Die besten Restaurants in Frankfurt

Ob Fine Dining, naturnahe Regionalküche oder französische Cuisine – die Mainmetropole hat kulinarisch viel zu bieten. Wir verraten Ihnen die besten Restaurants in Frankfurt.

Die Stadt am Main ist nicht nur die Finanzhauptstadt Deutschlands: Neben einem Spaziergang am Mainufer oder dem Besuch des bekannten Römerbergs wartet die Stadt auch mit Spitzengastronomie auf.

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1: Lafleur

Erleben Sie 2-Sterne-Gastronomie in einem der besten Restaurants in Frankfurt. Das internationale Spitzenrestaurant Lafleur zeichnet sich durch seine moderne Gourmetküche und seit 2014 auch durch eine vegane Gourmetlinie aus. Die Gerichte von Sternekoch Andreas Krolik sind stark geprägt durch den Einsatz intensiver Essenzen und dem ausgewogenen Spiel zwischen leichter Süße und angenehmer Säure. 

Lafleur
H N R Q V

Konzept: Großes Fine Dining im Gesellschaftshaus am Palmengarten, zwei fünf bis siebengängige Menüs (€ 205-225), eines davon vegan. Küchenstil: Die Architektur ist von zeitloser Eleganz, die Küche ihre kongeniale Partnerin: Andreas Krolik serviert Gerichte, die sich allen Moden verweigern und der klassischen Haute Cuisine verpflichtet sind, aber nicht in die Falle eines kulinarischen Klassizismus tappen. Intensität statt Spektakel, Finesse statt Alchimie, Opulenz statt Minimalismus – das ist die Dreifaltigkeit von Kroliks Stil, der sich souverän in der globalen Aromenschatzkiste für das vegane Menü voller Curry, Quinoa, Kumquat bedient, ohne die Beliebigkeit kulinarischer Souvenirs auf dem Teller zu versammeln. Alles hat Sinn und Verstand bei diesem weltreisenden Traditionalisten mit starker Heimatliebe, der sich als Kochkunsthandwerker, nicht als Küchenrevolutionär versteht und seine Gäste nicht verstören, sondern glücklich machen will. Deswegen ist sein Grundgedanke immer die harmonische Balance, die er am liebsten durch plausible Gegensätze erreicht und die ihm dank seiner technischen Meisterschaft mühelos gelingt – sei es beim norwegischen Kaisergranat mit Tandoori-Kaffirlimetten-Sauce, beim Hiramasa-Kingfish mit Rhön-Kaviar oder beim glasierten Chicorée mit fermentiertem Yuzu. Wein: Schwerpunkt auf Deutschland und Frankreich, große Jahrgangstiefe, viele Raritäten, mit Alexandra Himmel als exzellenter Sommelière. Atmosphäre: Ein lichtdurchfluteter Raum, angenehm zurückhaltendes Dekor, die ideale Bühne für die große Küchenoper. Fazit: Das beste Restaurant der Stadt mit einem Chef im Zenit seines Könnens.

Palmengartenstr. 11, 60325 Frankfurt am Main
+49 (0) 69 90029100
Mi-Sa 18-0 Uhr
Menüs € 205 - 225

Das Restaurant Lafleur gehört zu einem der besten Restaurants in Frankfurt

2: Gustav

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Der Innenraum vom Restaurant GUSTAV in Frankfurt

Küchenchef Joachim Busch setzt im Restaurant Gustav in Frankfurt auf naturnahe Regionalküche. Ideen für seine Speisen holt er sich draußen in der Natur, etwa in der Rhön, im Rheingau, Odenwald und in der Wetterau. Aber auch die vielen Wälder und Felder innerhalb der Stadtgrenze dienen als Inspiration. So entstehen Gerichte wie glasierte Kaninchenkeule mit geräuchertem Sauerrahm, Eberesche, Petersilie und Spinat oder Holunderblütensorbet mit Verjus Joghurt, roten Beeren und Eisenkrautmeringue.

