Von Gemert bis Berlin: Restaurants mit eigener Handschrift

Von Gemert bis Berlin: Restaurants mit eigener Handschrift

Von Berlin bis Gemert, vom Schwarzwald bis nach Kopenhagen: Neue Restaurants bringen frischen Wind in die Gastro-Szene. Der Feinschmecker hat getestet – und empfiehlt.
Datum29.08.2025

GEM. – Gemert, Niederlande

Nach dem Ende von „De Lindehof“ startet Soenil Bahadoer neu: Mit dem „GEM.“ im Torhaus von Kasteel Gemert vereint er modernes Design (Piet Boon), elegante Atmosphäre und aromenstarke Küche zwischen französischer Klassik und indisch-asiatischer Würze. Langustine mit Apfelcurry oder Steinbutt mit Kokos-Masala-Sauce zeigen seine Handschrift als „Spicy Chef“. Highlight: handgeschmiedete Messer, Weinkeller mit 1500 Positionen, Suiten im Schlosspark.
restaurantgem.com

 

Merold – Berlin-Neukölln

Nach Wasserschaden und Zwangspause startet Jonas Merold neu durch. In seiner minimalistischen Stube serviert er moderne Gerichte aus heimischen Zutaten – intensiv, kreativ, überraschend. Labneh mit Tannennadel-Essig, Reibekuchen-Dessert oder fermentierter Brie zeigen Haltung. Starke Weinkarte, entspannte Atmosphäre.
restaurant-merold.de

 

Gräfes Wein & Fein – Radebeul

Weinbar, Feinkostladen und Bistro in einem: Matthias Gräfe hat ein kreatives Genusskonzept geschaffen – mit Tageskarte, eigener Weinauswahl, Vespa-Touren, Pop-ups und mehr. In der Küche überrascht Birka mit internationalen Gerichten wie Pulpo mit Linsensalat oder Krustenbraten mit Rhabarbergemüse.
graefes-weinundfein.de

 

Tante Anna – Sprockhövel

Thies Henkel (u. a. Tim Raue, Tohru Nakamura) bringt moderne Produktküche mit mediterranen und asiatischen Akzenten ins Traditionshaus seiner Heimat. Zwei Menüs, klare Aromen, souveränes Handwerk – etwa Langoustine in Ceviche-Sud oder Bressehuhn mit japanischem Curry. Familiär, fein, ambitioniert.
tanteanna-restaurant.de

 

Schote – Bergisch Gladbach

Nelson Müller hat sein Gourmetrestaurant aus dem Ruhrgebiet in die idyllisch gelegene Diepeschrather Mühle verlegt. Die neue „Schote“ serviert französisch geprägte Küche mit regionalem Touch – etwa Forellentatar im Kartoffel-Cannellono oder Bressehuhn mit japanischem Curry. Der Stil: modern-rustikal, die Weinkarte stark auf Deutschland und Frankreich fokussiert.
diepeschrather-muehle.de

 

Adriatic Seven – Heidelberg

Drazen Postek interpretiert die Küche der Adria zwischen Kroatien, Slowenien und Italien modern und detailverliebt. In lockerer Atmosphäre serviert er Burrata mit Wildkräutern, Trüffel-Tagliolini oder confierte Dorade mit Spargel und Kerbel-Béarnaise. Die Showküche und gute Weine aus dem Friaul machen das Erlebnis komplett.
adriatic-seven.de

 

Mühle Schluchsee – Schwarzwald

Nach Niclas Nussbaumer übernimmt Fabian Obergfell das traditionsreiche Haus souverän. Die Menüs verbinden französisch geprägte Aromenküche mit Schwarzwaldprodukten – etwa Taube „Rossini“ oder Forelle mit Café-de-Paris-Schaum und Graupen. Puristisches Setting, Weinbegleitung auf Wunsch in halben Gläsern – selbst alkoholfrei ein Erlebnis.

muehle-schluchsee.de

 

Restaurant & Bar Botschaft – Kopenhagen

Mitten in Nørrebro servieren Jan Hugel und Lenny Hochhauser modern interpretierte Klassiker aus der deutsch-österreichischen Familienküche. Maultaschen in Brühe, Käsespätzle oder Paprikash – charmant serviert, begleitet von Naturweinen aus Deutschland und Österreich. Am Wochenende gibt’s Kaiserschmarrn und Sonntags-Schnitzel. botschaft.dk

 

Grand Hotel Belvedere – Wengen, Schweiz

Inmitten alpiner Natur serviert Chef Will Gordon kreative, oft vegane Küche mit lokalem Bezug – etwa Feuer-Rote-Bete, Kartoffelkuchen mit Kaviar oder Tomaten-Brot-Salat. Der Engländer kocht nachhaltig, spontan und bewusst gegen Signature-Dish-Routine. Das historische Haus wurde modernisiert – mit Spa, Designklassikern und Ausblicken für die Seele.

beaumier.com

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