Christoph Kunz: Komu mit zwei Sternen ausgezeichnet
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Christoph Kunz: Das Komu war immer sein Traum

Christoph Kunz ist mit seinem Restaurant Komu ein großer Coup gelungen. Damit beweist er einmal mehr, dass München eine der führenden Gourmetadressen ist.
Datum27.03.2024
©Patricia Bröhm

Münchens Fine-Dining-Boom setzt sich fort. Mit 25 Feinschmecker-Empfehlungen und den höchsten Bewertungen gehört München zur größten Genussmetrople des Landes. Spitzenkoch Christoph Kunz hat mit der Eröffnung seines Restaurants Komu 2023 einen echten Coup gelandet - und wurde vom Guide Michelin 2024 gleich mit zwei Sternen ausgezeichnet. Es war schon immer sein Traum, ein eigenes Restaurant zu eröffnen. 

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Wo hat Christoph Kunz bisher gekocht?

Christoph Kunz absolvierte seine Kochausbildung in der Zirbelstube in Freiburg. Danach zog es ihn nach Paris ins Restaurant Le Jules Verne von Spitzenkoch Alain Ducasse. Sein weiterer beruflicher Werdegang führte ihn ins Restaurant Vendôme von Vordenker Joachim Wissler und ins Schloss Schauenstein mit Lehrmeister Andreas Caminada. Bevor er sein eigenes Restaurant Komu eröffnete, war Christoph Kunz Küchenchef im Alois - Dallmayr Fine Dining und erkochte dort hohe Auszeichnungen.

Wie ist die Atmosphäre im Restaurant Komu?

Christoph Kunz hat einen urbanen, weltläufigen Rahmen für seine Gerichte geschaffen.

Das Restaurant Komu von Christoph Kunz liegt Herzen von München, wo sich ohnehin die guten Adressen ballen. Nur ein paar Schritte vom Marienplatz, direkt neben der Einkaufspassage Hofstatt, verwandelte der Spitzenkoch mithilfe der Designerin Stephanie Thatenhorst ein ehemaliges Ladenlokal in ein ausgesprochen stilvolles Restaurant. Zunächst ist man verblüfft von der Höhe der Räume – zum Teil mehr als vier Meter. Ulmenholz und gedeckte Farben setzen einen urbanen Ton, im großzügigen Entree laden eine Bar und gelbsamtene Polster zum Aperitif. Später nimmt man an runden Holztischen auf bequemen Sitzbänken Platz, intimer Charakter prägt die Räume.

Wie ist der Küchenstil von Christoph Kunz?

Intimer Charakter im Münchener Komu.

Im Restaurant Komu gibt es ein einziges Menü, abends mit acht, mittags mit vier Gängen. Kunz’ Stil ist klar in der französischen Hochküche verankert, dabei weltoffen und mit Mut zu starken Aromen, gern auch in überraschender Kombination. Für die Desserts zeichnet der ehemalige Alois-Patissier Eugen Stichling verantwortlich. Die Weinkarte mit rund 130 Positionen setzt auf die klassischen Regionen Kerneuropas und soll weiter wachsen. Der junge Service ist freundlich und gut informiert, die Köche servieren bisweilen gern selbst.

Wie schmeckt das Menü im Komu?

Kunstvoll angerichtet: Buchweizen, geröstete Pfifferlinge, Tikka Masala und schwarze Limette

Den Anfang des Menüs machen aromatisch fein ziselierte Amuse-Bouches, Highlight ist ein Klassiker aus „Alois“-Zeiten: das gewitzte Spiel von Popcorncreme und Kaviar. Creme von den Kräutern der Frankfurter Grünen Soße konterkariert die feinen Bitternoten einer Chicorée-Radicchio-Marmelade samt Topping aus Bittersalaten, thailändischer Tom-Yum-Schaum setzt mit subtiler Schärfe eins drauf. Die augenzwinkernde Fine-Dining-Version der Hühnersuppe: In der doppelt geklärten, intensiven Bouillon verblüffen „Nudeln“ aus fein geschnittener Blanc-de-Seiche-Sepia, expressives Chiliöl bringt den Kick. Der Hauptgang rund um die Wachtel kommt in zwei Gängen, zunächst die Brust im Knuspermantel auf Erbsen und Pilzen, gefolgt vom Ragout im gusseisernen Schmortöpfchen, dazu buttriges Kartoffelpüree.

Die Feinschmecker-Bewertung

Komu
I N R Q V

Konzept: Christoph Kunz‘ urbanes Fine-Dining-Lokal im Herzen der Altstadt. Ein Menü (abends 8, mittags 4 Gänge).
Küche: Hochgenuss in drei, vier Komponenten, so heißt hier das Leitmotiv; das Menü ist eine Folge geschmacklich extrem austarierter, von der Aromenkombination gerne auch überraschender, filigran angerichteter Köstlichkeiten. Kunz geht gern neue Wege, das zeigt französischer Ikejime-Wolfsbarsch fast roh belassen, eine Art Crudo, serviert mit Pfifferlingen, Zwiebelcreme und Kaviar. Überraschend auch der Seeteufel, ganz klassisch gebraten, inszeniert mit Palmherzen als Püree und rohem Salat, dazu Fingerlimes fürs Säurespiel. Elegant im Geschmack die Lammnuss mit den Aromen von Zitrone, Gelber Bete und Liebstöckel, und, überraschend, Kalbskopf. Desserts mit wenig Süße.
Wein: Fokus auf Deutschland und Österreich sowie Europas traditionelle Anbaugebiete.
Atmosphäre: Urbanes Ambiente mit großzügiger Raumhöhe, hellem Holz und gekonnt platzierten Farbakzenten. Chef’s Table mit Küchenblick; schöne Bar im Entree.
Fazit: Hier dreht sich in stilvollem Rahmen alles um die Küche.

Hackenstraße 4, 80331 München
+49 (0) 173 1560415
restaurant-komu.de
Mi 18.13-0 Uhr, Do-Sa 12-15 und 18.30-0 Uhr
Menüs € 155 - 295
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