Weintipps zum Fest: Prost Neujahr!

Gerhard Retter liebt Wein – und liebt es, über ihn zu schreiben! Hier gibt es jeden Monat einen neuen Weintipp mit dem Sommelier aus purer Leidenschaft. Und für das neue Jahr gleich drei tolle Empfehlungen.

DerWeinRetter

Viele „nutzen“ den Jahresbeginn, um zu entsagen, sprich: Detox ist verordnet. Die FEIERtage haben ihrem Namen alle Ehre gemacht – und wenn ich an den fahlen Kerl denke, der mich am ersten Januar aus meinem Badezimmerspiegel angeblickt hat, läuft es mir kalt über den Rücken. Die Motivation ist also groß, meine Vorsätze sind klar: Ich werde mehr trinken und mehr essen – nämlich mehr bessere Getränke, mehr bessere Lebensmittel. Esst und trinkt, was Ihr schützen und unterstützen möchtet, die Wertigkeit, die ihr den Produkten auf Tellern und Gläsern zugesteht, ist eine Macht im Markt.

Unbestritten geht ein Trend dabei hin zu alkoholfreien Getränken, die Kreativität ist enorm. Längst ist der frische Orangensaft kein Klassiker mehr, sondern ein Dinosaurier. Tee, Kombucha, Cocktails, Limos, Kaffee, Kräuterextrakte, Baumsäfte, Kefir, Trinkessige, Verjus, Getreidedrinks – eine neue, in der Qualität nie zuvor dagewesene Flut an Aromen steht zur Wahl. Und in diesem „Saftladen“ greifen wir ins oberste Fach:

 

 

Zum Niederknien

2021 Silberberger Mammutquitte, Wachstum König, Steiermark

Großvater König hatte einst seine Obstbäume auf ausgewählten Böden gepflanzt, die ideal für die jeweiligen Sorten sind. So wurden sie bis zu 100 Jahre alt und liefern immer noch ausreichend Ertrag, heute biodynamisch bewirtschaftet und ohne jegliche Bodenbearbeitung. Die Mammutquitten werden kaltgepresst, ihr Saft läuft ganz ohne Zusätze in die Flaschen. Weniger kann man einem Getränk nicht antun! Und wenn Ihr schon dabei seid: Vogelkirsche und Conference-Birne sind ebenfalls zum Niederknien!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Muskateller

Wer aber gar nicht vom Traubensaft lassen will, für den habe ich guten Gewissens diese Empfehlung: 2021 Gelber Muskateller Traubensaft, aus Flein in der Steiermark.

Kein gewöhnlicher Traubensaft, der nebenbei entstanden ist, nein, auf ihn wurde das ganze Jahr über bewusst hingearbeitet, die Trauben hat man etwa besonders früh gelesen, damit die Säure frisch bleibt.