48 Stunden in Potsdam

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DONNERSTAG

 11 UHR Ankunft im Hotel zum Hofmaler im sorgsam restaurierten Holländerhaus von 1742. Moderne, helle Zimmer und Apartments im Haupthaus und einem stilvollen Anbau. Die Lage im Holländischen Viertel ist perfekt, fast alles liegt in Laufweite.
 
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11.30 UHR Spaziergang durch die barocke Bürgerstadt bis zum Brandenburger Tor (das gibt es hier auch!), von dort zum Grünen Gitter, dem Haupteingang zum Park Sanssouci – mit einer Fläche von 290 Hektar (400 Fußballfelder) einer der größten Parks der Welt.
 
12.10 UHR Schloss Sanssouci, ein Hauptwerk des friderizianischen Rokoko und Lieblingsplatz Friedrichs des Großen. Eintritt nur mit Onlineticket. Das Fresko „Erhabene Blumen, Früchte, nach der Natur“ in der Blütenkammer stammt von Friedrich Wilhelm Bock, dem Hofmaler, dessen Wohnhaus jetzt unser Hotel ist.
 
12.55 UHR Abstecher zu Orangerie, Drachenhaus und Paradiesgarten. Siebzig Kilometer umfasst das Wegenetz im Park.
 
14 UHR Mittagessen in der sympathischen, als Nachbarschaftsprojekt entstandenen „Theaterklause“. Ideenreich wird hier gekocht, oft mit Produkten aus den eigenen Gärten wie etwa Rübchen­Ratatouille mit Ziegenkäse oder Ossobuco mit Safranpolenta und Petersiliengremolata. Exzellenter Kaffee und Pflaumentarte.
 
17.15 UHR Museum Barberini, Potsdams neues kulturelles Highlight mit der privaten Kunstsammlung von Hasso Plattner und Sonderausstellungen. Die begehrten Zeitfenster ­Tickets sind online bis zu 21 Tage im Voraus buchbar: shop.museum­barberini.com/#/tickets.
 
19.30 UHR Abendessen im „Kabinett F. W. im Bayrischen Haus“ im Wildpark, dem zeitgemäß eleganten Gourmetrestaurant von Alexander Dressel. Raffiniert veredelt Brandenburgs bester Koch regionale und internationale Topprodukte mit Aromen aus Frankreich und der Levante; Steinpilzsoufflé kombiniert er mit Lauch, Buchenpilzen und Indianernessel, die Étouffée-Taube mit Topinambur, Minzjoghurt, Feige und Kaffeerahm. Drei bis sieben Gänge können als Menü zusammengestellt werden.
 
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FREITAG

10 UHR Frühstück im Hotel. Mit dem Taxi zum Neuen Palais am westlichen Ende von Park Sanssouci; rund 60 der 200 Räume können besichtigt werden, darunter der Grottensaal und die Privatwohnung Friedrichs des Großen. Ein Genießer: Polenta mit Knoblauch liebte er, erfährt man dort unter anderem.
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11.10 UHR Der Park bietet noch weitere Highlights wie das Schloss Charlottenhof, die Römischen Bäder und das Chinesische Haus.
 
12 UHR Mittagessen im modernen, hallenartigen „Chi Keng“. Aus der Showküche kommen schmackhafte vietnamesische Gerichte wie frische, saftige Reispapierrollen, Fisch-Dill-Buletten oder Variationen der Nationalsuppe Phô. Es gibt auch Sushi und guten Zitronengrastee mit Ingwer und Kumquats.
 
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13.30 UHR Besuch der einstigen russischen Kolonie Alexandrowka mit seltenen alten Obstbaumsorten und -gehölzen und einem kleinen Museum mit Hofcafé in Haus 2.
 
15 UHR Spaziergang durch den Neuen Garten, Potsdams zweite große Parkanlage. Fertig restauriert ist das Marmorpalais. Besuchermagnet im Schloss Cecilienhof ist die Ausstellung „Potsdamer Konferenz 1945 – die Neuordnung der Welt“ (bis 31. Oktober 2021).
 
17 UHR Apfelstrudel und heiße Schokolade im Café Heider, das schon zu Kaisers Zeiten das „Wohnzimmer der Stadt“ war.
 
19 UHR Zum Abendessen geht es in die stilvoll in Blau und Grau gehaltene „Villa Kellermann“ von Tim Raue und Günther Jauch. Nach dem Motto „Essen wie bei Großmutter“ werden von Raue neu interpretierte Klassiker und bodenständige Gerichte serviert. Zum Beispiel Räucheraal mit Birne, Kohlrabi und weißem Pfeffer, die legendären Königsberger Klopse (Foto) oder Quittenwackelpudding mit Macadamia-Nougat. Weine vom eigenen Weingut an der Saar steuert Günther Jauch bei.
 
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22 UHR Absacker in der Bar Fritz’n mit Potsdams besten klassischen und auch selbst kreierten Cocktails. Bitter und Sirupe sind hausgemacht. Achtung: Zurzeit muss vor dem Besuch reserviert werden.

SAMSTAG

9 UHR Einkaufen für die Rückreise und die Souvenirs zu Hause. Stadtbekannt sind die knusprigen Herdschrippen, echt Potsdamer Kommissbrot – auch Stollen und Weihnachtsgebäck von der Traditionsbäckerei Braune sind ein beliebtes Mitbringsel. Gebacken wird hier im Barockhäuschen seit 1734.
 
9.30 UHR Beliebt im Laden der Bio-Schokoladenmanufaktur Confiserie Felicitas sind Sanddornpralinen, Pralinen mit Spreewälder Hirse, Neuzeller Schwarzbier-Schokolade sowie Luisen-Trüffel mit Mandelganache und Porträt der Königin aus weißer Schokolade. Auch hübsche Souvenirs!
 
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10 UHR Potsdams beste Weinhandlung in vino bietet auch Weine aus den Regionen Saale-Unstrut und aus Sachsen, die man sonst kaum findet. Zu empfehlen sind unter anderem Weißer Burgunder Sonneck vom Winzerhof Gusseck und Riesling -R- von Klaus Zimmerling.

10.30 UHR Ein echter Potsdamer ist der Pinot Noir Précose von der Villa Jacobs, der charakterstarke Frühburgunder vom Weinberg der idyllisch über dem Jungfernsee gelegenen Villa. Verkauf vor Ort nach Voranmeldung, es gibt von diesem Wein nur wenige Flaschen.

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