Alexander Huber im Portrait | DER FEINSCHMECKER

Alexander Huber im Portrait: Einer von Bayerns Besten

Bodenständig und raffiniert: So lässt sich der Kochstil von Alexander Huber wohl am besten beschreiben. Der junge Gastronom gehört zu den besten Sterneköchen Bayerns. Im traditionsreichen Huberwirt serviert er Haute-Cuisine-Wirtshausküche und setzt sich nebenher für Nachwuchsköch:innen ein.

Steckbrief Alexander Huber

Name: Alexander Huber

Alter: geboren 1979 

Stationen: 1997 bis 1998 Hotel Bareiss in Baiersbronn, 2000 bis 2001 Restaurant Bründlhof in Wartenberg, 2001 Restaurant Döllerer in Österreich, 2002 bis 2005 Restaurant Tantris in München, seit 2005 Chef de Cuisine im Huberwirt in Pleiskirchen, seit 2012 Mitglied und seit 2018 Präsident der Vereinigung Jeunes Restaurateurs d’Europe (JRE). 

Restaurant: Der Huberwirt ist seit 1612 im Familienbesitz der Hubers. Seit 2005 leitet Alexander Huber als Küchenchef in elfter Generation das Wirtshaus. Die Atmosphäre ist mit den gemütlichen Stuben und der teilweise überdachten Terrasse authentisch bayerisch und charmant. Das Essen: von bodenständig regional bis raffiniert modern. Alexander Huber serviert Wirtshausklassiker und edle Spitzenküche aus aller Welt. Das Ambiente: unkompliziert und herzlich. Der Guide MICHELIN lobt das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.

Huberwirt
Hofmark 3
84568 Pleiskirchen
Tel.: 0 86 35 201
www.huber-wirt.de
Mi+Do 18-23 Uhr, Fr-So 12-14 Uhr & 18-23 Uhr geöffnet

Wie kam Alexander Huber zum Kochen?

Wer schon als junger Bub den Eltern in der Wirtshausküche über die Schulter schaut, kann wohl gar nicht anders, als sich ebenfalls dem Kochen zu verschreiben. Bei Alexander Huber war es so. Er stammt aus einer bayerischen Gastwirtsfamilie, die bereits seit 1612 den Huberwirt in Pleiskirchen betreibt. Was viele verblüfft: Obwohl es das elterliche Wirtshaus schon seit 400 Jahren gibt, ist Alexander Huber der erste gelernte Koch des Hauses.

Nach seiner Kochlehre machte der Jungkoch Station in verschiedenen Sternehäusern. Im Hotel Bareiss in Baiersbronn lernte er bei Oliver Ruthardt und Claus-Peter Lumpp die Finessen der Spitzenküche kennen. 2000 ging es für Alexander Huber zu Jean-Luc Garnier ins Restaurant Bründlhof in Wartenberg und ein Jahr später nach Österreich ins Restaurant Döllerer. 2002 stand das Nachwuchstalent im Münchener Tantris bei Hans Haas am Herd, bis es ihn zurück in die Heimat verschlug.

Seit 2005 ist Alexander Huber Küchenchef in elfter Generation im Huberwirt. Er entwickelte die bodenständige Wirtshausküche gekonnt weiter und serviert heute neben Klassikern auch elegante Spitzenküche. Mit Erfolg: Seit 2014 hat der Guide MICHELIN den Huberwirt im Blick und zeichnet das Restaurant jedes Jahr mit einem Stern aus.

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Alexander Huber im FEINSCHMECKER-Podcast

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Der Huberwirt: Sterneküche trifft auf bayerische Wirtshausklassiker

“Eine Küche voller Finesse – einen Stopp wert!”, schreibt der Guide MICHELIN über den Huberwirt im oberbayerischen Landkreis Altötting. Ein gestandener Gasthof, den Alexander Huber als Küchenchef zu einer Topadresse für Feinschmecker aus aller Welt weiterentwickelt hat. Ohne an Bodenständigkeit zu verlieren, das ist dem Sternekoch ganz wichtig. Auf der Karte stehen regionale Klassiker, die geschmacklich perfekt mit den gemütlichen Stuben harmonieren. Besonders gefragt ist das Kalbslüngerl – eines der besten bayernweit – begleitet von einem mustergültigen Topfen-Serviettenknödel.

