Neue Restaurants 2026: Restauranttests vom Feinschmecker

Restauranttests von Schweden über Amsterdam bis Baden-Baden

Von Sylt bis Baden-Baden: Empfehlungen für Genusskonzepte im Tapas-Style sowie für Bistro-, Welt- und Regionalküche. Sofort ein Erfolg: die Ottolenghi-Dependance in Amsterdam.
Datum05.05.2026

Neueröffnung des Monats: Furuhem, Schweden

Ländlicher Stil und ein neues Team: Daniella Rebelo, Magnus Nilsson und Frida Nilsson (v.l.)

Mit „Furuhem“ in Båstad hat Spitzenkoch Magnus Nilsson (ehemals „Fäviken“, zwei Michelin-Sterne) ein neues kulinarisches Projekt in Südschweden eröffnet. Das Restaurant liegt idyllisch am Rand des beliebten Badeorts und verbindet nordische Küche mit entspanntem Ambiente.

Gemeinsam mit Frida Nilsson und Daniella Rebelo setzt Nilsson bewusst auf ein offenes Konzept statt klassischem Fine Dining. Neben Restaurant und Bäckerei entstehen auch stilvoll renovierte Gästezimmer.

Im Mittelpunkt steht eine regionale, saisonale Küche mit hochwertigen Produkten: Vorspeisen wie gesalzene Sprotten oder eingelegte Tomaten, dazu hausgemachte Getränke wie Bioapfelmost aus eigener Ernte. Über Apfelholz gegartes Fleisch der Alten Milchkuh mit Hasselback-Kartoffeln zählt zu den Highlights.

Das Dessert, die traditionelle Spettekaka mit Birnen und Sour-Cream-Eis, rundet das Menü ab.

Fazit: Ein modernes Restaurant in Båstad, das nordische Tradition mit zeitgemäßem Genuss verbindet.

Fazit: Hommage an die südschwedische Küche mit Twist.

Teilen erwünscht: Das aromatische Fleisch der Alten Milchkuh wird mit krossen Hasselback-Kartoffeln und Salat serviert

Pius on the Beach, Sylt

In den Dünen genießt man Caesar Salad, Steaks oder Thunfisch-Tataki

Wer auf dem Heckenrosenweg zwischen Westerland und Wennigstedt unterwegs ist, kommt kaum daran vorbei: Direkt hinter der Düne, in bester Strandlage, hat das „Pius on the Beach“ eröffnet – ein neues Highlight unter den Restaurants auf Sylt.

Ob entspannt im Sand im Sommer oder eingekuschelt in Fellen an kühleren Tagen: Die Sylter Gastronomen Björn Lieken (ehemals „Sansibar“) und Pius Regli („Manne Pahl“, Kampen) haben einen Ort geschaffen, der vor allem eines will – ankommen lassen.

Das Strandrestaurant in Westerland ist ein echtes Familienprojekt. Die Küche verbindet deutsche Klassiker mit internationalen Einflüssen: Ente mit Rotkohl und Klößen trifft auf Tataki vom Thunfisch, Pinsa-Variationen oder Ofenlachs. Im Sommer ergänzt eine Steakkarte das Angebot, dazu Trüffel-Pommes und flexible Kombinationen.

Verantwortlich für die Küche ist Kai Heinsen, ebenfalls Küchenchef im „Manne Pahl“.

Fazit: Ein entspanntes Sylt-Restaurant direkt am Meer, das Genuss und Urlaubsgefühl verbindet.

BomBom, Hamburg

Belegte Brioche

Das „BomBom“ in Hamburg verbindet Café, Fine Dining und Sharing-Konzept: Tagsüber portugiesisches Café von Ana Gomes („Piri Piri“), abends ein entspanntes Fine-Dining-Restaurant unter der Leitung von Joachim Schult (ehemals „Zeik“).

Der Name steht für „doppelt gut“ – und genau das liefert die Küche mit einer spannenden Fusion aus portugiesischer und deutscher Küche. Gerichte wie Pimientos mit Crunch, eingelegter Blumenkohl mit gepufftem Reis oder Bacalhau mit Chorizo und Sauerkraut zeigen die kreative Handschrift und Schults Gespür für Fermentation.

Alle Teller sind zum Teilen gedacht und laden dazu ein, die Vielfalt gemeinsam zu erleben. Im Hauptgang überzeugen etwa gegrillter Adlerfisch in milder Knoblauchsauce oder ein modernes Frango Piri-Piri als Maishähnchen mit Biersauce.

