48 Stunden unterwegs in Esch-Sur-Alzette

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FREITAG


12.30 UHR

Ankunft in Esch-sur-Alzette – die Region um die zweitgrößte Stadt Luxemburgs trägt 2022 den Titel Kulturhauptstadt Europas. In der einstigen Industrieregion hat sich viel getan. Aus der Hotellandschaft ragt wortwörtlich das moderne Seven Hotel heraus – es steht auf dem Gaalgebierg, einer Mischung aus englischem Landschaftsgarten und Waldgebiet. Aus der Suite hat man einen fantastischen Blick über die Stadt.

13:00 UHR

Zum Essen geht es hinunter in die Stadt ins „Beef Tro“ – die stylishe Brasserie verspricht „viande sans compromis“ : Auf der Karte mit allerlei Street-Food-Gerichten gibt es auch eine hochwertige Steakauswahl und Mittagsangebote wie Tatar vom Black Angus.

14.30 UHR

Bummel durch die Rue de l’Alzette, die längste Fußgängerzone des Landes, die sich vom Rathaus bis zur Place de la Résistance streckt. Rund 400 Geschäfte liegen hier am Straßenrand. Interessant ist der von der Stadt betriebene Pop-up-Store, dessen Fläche wechselnd von jungen lokalen Unternehmen bespielt wird – jüngst von dem auf afrikanisches
Kunsthandwerk spezialisierten Saladany, das danach seinen eigenen Laden eröffnen konnte – 200 Meter entfernt in der gleichen Straße.

17:00 UHR

Mit dem „BENU Village“ – BENU wie „Be New“ – entsteht nicht weit vom Ende der Fußgängerzone entfernt ein nachhaltiges Dorf mitten in der Stadt (benu.lu). Eine ganze Reihe Geschäfte sollen ab 2022 auf dem neuen
Gelände ihre Türen öffnen, ein Upcycling-Modelabel gibt es schon. Der Preis der Kreationen berechnet sich nicht aus dem Wert des Stoffs, sondern ganz aus der geleisteten Arbeitszeit.


18:00 UHR

Für einen Aperitif bestens geeignet: die Weinbar Drupi’s. Bei den Locals ist der Weinladen ein beliebter Treffpunkt in der Fußgängerzone.

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20:00 UHR

Zum Abendessen geht es hinunter ins Hotelrestaurant „Bosque FeVi“ Küchenchef Fernando Andreu serviert eine zeitgemäße Küche mit spanischem Schwerpunkt – eigene Tapaskarte. Im Menü kombiniert er etwa
Kalbsröllchen mit Ibérico-Schinken und Foie gras; der marinierte Lachs wird begleitet von Kapern und Zitrone in verschiedenen Texturen– als Creme, als Meringue, als Eis. Hölzerne Lamellen teilen das lichte Restaurant mit den weiß eingedeckten Tischen ab. Ein angenehmes, unaufdringliches Ambiente.

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22.30 UHR

Für den Absacker empfiehlt sich die Hotelbar, die eine gute Auswahl an Gin Tonics bereithält.

 

SAMSTAG


10:00 UHR

Nach dem Frühstück erkunden wir weiter die Stadt. Im Viertel Belval, in dem einst eines der Stahlwerke stand, die den Luxemburger Süden reich machten, ist eines der modernsten Quartiere des Landes entstanden. Die junge Universität ist hier genauso zu Hause wie einige Start-ups. 2022 werden hier viele Ausstellungen stattfinden. Einer der stillgelegten Hochöfen steht noch und ist zur Besichtigung freigegeben:
Von seiner Aussichtsplattform hat man eine großartige Sicht über die Region.

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12:00 UHR

Wieder unten auf dem Boden von Belval ein kleiner Spaziergang durch das Viertel. Wir werfen einen Blick in die ungewöhnliche
Bibliothek der neuen Uni. Sie wurde von dem luxemburgischen Stararchitekten François Valentiny entworfen, der einen Teil des alten Hochofens zwischen die Bücherregale integrierte.
 

13:00 UHR

Lunch in der Brasserie „Schmëdd“, sie bietet unkomplizierte Trendgerichte wie Salat mit Burrata, Croque (auch vegetarisch), Burger mit Süßkartoffel-pommes. Auch der Nachmittag steht dann ganz im Zeichen von Eschs Vergangenheit als Industrie-Hochburg. Das einstige Grubengebiet Kazebierg ist heute das Naturschutzgebiet Ellergronn und ein beliebter Rückzugsort der Städter. Eine Reihe Pfade führt hindurch, besonders viel über das Zusammenleben von Mensch und Wald lernt man auf dem fünf Kilometer langen Lehrpfad „Natura 2000“, der am Besucherzentrum beginnt.


17:00 UHR

Nach dem Spaziergang ein Abstecher in die reduziert gestaltete Kaffeerösterei Golden Bean mit hervorragendem Kaffee und Kuchen.


20:00 UHR

Das vegetarische Restaurant „La Destillerie“ im Schloss von Bourglinster (eine halbe Autostunde entfernt) hat für viel Aufsehen gesorgt: In acht kleinen Gängen geht es genussvoll durch die Gerichte der Saison, etwa mit Butternut-Kürbis, seinem fermentierten Saft, Wurzeln und gebackenen Kastanien oder als Dessert Schokolade, Wacholder und Eis mit Aroma von geräucherter Birke. Im historischen Ensemble, das zum Teil aus dem 12. Jahrhundert stammt, sind die denkmalgeschützten Räume behutsam renoviert: frei gelegte Deckenbalken, schlichte Wände und reich verzierte Kamine bestimmen das Ambiente.

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SONNTAG


10:00 UHR

Zum Abschluss ein Stadtspaziergang in Luxemburg – ein Rundgang führt etwa vorbei am großherzoglichen Palast und zur Corniche, auch „schönster Balkon Europas“ genannt mit herrlicher Aussicht auf den alten Verteidigungswällen entlang vom Bockfelsen bis zur Heilig-Geist-Zitadelle.

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