Olbernhau bettet sich in sieben Täler, erfährt man beim Genießen nebenbei, und die Saigerhütte, ein früherer Industriekomplex von 1537, ist sogar UNESCO-Weltkulturerbe. Viele Gäste kämen auch wegen der im Nachbarort Seiffen gelebten Spielzeugtradition, sagt Jens Franke. Er selbst stammt aus einer Holzdreherfamilie. Für eine Ausbildung zum Koch machte er sich vor 20 Jahren aber auf in den Schwarzwald. Dort kochte er im Hotel „Zur Sonne“ in St. Peter, später war er Küchenchef im Gourmetrestaurant im Schlosshotel Weyberhöfe im Spessart. Jetzt ist er zurück und hat die hiesige Traditionsgaststätte aus dem Dornröschenschlaf geholt. Die urige Theke und die eicherne Deckenvertäfelung hat er erhalten, Polsterstühle und -bänke sind mit edlen italienischen Stoffen bezogen. „Regional anders“ nennt Franke seine neue Erzgebirgsküche, gearbeitet wird mit Slow-Food-Produkten, er ist selbst Jäger. Kunstvoll angerichtet war sein im hohen Glas gereichter „Cappuccino von Roter Bete“ aus tiefroter, intensiver, mit Apfel, Lorbeer und Piment d’Espelette aromatisierter und mit Eiweiß geklärter Bete-Essenz. Fluffiger Topinambur-Schaum und Topinambur-Chips sowie fein gewürfelte Bete und Zwiebellauch gaben zusätzliche Frische und Textur. Klassisch mit Rotwein geschmorte Hasenkeule setzt Franke mit himmlisch buttrigem Kartoffel-Soufflé, schön knackigem, mit Kokosblütenzucker und Speck karamellisiertem Rosenkohl und einer fein abgeschmeckten Schokoladensauce in Szene. Gelungener Abschluss: Apfel-Millefeuille mit Nougatcreme, Orangenzeste und Variationen von der Birne.
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Restaurant
Zum Berghof
Berggasse 2, 09526 Olbernhau, DE
Rating
KÜCHE IM FOKUS
Menü:
€ 59 bis € 69
Hauptgericht:
Hauptgerichtpreise von € 27 bis € 34
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