Feinschmecker Guide: Die besten Köche Deutschlands 2025
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Deutschlands beste Köche

Im Feinschmecker-Guide der 500 besten Restaurants in Deutschland stechen sie besonders hervor und haben von uns die Höchstnote erhalten - die besten Köche Deutschlands.
Datum15.01.2025

Christian Bau – Victor’s Fine Dining by Christian Bau, Perl

Victor’s FINE DINING by christian bau
H M R Q

Konzept: „Arbeite mit Leidenschaft … oder lass es bleiben“ – diesem Credo folgend verarbeitet die Küche mit viel Hingabe einige der exklusivsten (Fisch)Zutaten des Weltmarkts. Das Menü „Paris – Tokio“ in 7 Gängen lässt sich durch Zusatzgerichte ergänzen. Fleisch gibt es nur als Supplement. Letzte Bestellannahme zum Dinner 20 Uhr, zum Lunch 12.45 Uhr.
Küche: Leicht, zeitgemäß, weltoffen: Der einzigartige „bau.stil“ vereint französische Klassik mit der Geschmackswelt und Ästhetik Japans. Die bilderbuchschönen Kreationen sind Ausdruck eines kompromisslosen Strebens nach Harmonie – getragen von tiefem Respekt gegenüber der Natur. Sie basieren vorwiegend auf Zutaten aus dem Meer – oft roh oder nur minimal gegart. Signature-Gerichte wie das Tuna-Tartar mit Kaviar, die Königskrabbe mit Kyoto-Dashi oder das Dessert „bau.stein“ mit exotischen Früchten und Yuzu-Eis verkörpern diesen Stil: handwerklich brillant und von eindringlicher Intensität.
Wein: Umfangreiche Karte (800 Positionen) mit Fokus Mosel. Die Weinbegleitung der Sommelières Nina Mann und Ester Eggert ergänzt die Gerichte kongenial.
Atmosphäre: Im kleinen, feinen Renaissance-Schloss ist alles auf Genuss ausgerichtet. Das Service-Team um Gastgeber Thomas Blessing beeindruckt durch Herzlichkeit und ruhige Präsenz.
Fazit: Ein Fine-Dining-Erlebnis auf Weltniveau, geprägt von großer Kochkunst.

Schloßstraße 27-29, 66706 Perl
+49 (0) 6866 79118
www.victors-fine-dining.de
Di-Fr 19-0 Uhr, So, Sa 12-16 und 19-0 Uhr
Menüs € 280 - 345

Jan-Philipp Berner – Söl’ring Hof, Sylt

Söl’ring Hof
H K M R Q

Konzept: Söl'ring bezeichnet den friesischen Dialekt, der traditionell auf Sylt gesprochen wird. Im stilvollen Genuss-Refugium auf der Rantumer Düne findet der Name seine kulinarische Entsprechung: Das Menü in 6 Gängen bietet Kochkunst mit nordischer Klarheit. Upgrades sind durch zusätzliche „Herzstücke“ möglich.
Konzept: Im Rhythmus der Jahreszeiten zeichnen sich die filigranen, produktfokussierten Kreationen von Gastgeber Jan-Philipp Berner und Küchenchef Jan Fehling durch sensorisches Gleichgewicht aus. Harmonien, Texturen und Nuancen stehen über Opulenz: Der Heilbutt mit Roter Bete und Sauerklee eröffnet erdig und frisch, die Lachsforelle mit Kürbis und Rogen verführt mit sanfter Wärme. Lengfisch und Meeresfrüchte-Eintopf mit Lauch und Kaviar begeistern durch Tiefe und Eleganz, bevor die Taube mit jungem Kohl und Brombeere erdige Kraft und Frucht in feine Balance bringt. „Rosengewächse“ beschließen das Menü duftig-leicht und poetisch.
Wein: Die Pairings von Restaurantleiterin und Sommelière Bärbel Ring machen das Menü zu einem vollendeten Erlebnis. Karte mit 800 Positionen.
Atmosphäre: Helles, zeitgemäßes Interieur mit offener Küche. Professioneller, herzlicher Service.
Fazit: Präzision in der Küche, feinsinnige Weinpairings und gelebte Gastlichkeit führen zu vollkommenen Genussmomenten.