Gustav
K R Q V

Konzept: Zeitgeistiges Edelbistro – sieben Gerichte sind als großes oder kleines Menü wählbar (vier Gänge € 130 und sechs Gänge € 165, Wochenende sechs Gänge € 175). Küchenstil: Naturnahe Regionalküche mit weltläufigem Flair, gemüse- und getreide-betont, modern und zeitgeistig. Jochim Busch und sein Team richten ihre filigranen Gerichte an der offenen Theke an, ruhig, gelassen, souverän. Wie gut Pfifferlinge und Aprikose sich ergänzen, beweist ein Minitörtchen als Amuse-Gueule, gefolgt von marinierten Kürbisscheiben, Feldsalat und Kürbisvinaigrette zum gedämpften Ei: So macht Kürbis Spaß. Die kurz gebeizte Seeforelle zu Melonenrettich ist mit dezent säuerlicher Quittenvinaigrette benetzt. Eine geradezu herzhafte Kombination ist gesottener Kalbskopf mit eingelegten Gürkchen auf einer halb getrockneten Scheibe von der Ochsenherztomate. Im Hauptgang scheint das butterzarte Lamm mit Kotelett und Geschmortem auf der Zunge zu zergehen. Schlonzig, aber trotz Nussbuttereis, Kaffeemalz, Zwetschge, Mandel und Gewürztagetes ein wenig blass bleibt das Dessert. Atmosphäre: Küche und Ambiente verbinden sich im „Gustav“ in seltener Harmonie. Wie im Schwesterlokal „Weinsinn“ im Bahnhofsviertel lebt das Inhaberpaar Scheiber sein Faible für gutes Design und vorzügliche Gastlichkeit in seinen Lokalen aus. Bequeme Sitzmöbel, außergewöhnliche Farben, moderne Kunst, feine Gläser und – bewusst ungebügelte – Leinenservietten komplettieren den stilvollen Look. Besteck liegt in einer Schachtel auf dem Tisch. Milica Trajkovska Scheiber leitet den Service dezent und sehr kompetent. Der Garten ist ein grünes Idyll, gekrönt von einer XXL-Tolomeo-Leuchte. Wein: Klassische Weine und entdeckenswerte Naturweine. Vorbildlich: € 6,50 Pauschale für gefiltertes Wasser während des Abends. Fazit: Stilvoll-professionelle Gastlichkeit und ein stimmiges Genusserlebnis, das Spaß macht.

Reuterweg 57, 60323 Frankfurt am Main
www.restaurant-gustav.de
Di-Sa 19-23.30 Uhr
Menüs € 130 - 175

3: Erno´s Bistro

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Das Erno´s Bistro von innen

Französische Cuisine mitten in Frankfurt: Das Erno's Bistro ist bereits seit 48 Jahren eine feste Institution für Freund:innen gehobener Gastronomie und französischer Lebensart. In charmanter Bistro-Ambiente können Sie die Kreationen von Küchenchef Valéry Mathis genießen, etwa Hummer mit Lauchfondue, Beurre Blanc und Osietra Kaviar oder Risotto mit Jakobsmuscheln mit Alba-Trüffeln. 

Erno’s Bistro
I K N R Q

Konzept: Was Patron Eric Huber und sein kongenialer Küchenchef Valéry Mathis seit über einem Vierteljahrhundert in dem elegant-gemütlichen Bistro gemeinsam aufstellen ist zum Inbegriff französischer Lebenslust im Frankfurter Westend geworden. Mittagsmenü (drei oder vier Gänge € 55 und € 75), Abendmenü (drei oder vier Gänge € 125 und € 159) und à la carte. Küchenstil: Französische Hochküche mit mediterranen Anklängen kommt hier in fast beängstigender Präzision aus der Küche, Edelprodukte sind die Regel. Die Corona-Zwangspause hat das Team regelrecht beflügelt. Wer über ein perfektes Risotto mit Jakobsmuscheln derart generös weiße Alba-Trüffeln hobelt, hebt seine Gäste in den Himmel. Ganz irdisch, das geschmorte Kalbsbäckchen in dünne Scheiben geschnitten, wunderbar der Steinbutt mit Pulpo, Calamaretti und Muscheln, Risotto und Chorizo (€ 55), ebenso der Hummer mit Lauchfondue, Beurre Blanc und Osietra Kaviar (€ 59) und der Rehrücken mit gebratener Entenleber, Schwarzwurzeln, Rosenkohl, Mohnspätzle und Molesauce (€ 65). Wein: Vorzügliche Weinkarte mit dem Besten aus Frankreichs Kellern, viele Trouvaillen und hierzulande unbekannte „große“ Namen, die Patron Eric Huber persönlich entdeckt und im eigenen Weinhandel verkauft. Atmosphäre: Auf die beiden holzvertäfelten Räume passt der Begriff Edelkneipe perfekt, von Steifheit keine Spur, trotz schwerem Tafelsilber, steifen Servietten, Riedel-Gläsern und einem Heer freundlicher Servicekräfte unter der Regie von Eric Huber, der seine Augen überall hat. Hier herrscht immer Betrieb, zum Mittagsmenü genießen Geschäftsleute aus Büros und Kanzleien des Westends das Menü, abends schätzen viele Paare die Intimität. Schöne Terrasse. Fazit: Stimmiges Genusserlebnis mit Anspruch und stilvoll-professioneller Gastlichkeit, das einfach Freude macht.

