Lieblingsadressen in Stuttgart








Maultäschle, hausgemachte Spätzle, Ochsenbacke mit Brezelknödel – klingt gut, oder? Acht Lieblingsadressen für entspannte Stunden bei schwäbischen Basics in Stuttgart und Umgebung.
Goldener Adler
Konzept: Zeitloses, unkompliziertes Restaurant mit À-la-carte-Angebot
Küche: Überaus beliebt, immer geöffnet und tatsächlich perfekt für jeden Tag mit „gut-bürgerlichem Soulfood“ wie gebackenem Ochsenschwanz mit Waldorfsalat (€ 17,50) als Vorspeise oder Kalbsnieren in Dijonsenfsauce (€ 21) als Hauptgang.
Getränke: Auf der überschaubaren, aber klug ausgewählten Weinkarte spürt man den Einfluss des benachbarten Weinhändlers und ehemaligen Spitzensommeliers Bernd Kreis.
Atmosphäre: Unprätentiöses, sehr angenehmes Restaurant. Wenn es voll ist, wird auch am Tresen serviert, im Sommer im Gastgarten.
Gasthaus Zur Linde
Konzept: Schwäbisches Restaurant mit À-la-carte-Angebot, sowie 3/4-Gang-Menü (€ 60/70).
Küche: Schwäbische Küche „nach Großmutters Rezept“, zeitgemäß mit hochwertigen Zutaten aus der Region zubereitet. Das rosa Kalbsherz gibt es mit Frühlingsgemüse und Bratkartoffeln (€ 27,90), die Kalbskutteln in Trollingersauce gesellen sich zu geschmortem Ochsenschwanz (€ 19,90), die Maultaschen mit Zwiebelschmelze und Kartoffelsalat sind ein beliebter Klassiker (€ 16,90).
Getränke: Überschaubare, ordentliche Weinauswahl, vor allem mit guten Namen aus der Region.
Atmosphäre: Im mit Feingefühl renovierten 300 Jahre alten Gasthaus speist man in ungezwungener, gepflegter Atmosphäre. So zeitgemäß kann schwäbische Tradition sein.
TA OS Weinbar by Lausterer
Konzept: Weinbar mit Bistrogerichten
Küche: Solide Bistroküche und tolle Weine. Saumagen-Carpaccio (€ 16,50) oder Kalbskuttelsuppe (€ 8,50) schmecken ebenso gut zum Wein wie der Hausklassiker Fleischküchle mit Rotweinsauce und Kartoffelsalat (€ 16,80). Wer es feiner mag, wählt Seeteufel mit Spargelrisotto und Morchelrahm (€ 36,50).
Getränke: Umfangreiche, internationale Weinkarte, fachkundig zusammengestellt und mit Schwerpunkten unter anderem in Deutschland und Österreich.
Atmosphäre: Schicke Gastro-Weinbar. Zentrales Element ist ein sich über die gesamte Länge des Gastraums streckender Gemeinschaftstisch. Es gibt aber auch eine kleine, kuschelige Kaminecke. Ideal für einen Imbiss beim Shopping in der City.
Vetter. Essen & Trinken
Jeder kennt das „Vetter“ in Stuttgart. Das Wort Institution ist fast noch untertrieben. Nach fast 35 Jahren wurde nun ein Wechsel vollzogen: Pablo Fernandez hat das Ruder übernommen, in der Küche arbeitet Dennis Sudholt, zuletzt bei Feinkost Böhm unter Russell Pirrit (zuvor im Restaurant „5“). Alles wie immer? Es ist eher eine sanfte Evolution. Die Karte ist nach wie vor handgeschrieben, Familien kommen ebenso wie junge Paare, es gibt Klassiker (wahnsinnig guter Kartoffelsalat!) und Saisonales, immer Fisch, Fleisch und Vegetarisches. Schweinskopfsülze oder Pulpo vorweg? Geschmälzte Maultaschen oder Perlgraupenrisotto mit Waldpilzen? Und weil das „Vetter“ bei den Stuttgarterinnen und Stuttgartern stets den Beinamen „Weinstube“ trägt, speist man hier gemeinsam an einer Tafel, es ist laut, es ist eng – das ist so gewollt. Fernandez setzt auf eine kluge Weinkarte: Winzer aus der Region (Aldinger, Wöhrwag, Ellwanger, Haidle) ebenso wie Namen von etwas weiter her (Dr. Bürklin-Wolf, Markus Molitor, Rings, Tement). Und auch das bleibt: Die Plätze draußen am Mozartplatz zählen zu den schönsten der Stadt. Das „Vetter” ist sich treu geblieben – und in der Gegenwart angekommen.