Am Sandwall 1, 25980 Sylt
+49 (0) 4651 836200
www.soelring-hof.de
Di-Sa 18.30-23 Uhr
Menüs € 319 - 379

Christian Binder und Hans Stefan Steinheuer – Steinheuers Restaurant, Bad Neuenahr-Ahrweiler

Steinheuers Restaurant
M N R Q V

Konzept: Dreiklang aus regionaler Küche im Landgasthof, Spitzenküche im Gourmetrestaurant – und Erholung im Hotel. Bei vielen Gerichten sucht das Duo aus Christian Binder und Hans Stefan Steinheuer den Bezug zur Heimat, verzichtet aber nicht auf internationale Spitzenprodukte. Zwei Menüs, 4 und 7 Gänge.
Küche: Die „Wurzeln“, so der Titel des einen Menüs, wie heimischen Gemüse oder regionales Fleisch sind nur die Grundlage, worauf die Gerichte gekonnt aufbauen: mal kraftvoll und intensiv wie bei dem geräucherten Onsen-Landei mit Maccaroni mit Lapsang-Souchong-Sud und Champignons, mal leicht und zart wie die Jakobsmuschel mit Erbsen, Seeigelschaum und Krustentierconsommé und Kaviar. Ein Klassiker: Eifeler Rehrücken. Starker Ausklang: Quitte mit Quark und karamellisiertem Honig.
Wein: Eine Karte für die höchsten Ansprüche, am stärksten besetzt mit Gewächsen von der Ahr und dem Rest von Deutschland, das Angebot aus Burgund zeugt von Hans Stefan Steinheuers Leidenschaft. Tochter Désirée ergänzt es durch spannende Neuentdeckungen aus aller Welt.
Atmosphäre: Zeitlos elegant, graue Sesselchen unter golddurchwirkter Decke. Herzlicher Service durch Patronin Gabriele Steinheuer.
Fazit: Küche, Wein und familiäre Atmosphäre – ein unvergessliches Erlebnis.

Landskroner Str. 110, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
+49 (0) 2641 94860
www.steinheuers.de
Do-Sa 18-21 Uhr, So 12-13.30 und 18-21 Uhr
Menüs € 215 - 290

Benjamin Chmura – Tantris, München

Tantris
R Q

Konzept: Restaurant-Ikone mit großer französischer Küche, aktuell interpretiert. Zwei Menüs (eines vegetarisch), mittags 5, abends 7 Gänge.
Küche: Benjamin Chmura steht für beste Produkte, bestes Handwerk und große französische Küche fürs 21. Jahrhundert, seine Bandbreite ist enorm – etwa bei bretonischer Seezunge, gefüllt mit Hechtfarce, angerichtet auf Erbsen und Saubohnen, dazu Brunnenkresse, die jodige Delikatesse von Seeigel, das Ganze getoppt mit cremiger Sauce Mousseline. Souveränes Können zeigt die Rotbarbe, dünn eingeschnitten und mit Sepia gefüllt, dann auf der Hautseite über Holzkohle gegrillt. Serviert wird sie auf einer Art eigenem Pesto, dazu eingelegte Kapernblätter, Salzzitrone und Sepia-Sauce. Im Fleischgang Kalbsbries, in Nussbutter gebraten, und Kalbszunge, zunächst geschmort, dann lackiert und über offenem Feuer angegrillt. Dazu Pinienkerne, Dattelcreme für etwas Süße und Sauce au Poivre. Zum Abschluss Maxime Rebmanns kreative Desserts mit wenig Zucker.
Wein: Die neuen Sommeliers Ilka Seitner und Noris Conrad schöpfen aus einem der besten deutschen Keller mit Frankreich-Schwerpunkt und Jahrgangstiefe.
Atmosphäre: Das Interior Design in Hummerrot und Schwarz ist Legende; bequeme Sessel, aufmerksamer Service.
Fazit: Große, zeitgemäße Kochkunst trifft auf spektakuläres Ambiente..

