London: Die 10 besten Weinläden & Weinbars

In der britischen Hauptstadt findet man Weinläden und Weinbars aller Klassen.

London_Weinlaeden und Weinbars

von Caro Maurer, Master of Wine

Berry Brothers & Rudd

Der älteste Weinladen Londons: Seit 1698 gibt es den Weinladen mit der schwarzen Fassade, den die Londoner einfach "Berry Brothers" nennen. Hier lebt die Vergangenheit. Zu kaufen gibt es zwar nichts mehr, aber reinschauen darf von Montag bis Freitag trotzdem noch jeder.

Die Gegenwart von „Berry Brothers & Rudd“ spielt sich im selben Eckhaus ab, nur betritt man sie jetzt durch den Eingang an der Pall Mall. Die 4.000 verschiedenen Weine lagern hier in modernem Ambiente unter einer Decke aus aufpolierten Fassdauben – vor allem Klassiker, von Champagnern bis zur Spitzenklasse aus Burgund und Bordeaux, von Madeira über Port bis Whisky.

Hedonism Wines

Ein Weinladen der Superlative: Das „Hedonism“ hat die besten Weine, die größten Flaschen, die höchsten Preise und Personal, das Englisch mit französischem Akzent spricht. Es ist eher ein Schlaraffenland für Oligarchen und andere Milliardäre.

Philglas & Swiggot

Vor vier Jahren hat eine Gruppe von Weinliebhabern rund um den Australier Justin Knock die beiden Weinläden "Philglas & Swiggot" übernommen. Eines liegt nördlich der Themse im quirligen Marylebone, eines südlich des Flusses an der Northcote Road, einer bildhübschen Geschäftsstraße im beschaulichen Teil von Battersea.

Hier finden Freunde der neuen Welt ihre Weine. In den Regalen steht, was man in Deutschland kaum findet: Australische Wein-Lieblinge von Timo Mayer und Mac Forbes auf der einen Seite, die vielleicht weniger vertrauten Angebote aus Südafrika auf der anderen.

Borough Wines

Im Borough Market kauft man Wurst, Käse und Brot direkt unter den Gleisen der London Bridge Station. Der Weinladen „Borough Wines“ bietet dort mitten im Getümmel die passenden Weine zum spontanen Picknick.

Noble Rot

Londons derzeit angesagteste Weinbar liegt in Bloomsbury, in einem urgemütlichen alten Townhouse in der Lamb’s Conduit Street. Hier gibt es eine üppige Weinkarte, die sich fortlaufend ändert, und ein hauseigenes, gleichnamiges Magazin, das die Partner Dan Keeling und Mark Andrew herausgeben. Das Essen ist ebenfalls ein Vergnügen.

Lady of the Grapes

Derzeit ebenfalls angesagt ist diese sympathische Weinbar im Shabby Chic und mit kreativem Konzept: 70 Prozent der Weine auf der Karte werden von Frauen gemacht.

Sager + Wilde

Wer was Neues in Sachen Wein sucht, geht ins "Sager + Wilde" – eine Ecklokal an der Hackney Road mit schummriger Atmosphäre. Hier gibt es keine Weinkarte im eigentlichen Sinn. Inhaber Michael Sager reist, entdeckt und kauft – von jedem Wein nur zwei bis vier Flaschen. Sind die leer, wird sein nächstes Fundstück kurzzeitig Bestandteil der rund 600 Positionen im Keller. So liest sich das Ganze wie eine weltweite Verkostungsliste seiner Weintrips. Wer hier einmal anfängt, kann kaum ein Ende finden.

Humble Grapes

Auch „Humble Grapes“ ist so erfolgreich, dass es inzwischen gleich vier Weinbars davon gibt. Am flottesten findet Weinexpertin Caro Maurer den skandinavischen Look des Ablegers in der St. Bride’s Passage um die Ecke von Fleet Street. Neben Weinen wird hier englische Bistroküche geboten.

10 Cases

Rechts Weinbistro, links Weinbar. Im "10 Cases" wird aus täglich wechselnden Flaschen offen ausgeschenkt, dazu gibt es einfache, aber leckere Tapas.

67 Pall Mall

Der Weinclub "67 Pall Mall" bietet Mitgliedern Zutritt zu einem wunderschönen Altbau am St. James’s Park. In exklusiver Atmosphäre werden mehr als 4.000 Weine mit dem Coravin-System offen ausgeschenkt: Einfach beschrieben, wird dabei über eine Nadel durch den Korken eine kleine Menge Wein aus einer verschlossenen Flasche gesaugt (was die Oxidation des Weins verhindert).