Gute Gasthäuser: Forellenhof Buhlbach in Baiersbronn


Es ist ein Anblick wie aus dem Bilderbuch: das klassische Schwarzwaldhaus, mitten im Grünen gelegen. Die Fassade ist verkleidet mit den für die Region so typischen Holzschindeln, bunte Blumen schmücken die Balkone. Im idyllischen Buhlbachtal, am Ortsrand von Baiersbronn, übernahm die Familie Bareiss (vom gleichnamigen Ferienhotel) 2016 die traditionsreiche Forellenzucht mit angeschlossenem Gasthaus, um überliefertes Handwerk und die beliebte Ausflugsadresse zu erhalten.
Zunächst wurde das Haus aufwendig renoviert: Ganz im regionalen Stil gehalten, laden heute zwei großzügige Gaststuben ein – die rustikalere „Buhlbachstube“ mit Kachelofen, die gediegenere „Forellenstube“ im Landhausstil. Im Sommer schaut man von der großen Terrasse auf die Nadelwälder.

Die traditionelle Fischzucht wurde im Lauf der letzten Jahre zu einer State-of-the-art-Aquakulturanlage aufgebaut. „Die Lebensbedingungen der Fische sollen denen in der Natur so nahe wie möglich kommen“, sagt Hannes Bareiss, für den die 1908 gegründete Zucht zum Herzensprojekt wurde. Gespeist wird die Anlage mit dem Quellwasser des nahe gelegenen Leinbächle; in den Teichen und Becken tummeln sich Saiblinge, Regenbogen-, Lachs- und Goldforellen. Sie dürfen langsam wachsen, ohne Antibiotika, Chemie oder andere Aufzuchthilfen.
"Die Lebensbedingungen der Fische sollen denen in der Natur so nahe wie möglich kommen."

„Vom Ei über das Heranwachsen der Jungfische bis zur Veredelung machen wir alles hier im Haus“, sagt Bareiss. „Transparenz und Nachhaltigkeit sind oberstes Gebot.“ Einer der Naturteiche dient Forschungszwecken: Unter wissenschaftlicher Beobachtung wird daran gearbeitet, den früher im Schwarzwald heimischen, aber weitgehend ausgerotteten Edelkrebs anzusiedeln.
Fangfrischer Fisch in Bioqualität prägt auch die Speisekarte: Forelle gibt es klassisch „blau“, als „Müllerin“ gebraten mit Mandelbutter oder in Weißbrot paniert und gebacken mit Kartoffel-Gurken-Salat – immer begeistert die Frische und Qualität des Produkts.
Direkt hinter dem Gasthof werden die Fische über drei Jahre abgelagertem Buchenholz geräuchert und kommen als fein geschnittenes Tatar mit marinierter Gurke und Kräuterschmand, zum knusprigen Flammkuchen oder mit Rote-Bete-Apfel-Salat und Walnussmayonnaise auf den Tisch. Schwäbische Vesper-Klassiker wie Maultaschen mit Kartoffel-Gurken-Salat oder Kräuterbratwurst vom Grill komplettieren das Angebot – und eine stimmige Auswahl von Weinen aus Baden, Württemberg und dem Elsass.
Im idyllischen Buhlbachtal bei Baiersbronn verbindet die Forellenstube der Familie Bareiss Schwarzwälder Gasthauskultur mit eigener Fischzucht. Saiblinge und Forellen aus der hauseigenen Aquakultur kommen fangfrisch auf den Teller – etwa klassisch „blau“, als „Müllerin“ oder geräuchert. Schwäbische Spezialitäten und regionale Weine ergänzen das Angebot.