Promotion Mallorca erleben: 6 Tipps für Genießer

Besonders in der Nebensaison bietet sich die Balearen-Insel für einen Besuch an.

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Angenehme Temperaturen im und außerhalb des Wassers, leere Strände und Straßen und endlich wieder mehr Platz auf Märkten, Weingütern und in Restaurants. Wenn die Touristen der Hauptsaison die Insel verlassen, mischen sich echte Genießer unter die Bewohner.

Fine Dining auf Mallorca: Lokale Produkte auf höchstem Niveau

Seit rund 20 Jahren führt Macarena de Castro das gastronomische Familienerbe in ihrem "Maca de Castro" in Port d’Alcúdia fort. Die gebürtige Mallorquinerin verarbeitet frei nach Intuition und mit reichlich Empathie rein lokale Produkte zu einem Menü, das wie kein zweites Vielfalt und Reichtum der Insel kulinarisch verkörpert. Ihren Stil bezeichnet sie als "freie mallorquinische Küche".

Sehr zu empfehlen ist zum Beispiel der heimische, fangfrische Rochen, den sie in Salz bäckt, bevor er mit der mediterranen Version einer technisch einwandfreien Hollandaise à la Escoffier, mit Meerfenchel gewürzt, serviert wird. Saftig, zart und fest zugleich, ohne eine Spur von Ammoniak schmeckt er, mit einer wunderbaren Balance aus Süße, Säure, Salzigkeit und Umami. Nicht umsonst ist Macarena de Castro die FEINSCHMECKER Köchin des Monats Oktober.

Foto: Nando Esteva

Zur Weinprobe in die Reben: Inklusive Übernachtung im Agroturismo

Ob Macia Batle, Toni Gelabert oder Jose Luis Ferrer: Mallorcas Weine gehören längst zu den international anerkannten. Besonders die Gegenden um Binissalem, Inca und Santa Maria bieteen sich für Führungen über die Felder mit anschließenden Weinproben an.

Im Agroturismo Possessió Binicomprat bei Algaida lässt es sich nach einem ausgiebigen Tasting praktischerweise auch gleich in eins der komfortablen Betten fallen: Die Winzergeschwister Joana und Gabriel Oliver Moraguez haben ihr aus dem Jahre 1511 stammendes Landhaus mit viel Liebe zu Geschichte und Detail restauriert und für Übernachtungsgäste geöffnet. Für das Rundum-Reben-Erlebnis.

Foto: Oscar Nord

Für Insel-Insider: Antike Backkunst im "Forn des Teatre"

Ein Psychotherapeut und eine Grundschullehrerin haben das Back-Muss Mallorcas erschaffen. Im "Forn des Teatre" bieten die "Fornet de la Soca"-Macher zu 100 Prozent mallorquinisches Gebäck und Brot nach antiken Rezepten aus Notizen, Zeitungen und vergriffenen Büchern, die sie in Klöstern und Herrenhäusern der Insel gefunden haben. Ohne Chemie, per Hand arbeiten sie, sehr liebevoll ist ihr Geschäft eingerichtet. An den Wänden hängen alte Backformen, im Schaufenster stehen urige Keksschachteln, aus den Boxen erklingt klassische Musik und hinter der Theke verläuft die alte Backstube.

Es gibt Ensaimadas, das typisch mallorquinische Zopf-Gebäck mit Schweineschmalz, mit Paprika, Sardelle und Zwiebeln belegte "Coques", ein herzhafter Roggen-Mürbeteigkuchen, Cocarrois-Teigtaschen, Tortadas, Grieß- und Mandelkuchen sowie ganz wunderbare Kokostörtchen.

Foto: Alejandra Cifre González

Genuss aus der Markthalle: Täglich frisch und köstlich

Im "Mercat de Santa Catalina", der ältesten Markthalle Palmas, finden sich montags bis sonnabends feldfrisch Obst und Gemüse, qualitativ hochwertiger Fisch und Fleisch, Tapas-Bars und Sushi-Stand, Schinken und Käse, Hauspflanzen und Blumen sowie Trockenobst, Nüsse und Backwaren.

Besonders gut einkaufen lassen sich bei "a granel" mallorquinische Mandeln, bei "Aixó és Bo" iberischer Schinken, im "Can de Paris" feine französische Tartes, Macarons, Canelé und Croissants sowie bei "Maria de Porreres" die berühmten Ramallet-Tomaten, frisch oder getrocknet.

Foto: Markus Bassler

Für den besten Start in den Tag: Frühstück in Santa Catalina

Im Ausgehviertel Palmas befindet sich die höchste Dichte an empfehlenswerten Frühstücksspots. Wie das "El Perrito", ein von drei sympathischen Argentiniern vor drei Jahren übernommenes Cafe und Bistro gleich gegenüber der Markthalle. Es gibt ausgezeichnete Eierspeisen wie Eier Benedict mit hausgeschlagener Hollandaise, Frühstücksbowls und balearische Spezialitäten wie das "Pa amb oli": getoastet braunes Brot mit Ramallet-Tomaten und Olivenöl bestrichen sowie von Serrano-Schinken und menorquinischem Käse Mahon belegt. Sie sind mittlerweile so populär, dass sie bald zwei weitere Filialen eröffnen werden.

Aber: Auch das "Santina" eine Ecke weiter enttäuscht nie.

Foto: Mathias Neubauer

Mallorca zum Mitnehmen: Delikatessen für Zuhause

Lokale Produkte aus dem Urlaubsort verlängern das Genießer-Gefühl zu Hause. Wie die mallorquinische Ensaimada, ein Schweineschmalzgebäck in Zopf-Form, welches in klassisch purer, schlicht mit Puderzucker bestreuter Version bis hin zur Mandelvariante mit Marzipan, Vanillefüllung und Mandelsplittern zu bekommen ist und in typisch runden Pappkartons verpackt wird.

Auch schokolierte mallorquinische Mandeln, Fleisch vom schwarzen Schwein und die Sobrasada, eine Streichwurst aus Schweinefleisch und Paprikagewürz, sind für Mitnahme und Genussverlängerung sehr zu empfehlen – und entweder auf einem der zahlreichen Wochenmärkte oder in den Delikatess-Geschäften Palmas zu bekommen.

Foto: Marcos Paulo Prado