Daneben serviert Alexander Huber raffinierte Speisen, wie Brust und Keule vom heimischen Perlhuhn mit bayerischer Garnele. Das traditionelle, deftige "Zockerbrot" ist heute ein eleganter Augen- und Gaumenschmaus aus zwei hauchdünnen Brotchips mit gebeiztem Eigelb, Bratenjus und geröstetem Tomatenmark.

Von Grund auf herzlich und herrlich unverkrampft wird man als Gast im Huberwirt von Alexander Huber und seinem Team empfangen. Die Küche: radikal regional und weltoffen zugleich – eine Topadresse eben!

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Alexander Huber setzt sich für Nachwuchsköch:innen ein

Gastronom Alexander Huber steht nicht nur im Huberwirt am Herd, sondern auch vor laufender Kamera: Seit 2015 tritt er als Fernsehkoch regelmäßig im TV auf, unter anderem im Bayerischen Rundfunk in der Sendung “Wir in Bayern” oder bei “The Taste”.

Hobbyköche, die in Alexander Hubers Fußstapfen treten wollen, können den Fernseher anschalten, oder sich in seiner Kochschule in Pleiskirchen das Handwerkszeug direkt persönlich beibringen lassen.

Eines seiner absoluten Herzensprojekte ist neben der heimischen Kochschule die Vereinigung der Jeunes Restaurateurs d’Europe (JRE). Sie setzt sich unter der Führung von Alexander Huber gezielt für die Nachwuchsförderung in der Gastronomie ein. Dafür hat DER FEINSCHMECKER den Koch und Präsidenten der JRE mit dem Gastro Award 2022 als vorbildlicher Arbeitgeber ausgezeichnet.

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Zu Gast bei Sternekoch Alexander Huber

Huberwirt
H I K N R Q V

Konzept: Traditioneller Gasthof mit eigener Metzgerei, bei dem Wirtshausküche und Gourmetanspruch gelungen ineinandergreifen. 400 Jahre Tradition, interpretiert als „bayrische Avantgarde“ in mehreren Menüs (€ 69–125), deren Gänge es alle auch à la carte gibt; günstiges Lunch-Menü (€ 25-30). Küchenstil: Bewundernswert, wie Alexander Hubers Team die große Karte auf so hohem Niveau meistert und dabei nie den roten Faden zu verlieren scheint. Von der wirtshaustypischen Rindssuppe mit Leberknödel und Frittaten (€ 8) über Vegetarisches wie die Topinambur mit Roten Rüben und Brillat-Savarin (€ 19) hin zum dezent extravaganten Hirschrücken mit Vanille und Lorbeer (€ 42), Grießknödel und schwarzen Nüssen – hier werden viele Geschmäcker erreicht, regionale Produkte stehen dabei im Vordergrund. Wein: Über 400 Positionen, stark besetzt insbesondere im deutschen und österreichischen Bereich. Zu gastfreundlichen Preisen gibt es manch gesuchtes Sammlerstück, etwa Jacob Duijns 2009er Pinot noir „Jannin“‘. Atmosphäre: Man sitzt in einem Wirtshaus, aber in einem feinen! Viel Holz und sorgsam eingedeckte Tische zwischen Kachelofen und Bauernsilber. Ein familiär geführter Betrieb. Fazit: Vielfältiger Genuss mit hohem Anspruch im entspannten Rahmen.

Hofmark 3, 84568 Pleiskirchen
+49 (0) 8635 201
www.huber-wirt.de
Mi, Do abends, Fr-So mittags und abends geöffnet
Menüs € 85 - 125
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