Im Fokus stehen saisonale Produkte und passende portugiesische Weine. Den Abschluss bildet ein Apfelstrudel im Nata-Stil mit Joghurt-Eis.

Fazit: Innovatives Restaurant in Hamburg, das portugiesische Küche neu interpretiert und Genuss zum Gemeinschaftserlebnis macht.

 

L99, Osnabrück

Confierte Praline & geschmorte Schulter vom Zicklein mit Bohnen-Tomatencassoulet und Kartoffel-Bacontasche. Das Ziegenfleisch beziehen wir vom Ziegenhof Wurzeln & Hörner aus Tecklenburg.

Das „L99“ in Osnabrück (Lotter Straße 99) verbindet moderne Küche mit innovativem Weinbar-Konzept. Küchenchef Lars Keiling (ehemals „Keilings“ und „Friedrich“) verabschiedet sich bewusst vom klassischen Fine Dining: Statt festem Menü stehen flexible, kleine Gerichte zum Teilen im Mittelpunkt.

Die Küche setzt auf regionale Produkte und internationale Einflüsse. Beispiele sind Forelle Ikejime mit Shiso und Furikake, Zicklein-Praline mit Kichererbsen oder Klassiker wie Schnitzel und Carbonara – kreativ interpretiert und frei kombinierbar.

Besonderes Highlight ist die Weinauswahl: Rund 50 wechselnde Weine können per Dispenser glasweise probiert werden – von kleinen Tasting-Portionen bis zum vollen Glas. Ergänzt wird das Angebot durch eine umfangreiche Flaschenkarte mit etwa 400 Positionen. Sommelière Gina Duesmann berät dabei kompetent.

Fazit: Modernes Restaurant in Osnabrück mit lockerem Sharing-Konzept und außergewöhnlicher Weinkultur.

Zum Berghof, Olbernhau

Zurück in der Heimat: Jens Franke hat die Traditionsgaststätte zu neuem Leben erweckt

Das Restaurant „Zum Berghof“ in Olbernhau entwickelt sich zum kulinarischen Highlight im Erzgebirge. Küchenchef Jens Franke, der zuvor in renommierten Häusern im Schwarzwald und Spessart kochte, hat die Traditionsgaststätte neu belebt und modern interpretiert.

Sein Konzept: „regional anders“. Franke setzt auf Slow-Food-Produkte, viele aus eigener Jagd oder aus der Region. Klassiker der Erzgebirgsküche werden kreativ verfeinert – etwa ein „Cappuccino“ von Roter Bete oder geschmorte Hasenkeule mit Kartoffel-Soufflé und Rosenkohl.

Das Ambiente verbindet Tradition und Moderne: historische Holzvertäfelung trifft auf stilvolle, zeitgemäße Einrichtung. Begleitet werden die Gerichte von deutschen Weinen und regionalem Bier.

Auch Gäste aus Dresden und Berlin entdecken das Restaurant zunehmend, ergänzt durch Kochkurse und Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe.

Fazit: Ein modernes Restaurant im Erzgebirge, das Regionalität, Nachhaltigkeit und kulinarischen Anspruch verbindet.

l’Oxalis, Darmstadt

Ceviche vom Bonito mit Gurke, Molke und Johannisbeeren unter Platanen

Das „l’Oxalis“ in Darmstadt-Bessungen, ein Ableger des Fine-Dining-Restaurants „Ox“, steht für eine moderne, weltläufige Küche mit spannendem Spiel aus Aromen und Texturen. Küchenchef Freddy Storck kombiniert klassische Elemente mit kreativen Ideen.

Bereits das Amuse-Bouche – ein raffinierter Waldorfsalat mit Limetten-Vinaigrette und Hirschschinken – zeigt die Richtung. Besonders überzeugend ist die Variation von der Gänseleber mit Quitten-Safran-Chutney und Brioche. Auch das Dessert aus Zitrone und Mascarpone setzt einen klaren, eleganten Schlusspunkt.

Nicht jede Kombination ist perfekt ausbalanciert, doch insgesamt zeigt die Küche viel Kreativität und Anspruch.

Das Ambiente ist leger und stilvoll im Bistro-Chic, mit Blick auf das Darmstädter Jazz-Institut und einem Freisitz unter Platanen.

