Im vergangenen Jahr haben wir mehr Geld für hochwertigen Wein ausgegeben. Tendenz: weg von „billig“. Immer mehr Menschen verstehen, dass Sorgfalt, Nachhaltigkeit und Handarbeit in Weinberg und Keller ihren Preis haben – haben müssen! Schließlich schmeckt man diese Qualität ja auch.

Wein fehlte uns in der Corona-Zeit nicht – wohl aber der direkte intensive Austausch darüber. Allen Zoom-Tastings zum Trotz haben wir doch eines sehr vermisst: die großen quirligen Events mit Weinmachern aus aller Welt und dem Fachsimpeln über das, was gerade angesagt ist.

Diese Lücke möchten wir mit diesem Special schließen – und Sie auf den aktuellen Stand der Weinwelt bringen. Wir geben Ihnen einen Überblick über die großen Trends, fokussieren uns dabei besonders auf die Themen

  • Ökologie,
  • deutscher Sekt und Franciacorta,
  • Griechenland und Rosé,
  • Klimawandel und Digitalisierung.
Damit können Sie mitreden – oder einfach nur genießen: Unter den 50 Weintipps, die wir für Sie haben, sind bestimmt viele neue Favoriten! Cheers!

Tief ins Glas geschaut: Welchen Wein trinkt Deutschland?

Die amerikanische Pop-Rock-Sängerin Pink plauderte vor einigen Wochen in einem Interview aus, dass sie ein T-Shirt besitze, auf dem steht: „Wenn du keinen Riesling magst, bist du ein verdammter Idiot.“ Nimmt man sie beim Wort, müsste die Zahl der Idioten in Deutschland in den letzten Jahren stark gesunken sein.

Nach einer repräsentativen Umfrage des Markforschungsinstituts Nielsen ist der Anteil der Haushalte, die heimischen Wein kaufen, auf 49 Prozent gestiegen, und Riesling ist mit Abstand der häufigste in Deutschland produzierte Wein. Gute Zeiten für deutsche Winzer also.

Dazu kommt, dass sich die Geiz-ist-geil-Mentalität abgeschwächt hat. So schnell waren die Großen Gewächse noch nie ausverkauft wie im Corona-Winter 2020/21. „Wir registrieren, dass Weintrinker ihr Portemonnaie weiter aufmachen, wenn sie beim Winzer oder beim Fachhändler einkaufen“, sagt Monika Reule, Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI).

Diese Feststellung gilt allerdings auch für Weine aus Italien, Frankreich, Spanien und anderen Ländern. Von der Bereitschaft, ein paar Euro mehr für Wein auszugeben, berichten Weinhändler überall im Land.

Die Menschen haben nicht mehr getrunken, sich aber Edleres gegönnt. „Wir haben einen Boom an Luxusweinen erlebt“, berichtet Rudolf Knickenberg, der Chef von Schlumberger, einer der größten Weindistributeure in Deutschland, in dessen Portfolio sich Nobelitaliener wie Ornellaia, Bordeaux-Legenden wie Mouton-Rothschild und Latour sowie das Champagnerhaus Louis Roederer befinden.

Es scheint, als ob die Kunden das Geld, das sie sonst in Restaurants verspeisen, jetzt vermehrt in teure Weine investieren: statt 12 Flaschen eines einfachen Bordeaux AC für 7,90 Euro kaufen sie eine 6er Kiste eines Cru Bourgeois für 25 Euro. „Oder gleich 12 Flaschen eines Rioja Gran Reserva statt 6 Flaschen Rioja Crianza“, korrigiert Marcel Ribis, Einkäufer bei Carl Tesdorpf in Hamburg, dem Onlineshop für die Betuchteren unter den Privatkunden des Hanseatischen Weinkontors (Hawesko). 

