Gute Gasthäuser: Zur Krone in Churfranken


Wir sind am unteren Main unterwegs, in einer Region, die sich den wohlklingenden Namen Churfranken verliehen hat und mit Spätburgundern von Weltruf eine Sonderstellung im fränkischen Weinbau einnimmt. In den Dörfern sind die Tore wehrhaft und die Winzeranwesen stattlich. Prächtige uralte Rathäuser wie jenes im 5000-Einwohner-Ort Großheubach mit seinem ochsenblutroten Fachwerk lassen Reisende auf die Bremse treten. Besser noch, sie halten gleich ganz an! Denn nur wenige Meter weiter steht das Gasthaus „Zur Krone“, und hier lohnt jede Einkehr.

Vertäfelungen und Bleiglasfenster zeugen von fester Verankerung in der fränkischen Tradition. Im lauschigen Gartenhof auf der Rückseite hingegen verbreiten Glyzinien und Weinlaub eine fast mediterrane Atmosphäre. Und dieses Nebeneinander spiegelt, was hier auf den Tisch kommt.
„Ich koche fränkisch mit französischen und italienischen Einflüssen“, sagt Inhaber und Küchenchef Ralf Restel. Der 59-Jährige hat beim legendären Lothar Eiermann und in den „Schweizer Stuben“ gearbeitet. Dass er irgendwann den elterlichen Betrieb übernehmen würde, stand immer fest. Dass er am Herd am richtigen Platz ist, ebenfalls. „Am liebsten bin ich Koch!“
"Die meisten churfränkischen Winzer kenne ich persönlich und verfolge ihre Entwicklung."

Souverän baut Restel Spitzenprodukte in seine ansonsten dem heimischen Terroir verpflichtete Küche ein: Beim Degustationsmenü folgt auf eine Terrine vom Reh mit Geflügelleber ein fränkisch-atlantisch-asiatisches Zusammenspiel von Hummermaultasche und Frühlingsrolle mit Hummersauce. Zum Hauptgang gibt es zartrosa Tranchen vom Rinderrücken auf einem Pfifferlingsrisotto mit waldiger, pfeffriger Note. Ein perfektes Duo aus Crème brûlée und Cassissorbet rundet das Menü ab.
Restel kann auch eine Spur deftiger. Im Winter stehen ab und zu Blutwurstmaultaschen auf der Karte, verfeinert mit Kalbsbrät. Das Gericht genießt weit über Großheubach hinaus Kultstatus. Ralf Restels Ehefrau Niki stammt vom Bodensee, ist Hotelfachfrau und Sommelière. „Die meisten churfränkischen Winzer kenne ich persönlich und verfolge ihre Entwicklung“, erzählt sie. Einer ihrer Lieblingswinzer ist Uli Kremer, dritte Generation im Familienweingut Kremer, zu dem es nur ein paar Hundert Meter den Großheubacher Bischofsberg hinauf sind.
Um den Fortbestand der „Krone“ samt Weinkompetenz muss sich das Ehepaar Restel nicht sorgen: Der eine Sohn hat Hotelfachmann gelernt, der andere Winzer. Künftige Gäste wird’s freuen!
Die „Krone“ im unterfränkischen Großheubach ist mehr als ein authentisches Wirtshaus. Wer hier einkehrt, darf sich durchaus auch auf Hummer freuen. Souverän baut Inhaber und Küchenchef Ralf Restel Spitzenprodukte in seine ansonsten dem heimischen Terroir verpflichtete Küche ein: Beim Degustationsmenü folgt auf eine Terrine vom Reh mit Geflügelleber ein fränkisch-atlantisch-asiatisches Zusammenspiel von Hummermaultasche und Frühlingsrolle mit Hummersauce. Zum Hauptgang gibt es zartrosa Tranchen vom Rinderrücken auf einem Pfifferlingsrisotto mit waldiger, pfeffriger Note. Restel kann auch eine Spur deftiger: Im Winter stehen ab und zu Blutwurstmaultaschen auf der Karte, verfeinert mit Kalbsbrät. Das Gericht genießt weit über Großheubach hinaus Kultstatus. Ralf Restels Ehefrau Niki stammt vom Bodensee, ist Hotelfachfrau und Sommelière. Sie kennt die meisten churfränkischen Winzer persönlich. Vertäfelungen und Bleiglasfenster zeugen von fester Verankerung in der fränkischen Tradition. Im lauschigen Gartenhof auf der Rückseite hingegen verbreiten Glyzinien und Weinlaub eine fast mediterrane Atmosphäre.