Fazit: Kreatives Restaurant in Darmstadt mit moderner Küche und entspanntem Fine-Dining-Konzept.

garbo zum Löwen, Karlsruhe

Marcel Kazda führt sein Restaurant weiterhin erfolgreich in die Zukunft, im gemütlichen Ambiente kommen feinsinnige Kompositionen auf den Teller

Das „garbo zum Löwen“ bei Karlsruhe bleibt auch nach dem Eigentümerwechsel Ende 2025 eine feste Größe für gehobene Küche in Baden-Württemberg. Die neuen Pächter Marcel und Hermine Kazda haben das Restaurant modernisiert und um eine geplante Weinlounge ergänzt.

Im stilvoll erneuerten Ambiente genießen Gäste ein regionales Menü oder das Gourmet-Menü „Inspiration“ mit bis zu sieben Gängen – flexibel kombinierbar oder einzeln bestellbar.

Die Küche überzeugt mit hochwertigen Produkten und präziser Aromatik: Jakobsmuschel mit Wagyu-Schinken und Beurre blanc, Lamm aus Pauillac oder kreative Desserts wie eine moderne Bananen-Split-Interpretation.

Begleitet werden die Gerichte von einer sorgfältig kuratierten Weinauswahl, kompetent empfohlen von Sommelier Philipp Spielmann.

Fazit: Ein Gourmetrestaurant bei Karlsruhe, das Kontinuität und moderne Weiterentwicklung gelungen verbindet.

 

Rive Gauche, Baden-Baden

Genuss für jeden Tag: Chefkoch Eduard Knecht und Felix Daferner bieten unkomplizierte Bistroküche

Mit dem „Rive Gauche“ in Baden-Baden ist an der berühmten Lichtentaler Allee ein neues französisches Bistro entstanden. Küchenchef Eduard Knecht setzt konsequent auf klassische französische Küche – von Croque Monsieur bis zu Bouchot-Muscheln und Dorade.

Das stilvolle, lichtdurchflutete Restaurant bietet einen direkten Blick auf die Oos und die Parklandschaft, im Sommer ergänzt eine großzügige Terrasse das Angebot.

Kulinarisch überzeugt die Küche mit französischen Klassikern und modernen Akzenten: Foie-gras-Terrine mit Kumquats, knuspriger Blumenkohl mit Miso-Mayonnaise oder Skrei mit Safranfond und Miesmuscheln. Auch die Desserts variieren saisonal.

Die Weinkarte verbindet große französische Regionen wie Champagne, Burgund und Bordeaux mit spannenden Weinen aus der Ortenau und dem Kraichgau.

Fazit: Authentisches Bistro in Baden-Baden mit französischer Küche, entspannter Atmosphäre und bester Lage.

Ottolenghi, Amsterdam

Shakshuka ist einer der Klassiker von Yotam Ottolenghi in seinem neuesten, poppig-bunten Lokal

Mit „Ottolenghi Amsterdam“ hat Starkoch Yotam Ottolenghi eine neue Brasserie im Mandarin Oriental Conservatorium eröffnet – im historischen Gebäude von 1897 im Museumsviertel. Die stilvolle Location mit Wintergarten und modernem Design zieht sowohl Hotelgäste als auch Locals an.

Kulinarisch steht die für Ottolenghi typische aromatische Gemüse-Küche im Mittelpunkt. Das saisonale Konzept setzt auf Vegetarisches und Veganes, kombiniert mit Feuer, Fermentation und regionalen Produkten.

Gerichte wie Rote-Bete-Spieße mit Senfsauce, Kimchi-Gouda-Fritters oder knusprige Kartoffeln mit Zitrus-Salbei-Sauce zeigen die kreative Handschrift. Ergänzt wird das Angebot durch internationale Einflüsse, etwa eine aromatische Lammschulter mit Rosen-Kardamom-Kruste.

Fazit: Modernes Restaurant in Amsterdam, das Ottolenghis unverwechselbare Aromenwelt in stilvollem Ambiente erlebbar macht.

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l’Oxalis
Forstmeisterstraße 5, 64285 Darmstadt, DE
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garbo zum Löwen
Hauptstraße 51, 76344 Eggenstein-Leopoldshafen, DE
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Rive Gauche
Lichtentaler Allee 8, 76530 Baden-Baden, DE
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L99
Lotter Straße 99, 49078 Osnabrück, DE
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Zum Berghof
Berggasse 2, 09526 Olbernhau, DE
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Ottolenghi
Paulus Potterstraat 50, 1071 DB Amsterdam, NL
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Lehmweg 35, 20251 Hamburg, DE
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Lornsenweg 13, 25980 Sylt, DE
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Östermalmsvägen 1, 269 36 Båsad, SE
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