Ob die Weine 13,5 oder 14,5 Prozent Alkohol haben, ist völlig egal. „Ich glaube, viele Menschen stillen mit diesen Weinen ein wenig ihr Fernweh, das durch den Lockdown aufgekommen ist.“

Riesling toppt alles

Dass der Trinkfluss weiterhin anhält, glauben fast alle Händler, mit denen DER FEINSCHMECKER gesprochen hat. Nur verlagert sich (etwa im Sommer) der Konsum von Rotwein auf Weißwein und Rosé. Bei Lobenbergs ambitionierter Privatkundschaft kommen deutsche Weißweine mengenmäßig gleich hinter Bordeaux. „Der Riesling toppt alles“, so Kausch.

Ihren Durst löschen seine Kunden aber auch gern mit Weißburgunder aus Baden und der Südpfalz. Danach kommen in der Beliebtheitsskala Sauvignon von der Loire, Chardonnay aus dem Burgund, Grüner Veltliner aus Österreich. Und Rosé. Er ist der Hit in diesem Sommer, am liebsten der blassrote aus der Provence.

Bei normalen Weintrinkern sieht das Portfolio etwas anders aus, vom Rosé mal abgesehen. Sie setzen sich beim Upgrading der Qualitäten klare Grenzen – geschmackliche und finanzielle. „Der Durchschnittskonsument kennt sich im Wein nicht sonderlich gut aus“, erklärt Iris Petersen, Chef-Einkäuferin bei Hawesko, Europas größtem Weinversender mit weit über einer Million Kunden in Deutschland. „Er will nicht lange googeln oder Kataloge wälzen, er will schnell einen guten Wein finden.“

Sein Begehren richtet sich nicht auf Nobelweine. Er will einen Wein, der ihm schmeckt und mit dem er sich bei Freunden nicht blamiert. Trinkige Rote vom Typ Côtes du Rhône gehören dazu, einfacher Rioja, sinnlicher Chianti, gefälliger Nero d’Avola aus Sizilien und apulischer Primitivo, Letzterer gern auch restsüß.

Dafür gibt er gerne 8,90 Euro aus. Bordeaux wird häufig als zu kompliziert empfunden – und da das Leben bereits kompliziert genug ist, sind Alternativen angesagt. Auffällig ist, dass Weißwein bei Normaltrinkern Rotwein deutlich überflügelt hat. Ob dieser Paradigmenwechsel mit Corona zu tun hat, weiß auch Petersen nicht.

Die Weißwein-Klassiker haben sich durch das Virus jedenfalls nicht geändert:

  • Lugana,
  • Gavi,
  • Pinot Grigio,
  • dazu Grüner Veltliner,
  • Sauvignon aus Frankreich und Neuseeland.
Eine Bereitschaft, mehr Geld zu zahlen, haben die Hawesko-Manager bei ihren Kunden ebenfalls nicht erkennen können. Sie gehören sowieso schon zur Konsumenten-Elite: 66 Prozent allen Weins wird in Deutschland in Supermärkten gekauft, und da liegt der Durchschnittspreis bei 3,64 Euro.
 
Eine Weinart aber scheinen den Konsumenten augenblicklich besonders hoch zu schätzen: Weißweine aus Deutschland. Sie haben, so Petersen, „extrem“ zugelegt, Grauburgunder noch mehr als Riesling: „Für einen Grauburgunder zahlen die Menschen mehr als für einen Pinot Grigio.“ Pink wird traurig sein.

Die großen Weintrends 2021

Wein gibt es seit über 7000 Jahren, aber noch nie ging es so turbulent zu wie in den letzten zehn Jahren. Auf mehrere Milliarden Etiketten ist der Weinmarkt angeschwollen. Die Digitalisierung hat dafür gesorgt, dass ein großer Teil dieser Weine in jedem Winkel der Erde virtuell präsent ist. Dadurch weiß der Sommelier in Singapur, wie der Winzer in Patagonien seinen Rotwein ausbaut.