Liebigstr. 15, 60323 Frankfurt am Main
+49 (0) 69 721997
www.ernosbistro.de
Mo-Fr 12-13.30 und 19-21 Uhr
Menüs € 55 - 159

4: Villa Merton

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Sternekoch André Großfeld

Ob Dinner oder Lunch: In der Villa Merton in Frankfurt haben Sie die Wahl zwischen einem Gourmet-Menü oder einem vegetarischen. Während André Großfeld sich um Ihr kulinarisches Wohl kümmert, begeistert Restaurantleiter und Sommelier Markus Klug mit seinen passenden Weinempfehlungen.

Villa Merton
K M R Q F V

Konzept: Die elegante Villa ist Sitz des Union International Club (nur für Mitglieder) und ein Juwel mit Privatpark, Terrasse, Festräumen, Bistro und dem eleganten Gourmetrestaurant, wo auch Nicht-Mitglieder willkommen sind. Zwei Menüs: ein Gourmet Menü sowie ein vegetarisches Menü in jeweils drei bis acht Gängen (€ 105-180). Businessmenü am Mittag (ab € 42) im Bistro. Küchenstil: André Großfeld führt als Gastgeber Regie über die gesamte Clubgastronomie, mit seinem weitgereisten Küchenchef Philippe Giar steht ein Traditionalist im besten Sinne am Herd. Er beweist seine Vielseitigkeit in den saisonal inspirierten zwei Menüs: Zur gebratene Tranche vom Steinbutt gibt er Krustentierfond, Safran und mediterranes Gemüse, glasiertes Kalbsbries begleiten geschmorte Zwiebel, Pastinake und Edelpilze. Rücken vom Wetterauer Reh wird mit Rosenkohl, Preiselbeeren, Vulcano Speck und Baumkuchen serviert. Vegetarier erfreuen sich an einem weißen Zwiebel-Kaffee-Süppchen mit Buchweizen, Bio-Eigelb und Steinpilztapenade oder Kürbislasagne mit Taleggio-Espuma und kandiertem Ingwer. Wein: Sehr gute Weinempfehlungen durch den weinkundigen Restaurantleiter und Sommelier Markus Klug. Atmosphäre: Die schlichte Eleganz der hohen Räume mit offenem Kamin und Blick in den Park sowie der lautlose Service unterstreichen das besondere Flair dieser Villa fern vom Alltag im Diplomatenviertel Frankfurts. Schöne Gartenterrasse. Chef’s Table direkt in der Küche. Fazit: Außergewöhnliches Erlebnis mit rundum Wohlfühlpaket.

Am Leonhardsbrunn 12, 60487 Frankfurt am Main
+49 (0) 69 703033
Mo-Sa 18-22.30 Uhr
Menüs € 105 - 180

Die FEINSCHMECKER-Bewertungskriterien

Alle Adressen sind von erfahrenen FEINSCHMECKER-Redakteur:innen und Autor:innen getestet. So setzen sich die Punkte zusammen: 

5-FEINSCHMECKER-Punkte: In jeder Hinsicht perfekt 

4-FEINSCHMECKER-Punkte: Küche und Service herausragend. Ambiente und Komfort außergewöhnlich

3-FEINSCHMECKER-Punkte: Exzellente Küche, sehr guter Service, Komfort und Ambiente bemerkenswert

2-FEINSCHMECKER-Punkte: Sehr gut Küche, guter Service, angenehmes Ambiente, komfortabel

1-FEINSCHMECKER-Punkt: Gute Küche, ansprechendes Ambiente

0,5-FEINSCHMECKER-Punkte: Solide Küche, sympathisches Lokal 

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