Dos & Dont's an der italienischen Riviera

Wir verraten, was Sie an der Riviera tun und lassen sollten – für einen erholsamen Urlaub.

Vogelperspektive mit Sicht auf den Golf von Spezia und den Dom in Portovenere

So tappen Sie nicht in Italiens Fettnäpfchen:

  • Vermeiden Sie möglichst die Tage rund um den 15. August: Am „Ferragosto“ ist ganz Italien am Meer, Straßen und Strände sind verstopft, Hotels und Restaurants überfüllt, die Köche gestresst und die Kellner überfordert.
  • Parken erfordert hier immer eine kluge Strategie, und Touristen sind eher selten klüger als Einheimische. Erkundigen Sie sich also beim Hotel, oder folgen Sie den Schildern zu den Parkplätzen, statt blind optimistisch immer weiter in den Ortskern vorzudringen.
  • Eine der wichtisten Regeln für die Riviera wie für ganz Italien: Latte Macchiato ist geächtet, Cappuccino allenfalls geduldet – und auch das nur am Vormittag! Sonst: Caffè, also Espresso.
  • Stippen erlaubt: Ligurier essen ihr köstliches Foccaccia gern zum Frühstück und tunken es in Kaffee – oder, wie es die Fischer machen, in ein kleines Glas Weißwein.
  • Der ewige deutsche Wunsch nach einem Salat zum Essen wird zwar erfüllt, aber doch mit Verwunderung aufgenommen. In jedem Fall gilt Salat imme rnur als Vorspeise oder Beilage, nie als eigenständiges Gericht.
  • Jeder Ligurier gibt sich viel Mühe mit der geschmacklichen Balance des Pestos: Der Käse (meist sardischer Pecorino) ist schon drin! Wer zusätzlich nach Parmesan zum Drüberstreuen fragt, ruiniert die Balance. Und die Beziehung zum Gastgeber. Kinder dürfen natürlich nachkäsen – aber nur die.
  • Einem Koch zu sagen, sein Pesto sei misslungen, wiegt genauso schwer, wie ihm zu sagen, seine Tochter sei misslungen.
  • Das passende Getränk zum süßen Finale? Als Dessertwein dürfen Sie alles wählen, Hauptsache, es ist ein Sciacchetrà (sprich: Scha-ke-trà) von hier. Auf den ist man sehr stolz, und das will auch gewürdigt werden.
  • Das Schlimmste, was Gäste an einem Tisch dem Service antun können, ist, die Rechnung getrennt zu bezahlen. Zahlen Sie tischweise, und verhandeln Sie hinterher unter sich über die Differenzbeträge, ohne die bedauernswerte Bedienung aufzuhalten. Oder zahlen Sie wenigstens „alla romana“: die Gesamtsumme, dividiert durch alle Beteiligten.
  • Trinkgeld wird nicht zur Rechnung addiert, sondern auf dem Tisch liegen gelassen, ob ein paar kleine Münzen Wechselgeld beim Frühstück oder ein diskreter Schein zum Abendessen im Restaurant. Dort sollten es nicht weniger als fünf und nicht mehr als zehn Prozent sein.