Durch die globale Logistik können die Weine auch physisch ans andere Ende der Welt gelangen. So findet man deutsche Spätburgunder in neuseeländischen Liquor Stores, Weißweine aus Kappadokien in Restaurants in Köln-Mitte. Mehr noch: Länder wie

  • Armenien,
  • Aserbaidschan,
  • Indien,
  • Mexiko,
  • Palästina
  • und Usbekistan betreten die Weinbühne und machen mit kleinen Mengen auf sich aufmerksam.
Aber auch in Old Europe geht es hoch her. Jedes Land kämpft um Marktanteile – und um Subventionen aus Brüssel. Für große Teile der Landbevölkerung in Portugal, auf Sizilien oder in Griechenland sind Trauben die einzige Einkommensquelle.

Die größten Umwälzungen gibt es auf dem Markt der feinen Weine. Ursachen sind Geschmackswandel, Neuinterpretation des Qualitätsbegriffs, Moden und – ganz wichtig – die Eigendynamik des Kommunikationsflusses, der aus unbekannten Weinen bekannte macht und aus bekannten Kultweine.

Bordeaux ist derzeit nicht groß in Mode. Burgund wird gehypt. Riesling steht hoch im Kurs. Der Primitivo hat (fragwürdige) Berühmtheit erlangt. Blaufränkisch aus Österreich genießt Kennerstatus, ebenso griechischer Assyrtiko. An Boden verloren haben

  • australischer Shiraz,
  • deutscher Weißherbst,
  • kalifornischer Chardonnay,
  • Elsässer Pinot Gris,
  • Rebsortenweine aus Merlot,
  • Gewürztraminer
  • und Müller-Thurgau.
Eine Logik steckt nicht immer dahinter. Es sind Trends, die alte Ordnungen ins Wanken bringen.

Weinpreise: Bordeaux runter, Burgund rauf

Steigende Preise deuten oft einen Paradigmenwechsel an. So haben Barolo und Brunello di Montalcino von guten Erzeugern seit dem überragenden Jahrgang 2010 ihre Preise verdoppeln können, weil sie nur begrenzt verfügbar sind und die Nachfrage plötzlich da einsetzte, wo vorher keine war: bei Weintrinkern in Toronto, Miami und Hongkong. Sie sind bereit, mehr für diese Weine zu zahlen als die Menschen in Mailand oder München. USA, Kanada und die asiatischen Metropolen – das sind gegenwärtig die strategischen Märkte.

Die Rotweine von der Rhône und die Weißweine von der Loire sind zwar auch gut, haben aber – von wenigen Ausnahmen abgesehen – keinen Überseemarkt. Auch in Bordeaux ist für Preiserhöhungen kein Spielraum. Für viele kleine Châteaux, die mit hohen Kosten kämpfen, ist die Lage ernst, ebenso bei einigen berühmten, die unter Trumps Strafzöllen leiden. Die reichen Asiaten haben das Burgund für sich entdeckt, sie investieren lieber in Chambertins und Montrachets. Seitdem gehen die Preise für Burgunder förmlich durch die Decke – zumindest die eines guten Dutzend berühmter Domaines.

Auch in Deutschland kennen die Preise nur eine Richtung: nach oben. Riesling ist Legende. Sicher ist, dass der Aufwand im Qualitätsweinbau größer wird – und damit steigen die Kosten. Marketing, Kommunikation, Kundenkontakte, Messepräsenzen, Reisen – all das ist teuer. Die Ökologisierung fordert ebenfalls ihren Tribut. Gleichzeitig nehmen die Klimarisiken zu: Hagel, Spätfrost, Starkregen und – das gravierendste Problem – Wassermangel, besonders in Kalifornien, Australien und hierzulande vor allem in Franken. In Europa ächzen die Weingüter zudem unter der ausufernden Bürokratie. Prognose: Die Preise werden weiter steigen, weil sie steigen müssen. Wo sich die Kosten nicht umlegen lassen, werden Weingüter schließen.

