Kopenhagen entdecken: Neue Hotels, Restaurants und Food-Hotspots

Kopenhagen erleben
Auf dem Titelbild sind die Axel Towers zu sehen: Die runden Wohn- und Geschäftshäuser von Lundgaard & Tranberg Architects beeindrucken auch durch ihre Kupferfassade.
Hotels in Kopenhagen

25 Hours Hotel Paper Island
Der Name des Hauses erinnert an die Zeit, als auf der Insel Christiansholm im Hafenbezirk Papier gelagert wurde. Heute genießt man die Ruhe am Kanal, auf dem Hausboote dümpeln, dahinter kragt das Dach der Oper in Richtung Schloss Amalienborg heraus. Hier ist man im Zentrum und doch weit weg vom Trubel. Die Zimmer sind mit viel Lust an Farben und verspielten Formen eingerichtet, die großzügig gestaltete Lobby hat hohe Decken und Seefahrer-Accessoires. Restaurant „Tiger Lilly“ mit asiatischer Fusionküche.
Hotel Ottilia
Fußläufig zum grünen Frederiksberg mit dem idyllischen Schlossgarten schieben sich rostrote Türme ins Blickfeld. Das ehemalige Brauerei-Viertel von Carlsberg wurde zwar umgestaltet, im Kern aber blieb der Charakter mit seinen warmen Backsteinfassaden erhalten. So auch im Hotel Ottilia. Das Gebäude diente einst als Lagerhalle. Jedes Zimmer mit polierten Betonwänden und hohen Decken hat ein Rundbogenfenster, durch das früher die Bierfässer gehievt wurden. Trotz der Industrie-Architektur wirken die Zimmer mit dänischen Design-Klassikern behaglich. Highlight ist das Rooftop-Restaurant (auch Bar), in dem man das Biofrühstück mit Rundumblick genießen kann. Mittags und abends stehen fein interpretierte italienische Klassiker auf der Karte. Und natürlich selbst produziertes Bier.
The Audo
Kopenhagen gelingt es stets, ehemalige Industriegelände in lebendige Stadtteile zu verwandeln. Jüngstes Beispiel ist Nordhavn, wo in restaurierten Silos und Lagerhallen Restaurants, Interieurläden und Boutiquehotels eingezogen sind. Besonders stylish ist das „rote Viertel“ mit seinen Backsteinhäusern und dem Hotel The Audo. Das umgebaute Handelshaus beherbergt ein Café mit Kunstobjekten und Möbeln des gleichnamigen Design-Labels, die man im Showroom darüber auch erwerben kann. Die Sitznischen und Atelierräume laden ein, sich im stilvollen Ambiente niederzulassen. Jedes Zimmer ist unterschiedlich eingerichtet, von der Lampenskulptur bis zur Wandfarbe stammt das Interieur von verschiedenen Designern. So lässig können nur Dänen arrangieren.
Restaurants in Kopenhagen

Esse
Das neue Gourmetrestaurant im Viertel Nordhavn empfängt Gäste mit einem offenen Raum, der trotz der 15 Meter hohen Decken und freigelegten Wände Behaglichkeit verströmt. Chefkoch Matt Orlando, der zuvor das Spitzenrestaurant „Amass“ leitete, verfolgt auch im „Esse“ eine Zero-Waste-Philosophie. Das beginnt beim Brot aus Kartoffelschalen oder Pasta aus Fischgrätenmehl und mündet in Kreationen wie Roter Bete, die er in Kaffeeresten gart, danach dehydriert und schließlich räuchert, um ihr ein süß-rauchiges Aroma zu verleihen. Ob Kartoffelpüree mit fermentiertem Lauch-Öl an schwedischem Kaviar oder Makrele mit Rhabarber und Zitronen-Miso – jeder der 12 Gänge ist ein Erlebnis.
Mielcke & Hurtigkarl
Im Garten der Königlichen Dänischen Gartenbaugesellschaft gelegen, greift das Restaurant in der ehemaligen Orangerie aus dem 18. Jahrhundert im eleganten Speisesaals Pflanzen- und Naturmotive auf. Auch die Küche verwendet Kräuter, Blüten und Beeren aus dem umliegenden Park. Chefkoch Jacob Mielcke verarbeitet raffiniert Zutaten wie Birkenteer-Öl oder Tannennadeln und kombiniert Klassiker wie Tatar oder Jakobsmuscheln mit asiatischen Einflüssen. Gänge wie Makrele mit Wasabischaum und gegrilltem Seegras oder die japanische Eierspeise Chawanmushi an weißem Spargel und Erbsenpüree überzeugen mit komplexen Aromen. Dazu gibt es bestens abgestimmte Weine.
Silo CPH
Im Bezirk Nordhavn speist man in der 17. Etage des ehemaligen Getreidelagers mit spektakulärer Ausblick über den Hafen bis ins Zentrum sowie weit über die Öresundbrücke bis nach Malmö. Die Küche ist bodenständig-klassisch mit Côte de Bœuf oder Butt, besonders beliebt ist der Business-Lunch mit einer vorzüglichen Smörrebröd-Auswahl – etwa mit gebratenem Hering, karamellisierten Zwiebeln, geschmortem Bries und brauner Butter. Oder als leichtere Variante mit Shrimps und Dill-Mayonnaise.
Texture
Einer der spannendsten Newcomer ist das Restaurant des französischen Spitzenkochs Karim Khouani. Das Interieur ist so schlicht, dass man sich ganz seinen Kompositionen wie Langusten-Tatar mit Lavendelcreme und Kaviar, Foie gras mit Quitte oder Brioche mit Topinambur und Orangenblüte widmen kann. All das wird mit grafischer Präzision arrangiert, wobei die Miniaturen eine überwältigende Fülle von Aromen entfalten. Man schmeckt den Anspruch heraus, die Geschmackstiefe der französischen Küche in allen Nuancen auszuloten.
Weitere kulinarische Tipps für Kopenhagen

Gebäck bei Leckerbaer
Das „Leckerbaer“ im gemütlichen Stadtteil Østerbro hat sich auf feines Gebäck spezialisiert. Die Kekse und Mini-Törtchen sind kaum größer als Petits Fours, jedes begeistert mit einem fein ausbalancierten Süß-Säure-Spiel. Zu den begehrten Klassikern zählen Kekse mit einer Milchcreme-Füllung und dunkler Schokolade sowie die Varianten mit Zitronenbaiser. Daneben ist die Vitrine gut bestückt mit Éclairs, gefüllt mit intensiven Fruchtkompotten aus Rhabarber, dunklen Beeren und leichten Cremes.
Foodmarket Reffen
Auf dem ehemaligen Industriegelände Refshaleøen nordöstlich des Zentrums hat sich der größte Foodmarkt Nordeuropas angesiedelt. 35 Stände und Themeninseln servieren dort authentisch zubereitetes Streetfood aus 18 Ländern. In den Containern sind zudem Bars, Cafés und eine Mikrobrauerei untergebracht. Dazu Festivals, Konzerte und Ausstellungen.





