Ischgl: Die 5 besten Restaurants an der Piste

Der Tiroler Wintersportort bietet Genießern mehr als nur Party.

Ischgl

Eine Zeitlang galt Ischgl als die große Party-Location der Alpen, dazu gab es Mega-Konzerte und Auftritte von Berühmtheiten wie Paris Hilton. Doch irgendwann kam die Erkenntnis: Zu viel Lärm, zu viele Menschen, zu viel Alkohol sind schlecht fürs Image und werden von den Gästen der feinen Hotels, die in Ischgl aus dem Boden schossen und schießen, nicht geschätzt. Alfons Parth, Chef des Ischgler Tourismusverbandes, hat sich etwas einfallen lassen. Gästen, die nach dem Sport im Wintergebiet ein dezent luxuriöses Après bevorzugen, wird mittlerweile ein ansehnliches Angebot an guten Adressen und ebensolchen Restaurantküchen geboten.

Stüva

Betont schlicht und als Antithese zu den alpin-überladen eingerichteten Feinschmeckertreffs, die man zwischen Salzburg und Zermatt antrifft, gibt sich Benjamin Parths „Stüva“ im Hotel „Yscla“. Der athletische Koch wird als Ischgler Ausnahmetalent gefeiert – vielleicht nicht zuletzt, weil er sich weigert, dem Mainstream zu folgen, der auch in den österreichischen Alpen derzeit „Regionalität über alles“ vorgibt. 

Benjamin Parths Teller, auf denen öfter nicht mehr als zwei Komponenten zusammenkommen, wirken als in sich geschlossene und logische Teile eines geschmacklichen Kosmos. Man ist zu Gast bei einem Koch, der sich um Narrative und Moden ebenso wenig kümmert wie ums sonnige Wetter in den Bergen, während er in der Küche schuftet.

Paznaunerstube

In der wunderschön gearbeiteten „Paznaunerstube“ steht Martin Sieberer, einer der besten Köche der österreichischen Alpen. Seit Anbeginn des Hotels "Trofana Royal" lässt er eine kompromisslose Hochküche servieren. Er gilt als ein meisterhafter Organisator sowohl glanzvoller Bankette als auch des kulinarischen Alltags im Hotel, wo neben Buffets eine ausgezeichnete Pensionsküche geboten wird und neben der luxuriösen "Paznaunerstube" im Zweitrestaurant "Heimatbühne" eher klassisch österreichisch gekocht wird.

Schlossherrnstube

Das „Schlosshotel“ gehört zur neuesten Generation der Luxushotels des Ortes – feinste Hölzer, italienischer Marmor, edle Stoffe und ein, wie man es an diesem Ort erwartet, kleines Stübchen für die Abwechslung vom Pensionsmenü. Es trägt den Namen „Schlossherrnstube“. Dort bürgt Gustav Jantscher für Qualität: Von Graz bis Schruns hat sich der Küchenchef quer durchs Land seinen guten Ruf erkocht. Das Hotel besitzt übrigens eine der schönsten Zigarrenlounges der Nordalpen.

Stiar

Mancher Hotelier hier ist nebenbei Landwirt und hat sich auf besondere Rassen spezialisiert. So wie die Familie Zangerl vom Hotel „Silvretta“, einem schmuck hergerichteten Sporthotel mit aufwendig gestalteter Fassade. Herr Zangerl züchtet Wagyu und kreuzt sie mit der lokalen Rasse. Die 50:50-Steaks lassen sich in einem kleinen Fleischreifeschrank neben der Bar der neuen Gourmetadresse bewundern, des „Stiar“.

Alles fußt in diesem schick und cool eingerichteten Lokal mit Blick auf Ischgl auf der Erzählung von der hauseigenen Produktion, vom Fleisch selbst gezüchteter Rinder, Wurst und Käse von der zum Betrieb gehörigen Alm und von Fermentation von Pilzen und Beeren. Dazu gesellen sich immer wieder Räucheraromen. 

Das „Stiar“ ist ein junges Lokal auf der Überholspur, wobei man sich etwas weniger Verspieltheit und mehr geschmackliche Balance wünscht.

Fliana Gourmet

Der talentierte Küchenchef Andreas Spitzer ist zugleich auch Käse-Sommelier und interpretiert Tiroler Tradition mit viel Kreativität auf zeitgenössische Art neu. Das passt bestens in das schicke Ambiente in reduziert-modernem Alpen-Chic im Hotel "Fliana", das direkt an der Piste von Ischgl liegt.