Der Klimawandel: Man schmeckt ihn schon

Erhöht sich die Jahresdurchschnittstemperatur auf der Erde um 2 Grad, werden bis 2100 etwa 56 Prozent der weltweiten Rebfläche von der Landkarte verschwunden sein. Das haben Wissenschaftler von der University of British Columbia in Vancouver errechnet.

2100 liegt in nicht allzu weiter Ferne: Die Kinder der heutigen Grundschüler werden es erleben, wenn sie erwachsen sind. Doch es gibt ein paar Stellschrauben, an denen die Winzer drehen können:

  • Bewässerung,
  • Begrünung,
  • Beschattung,
  • neue Rebsorten
  • und Rebflächen in Höhenlagen.
In Bordeaux wur-den im letzten Jahr sechs Sorten neu zugelassen, die auch längere Trockenperioden überstehen können: Arinarnoa, Castets, Marselan und Touriga Nacional, dazu die beiden weißen Sorten Alvarinho and Liliorila. „Eure Lieblings-Bordeaux werden in Zukunft etwas anders schmecken“, schrieb das amerikanische Food & Wine-Magazine kürzlich. „Aber wenigstens findet ihr sie überhaupt noch im Regal.“
 
Prognose: Die Landkarte des Weins wird am Ende des 21. Jahrhunderts eine andere sein als heute. Den Klimawandel schmeckt man schon jetzt.

Biodynamie: Ausweg aus der Klima-Falle?

Zur neuen Qualitätsdefinition für Wein gehören ökologische Standards. 89 Prozent aller biologisch bewirtschafteten Rebflächen weltweit liegen in Europa. Die grüne Krone hat Österreich auf. 15,9 Prozent seiner Rebflächen sind biozertifiziert. Es folgen Spanien (12,7 %), Deutschland (9 %) sowie Frankreich und Italien gleichauf (7,7 %). Überall schnellen die Zahlen nach oben. „In zehn Jahren werden 50 Prozent unserer Weinberge biologisch bewirtschaftet sein“, glaubt Gérard Bertrand, einer der führenden Winzer im Languedoc.

Eine nachhaltige Weinwirtschaft mildert auch die Folgen des Klimawandels. Die Begrünung der Weinberge verhindert Erosion. Humus hält den Boden feucht, vitale Rebstöcke widerstehen besser den Pilzkrankheiten, und weniger Stress für die Rebe bedeutet höhere Weinqualität.

Prognose: Weine, die ökologischen Standards nicht genügen, werden schon bald unverkäuflich sein. Schließlich wächst auch das kritische, gesundheitsorientierte Bewusstsein der Verbraucher.

Die Lachsfarbenen: Halten die rosigen Zeiten an?

Wenn Balkon oder Terrasse locken, steigt die Sehnsucht nach einem gut gekühlten Rosé. Der Anteil der lachsroten Weine ist weltweit von drei auf zehn Prozent geklettert, Tendenz steigend. Alle lieben den zwittrigen Wein, obwohl viele Exemplare nicht mehr als koloriertes Wasser mit Bonbongeschmack sind.

Anspruchsvolle Rosés, wie sie in Deutschland etwa das Weingut Korrell von der Nahe mit der eleganten Cuvée Little Lion produziert, sind trocken. Die längste Rosétradition besitzt Frankreich, der größte Produzent dieses Weins. Es steuert ein Viertel der weltweiten Rosé-Produktion bei. Inzwischen sind fast alle Länder auf den Zug aufgesprungen. Deutschland ist mit einem Anteil von sagenhaften 13 Prozent ganz vorne dabei.

Prognose: Die rosigen Zeiten halten an. Aber neben dem kurzlebigen Saisonartikel etablieren sich raffiniertere Rosés mit Verfeinerungspotenzial.

