Weinbars in Düsseldorf – Die besten Adressen für Weinliebhaber

Weinbars in Düsseldorf

Düsseldorfs anspruchsvolle Weinszene wird geprägt von streng kuratierten Burgunder-Raritäten, kreativen Food-Sharing-Konzepten und lässigen Markt-Weinbars – hier die besten Tipps.
Text Philipp Elsbrock
Datum06.02.2026

Le Pré

Was Inhaber Nico Chen in seiner Weinbar „Le Pré“ (dt. die Weide) kuratiert, hat es in dieser Form in Düsseldorf noch nicht gegeben. In einem schlichten Schnellhefter versammelt der aus China stammende Burgunder-Enthusiast gut 250 Weine, fast ausschließlich Preziosen aus dem Burgund und der Champagne. Gerade mal drei deutsche Winzer (Huber, Keller, Haart) qualifizieren sich für die elitäre Karte, die für Schaumweine auch das Degorgierdatum vermerkt. Die Zielgruppe ist also spitz: Alle, die sich auf einen Grauburgunder mit Freunden treffen möchten, werden hier nicht glücklich, Weinfreaks mit Hang zum Geldausgeben dagegen schon. Sie bekommen auch die minimalistische, aber passende kulinarische Begleitung: Sauerteig-Baguette mit französischer Salzbutter etwa, Rillette oder Schweinebauch auf Hongkong-Art. Über Events und besondere Schätze zum Verkosten informiert der Insta­gram-Account – dort wie auch vor Ort nehmen Flaschen den meisten Raum ein. @leprewinebardusseldorf

 

Pommes & Wein 

Gourmets der alten Schule mögen die Nase rümpfen, doch die Idee, eine hochwer­tige Weinkarte mit Pommes frites zu ergänzen, machte „Pommes und Wein“ zu einem der erfolgreichsten Gastronomiekonzepte der vergangenen Jahre. Zeremonienmeister Antonio „Toni“ Askitis spricht mit seiner nahbaren Art ins­besondere ein junges Publikum an. Der markante Pavillon ist fast immer voll, häufig legt ein DJ Musik auf. Wer drinnen keinen Platz findet, nimmt auf der überdachten Terrasse Platz. Angesichts der Karte mit rund 700 Positionen fehlt es nie an Abwechslung, sie reicht von bestem deutschen Riesling zu einer Burgunder-Auswahl, die viele Spitzenrestaurants in den Schatten stellt. Ob man dazu Pommes isst? Entscheidet jeder selbst, an der Qualität jedenfalls gibt es nichts auszusetzen, die selbst gemachten Saucen künden von gewissem Anspruch. 
www.pommesundwein.de
 

OY

Wer hier nur für den Wein kommt, setzt sich einfach an die Theke – mit ein wenig Hunger hat man allerdings mehr vom Besuch. Üblicherweise stehen vier Hauptgerichte auf der Karte, darunter etwa ein Entrecote vom Holzkohlegrill, Langeweile kommt trotzdem nicht auf. Die eigentlichen Stars sind nämlich das gute Dutzend kleinerer Teller, die vor Kreativität sprühen und mit „Vorspeise“ nur unzureichend beschrieben wären. Joscha Rozsa und sein Team am Herd verschränken gekonnt die Küchen der Welt, kombinieren mal das Mittelmeer mit Österreich, mal Levante und Fernost. Stark etwa der gegrillte Oktopus mit Paprika-Hummus oder der zarte Hokkaido-Kürbis, der von Aprikose und Burrata begleitet wird, oder LachsSashimi mit Kimchi-Ponzu und Radieschen (Foto u.). Rozsas Geschäftspartner Robin Yeoman leitet den lässigen Service und hat gute Weinempfehlungen parat. Rund 100 Positionen stehen auf der Karte, die auf eine Mischung aus bekannten Namen und Newcomern setzt. Reservierung empfohlen.
@oy_dus

 

Concept Riesling 

Der Düsseldorfer Carlsplatz zählt zu den festen Adressen für Feinschmecker: Erstklassiges Obst und Gemüse, Feinkost und Patisserie sind nur ein paar der Gründe, weshalb die rund 80 Stände immer gut besucht sind. Deshalb war es nur folgerichtig, dass Gründer Philipp Kutsch auf dem Wochenmarkt 2017 eine Weinbar eröffnete, die Anspruch mit Lässigkeit kombiniert. Hier trifft man sich nach Feierabend auf ein Glas Champagner oder Wein, meist im Stehen, im Winter beheizt. Wer unter den 20 offenen Weinen nichts findet, lässt sich von Nico von der Ohe bestens beraten: Nach eigener Auskunft stehen rund 1500 Positionen zur Wahl – die allesamt auch zu kaufen sind, denn Concept Riesling ist nicht nur Weinbar, sondern auch Vinothek und Eventveranstalter. Alle 14 Tage findet am Stand „Betreutes Trinken“ statt, an dem acht Weine verkostet werden.
www.conceptriesling.com

 

Weinbar by Bulle  

Eine frühere Glasschleiferei, versteckt in einem Hinterhof, verleiht der Weinbar rauen Charme. Hohe Decken, eine lange Theke und Indus­trie­elemente aus Glas und Stahl prägen das Ambiente. Die Weinbar ist Teil des Bulle-Imperiums, das der gelernte Bäcker Michael Gauert aufgebaut hat. Dazu gehören neben der angesagten Bäckerei mit drei Filialen auch zwei Burgerläden, eine Rösterei und ein Bistro. Immer wenn das Bistro schließt, übernimmt die Weinbar. Deren Auswahl ist eher klein und verzeichnet insbesondere Weine, die naturbelassen produziert werden. Wer offen für unbekanntere Namen ist, macht in den rund 15 wechselnden Positionen womöglich die ein oder andere Entdeckung. Für den kleinen Appetit wählt man aus Sandwiches, nordischen Tapas und natürlich dem Bulle-Brot. 
www.bulle-baeckerei.de/bulle-bistro

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