10 Tipps, wie Sie echte italienische Lokale erkennen

Diese 10 Empfehlungen helfen Ihnen garantiert weiter.

Blick auf ein kleines, italienisches Restaurant

Daran erkennen Sie einen "echten Italiener":

  • Lassen Sie sich von der Einrichtung nicht täuschen! Wischtechnik in Terrakottafarbe an den Wänden, ein Aquarell der Blauen Grotte, von Plastik-Efeu umrankte Pappmaché-Säulen mögen kitschig sein, manchmal isst man zwischen all dem aber dennoch ganz gut. Vielleicht hat der Patron einfach bloß Heimweh.
  • Italiener begegnen dem Gast gern mit Respekt („Buongiorno, dottoressa!“), und diesen Respekt darf man auch bei uns durchaus erwidern. Als Gipfel der Respektlosigkeit gelten Mafiawitze, und Belehrungen über die italienische Politik sollten Sie ebenfalls tunlichst unterlassen. Fußball ist dagegen ein beliebtes Thema – sofern man viel Zeit hat.
  • Auch wenn das Angebot Kompromisse eingeht – in Italien ist man stolz auf lokale Spezialitäten. Wenn die Karte einige Piatti Tipici ausweist, ist zumindest der Padrone ziemlich sicher Italiener, und die Gerichte sind Rezepte aus seiner Heimat.
  • "Spaghetti Bolognese" sind eine Konzession italienischer Wirte an ihre deutschen Gäste: In Italien gibt es dieses Gericht nicht. Wenn Sie Spaghetti al Ragú bestellen, tut es ihrem Gastgeber weniger weh, auch wenn dasselbe gemeint ist.
  • Lassen Sie zur Pasta den Löffel links liegen, der ist bei Tisch in italienischen Augen ein Werkzeug der Barbaren. Und: Das Zerschneiden von Spaghetti ist nur Kindern unter acht Jahren erlaubt.
  • Ein Kompromiss, den die meisten Ristoranti in Deutschland für den hiesigen Geschmack eingehen: Die Carbonara wird mit etwas Sahne verfeinert. In Italien hätte Sahne in der Carbonara die gesellschaftliche Ächtung des Wirts zur Folge.
  • Sie brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben, weil Ihre Kinder „Pizza Würstel“ bestellen. Auch italienische Kinder essen die richtig gern.
  • Noch eine Methode, um zu prüfen, ob Sie bei Italienern zu Gast sind: Bestellen Sie nach dem Essen einen Cappuccino. Wenn das Augenlid der Bedienung nervös zu zucken beginnt, kommt sie aus Italien. Dort wird nur morgens Kaffee mit Milch getrunken.
  • Manche Sitten haben sich angeglichen: In Italien gibt es keine ausgeprägte Trinkgeldkultur, in italienischen Restaurants in Deutschland aber sehr wohl.
  • Guido Mondi, Padrone des „Ristorante Pizzeria Taormina“ in Regensburg, hat die Vereinigung www.echteritaliener.de ins Leben gerufen. Kriterien für die Aufnahme: Der Chef sowie 80 Prozent der Küchenmannschaft müssen Italiener sein, und das Lokal sollte originale italienische Zutaten verwenden, etwa den echten Parmigiano Reggiano und echten Parma-Schinken.