Lifestyle im Glas: Spaßweine zum Netflix-Abend

Für die nachwachsende Generation ist Wein Teil des Lifestyle wie Designerkleidung – und dazu gehören ein cooles Etikett und ein schicker Name. Internationale Weinkonzerne haben diesen Trend längst erkannt. Aus Australien kommt eine erfolgreiche Weinserie namens Yellow Tail, in Neuseeland heißt das Pendant Most Wanted. Alle diese Weine bringen viel Geschmack mit, sind leicht verständlich und auf eine junge Zielgruppe zugeschnitten, die mit offiziellen Weinbezeichnungen wenig anfangen kann.

Grand Cru Classé, Erste Lage, Vino de Pago sind für sie Fremdworte, komplizierte Herkunftsbezeichnungen wie „Rüdesheimer Berg Schlossberg Riesling Spätlese trocken“ schlicht Lustkiller. Auch deutsche Weingüter haben die Millennials im Visier. Das Resultat sind Easy-drinking-Weine wie Flying Pig (Uli Metzger), Horny Rosé (Thomas Hörner), Tohuwabohu (Markus Schneider) oder Sex, Drugs & Rock’n’ Roll (Emil Bauer).

Einige sind banal, andere so gut, dass man sie auch zum Fine Dining ausschenken könnte. Tatsächlich sind sie aber für andere Anlässe gedacht: zur Girl’s Night Out, zum Netflixabend oder zum Rave in Pop-up-Locations mit Quesadilla oder Veggie-Burger. Das Foodpairing ist dann etwas anders, als Sommeliers es beim Diplom-Studiengang gelernt haben. „Die Kreativität in der Namensgebung und bei den Einsatzmöglichkeiten hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen“, beobachtet auch Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut. „Diese Entwicklung ist eng mit dem Generationswechsel zu jungen Winzern verbunden.“

Prognose: Wo gefeiert, relaxt, gechillt wird, werden keine Grands Crus, sondern Spaßweine gebraucht.

She's the Boss: Frauen erobern das Wein-Business

Immer mehr Frauen steigen ins Wein-Business ein und im Wein-Business auf – als Winzerinnen, Winemaker, Önologinnen. Am stärksten ist dieser Trend in Kalifornien zu beobachten, wo das Portal Vivino die Quote der Weinmacherinnen auf zehn Prozent schätzt.

Die gebürtige Französin Geneviève Janssens ist bei Robert Mondavi Director of Winemaking geworden, Eileen Crane kürzlich Boss und Winemaker bei Taittingers Schaumwein-Ableger Domaine Carnerost, die Önologin Jennifer Wall dirigiert mit Barefood Cellars einen der größten Kommerzwein-Erzeuger Kaliforniens.

Auch Australien hat eine hohe Frauenquote. Pam Dunsford, die sich noch 1972 auf der Uni anhören musste, dass sie zwar Önologie studieren könne, aber nie eine Anstellung bekäme, weil Wein nun mal ein Männerjob sei, war fast 20 Jahre Chief Winemaker bei Chapel Hill in McLaren Vale, Vanja Cullen aus Margaret River wurde 2019 zum Winemaker of the Year gewählt.

Europa tut sich mit den Frauen schwerer. Immerhin haben in Spanien Elena Adell und die junge Maria Vargas die Rioja-Weingüter Campo Viejo beziehungsweise Marqués de Murrieta in neue Höhen geführt. Frankreich hat gar eine lange Frauen-Tradition. Sie beginnt mit Madame Pommery und der Witwe Clicquot, führt über Lily Bollinger zu Burgund-Ikonen wie Lalou Bize-Leroy und Anne Leflaive.

In Deutschland wird der Wein ebenfalls weiblicher. In Rheinhessen haben Gesine Roll (Weedenborn) und Lisa Bunn gezeigt, dass sie auch Traktor fahren und Tanks reinigen können. In der Pfalz liefern Katrin Wind, an der Mosel Katharina Prüm, an der Nahe Caroline Diel, im Rheingau Eva Fricke und in Franken Sandra Sauer Weine ab, die zu den besten des Landes gehören.

Prognose: Frauen in Keller und Weinberg sind eine Selbstverständlichkeit.