Johann-Fichte-Str. 7, 80805 München
+49 (0) 89 3619590
www.tantris.de
Menüs € 225 - 345

Christoph Rüffer – Haerlin, Hamburg

Restaurant Haerlin
H M R Q Y

Konzept: Hanseatische Noblesse trifft zeitgemäße Haute Cuisine: Christoph Rüffers 12-gängiges Menü (mit zusätzlichen Gerichten zum Austauschen oder Ergänzen) ist fein komponiert, angenehm leicht und von stiller Grandezza getragen.
Küche: Sensorisch vielschichtig, handwerklich akribisch und kontrolliert kreativ: Die Küche präsentiert makellose Zutaten (viele davon regionaler Herkunft) in harmonischen Spannungsfeldern – süß und salzig, cremig und knusprig, vertraut und neu. Mit Luxus und Textur spielt der Imperial-Kaviar mit gebeiztem Wolfsbarsch, Stabmuschel-Vinaigrette und Gurke: Zarter Fisch, salzig-cremiger Kaviar und knackige Gurke in feiner Balance. Das Ananas-Safran-Sorbet mit Mezcal, Basilikumdestillat und grüner Jalapeño zelebriert Exotik und frische Schärfe: Frucht-Säure, Alkohol und pikante Kräuter in spannendem Wechsel.
Wein: Sommelier Christian Scholz begleitet das Menü mit sicherem Gespür und serviert sowohl große Klassiker als auch lohnende Entdeckungen. Die legendäre Weinkarte mit 1500 Positionen liegt ebenfalls bereit.
Atmosphäre: Der klassizistische Saal mit Binnenalster-Blick bietet eine elegante Bühne. Der Service unter der Leitung von Marius Jürke agiert mit Kompetenz und Charme.
Fazit: Ein großes Restaurant von vollkommener Balance, das Tradition atmet und Moderne lebt.

Neuer Jungfernstieg 9-14, 20354 Hamburg
+49 (0) 40 34940
www.restaurant-haerlin.de
Di-Sa 18.30-23 Uhr
Menüs ab € 350

Jan Hartwig – JAN, München

JAN
N R Q V Y

Konzept: Jan Hartwigs neue deutsche Küche zählt zur Spitze im Land, er inszeniert sie zeitgemäß attitüdenfrei im urbanen Ambiente. Ein Degustationsmenü, mittags auch reduziert in 5 Gängen.
Küche: Exzellentes Handwerk, geschmacklicher Tiefgang und durchaus eine gewisse Süffigkeit zeichnen Hartwigs Stil aus. Sein Menü startet mit einem Defilee verführerischer Happen von Foie gras à la Chantilly mit Rumrosine bis zum verfeinerten Gaisburger Marsch (schwäbischer Eintopf). Danach reihen sich die Highlights: Hechtnocke, gefüllt mit Johannisbeerstrauch-Butter, mit Nori-Algen-Marmelade und roh aufgeschnittener Jakobsmuschel aus Norwegen. Gegrillte Felsenrotbarbe mit Kalbszunge, dazu Teriyaki-Lack, Kürbis in Variationen und zweierlei Saucen, Sauternes-Safran-Vinaigrette und pikante Seeigel-Nage. Last not least eine neue Spielart von Hartwigs Lieblingsprodukt Kalbsbries, diesmal „Königsberger Art“. Und zum Dessert? Tarte Tatin von der Klassikerkarte!
Wein: Gut aufgestellte Karte mit Schwerpunkt in Deutschland und Frankreich; dazu zahlreiche Raritäten.
Atmosphäre: Puristisch-stilvoll mit geschickt gesetzten Designattributen, viel helles Holz. Das Serviceteam um Kilian Skalet ist herzlich, unkompliziert und gut informiert.
Fazit: Große Küche, gelebte Gastfreundschaft – zeitgemäßes Fine-Dining der Spitzenklasse.

Luisenstraße 27, 80333 München
+49 (0) 89 23708658
www.jan-hartwig.com
Di-Do 18.30-19 Uhr, Fr 12-12.30 und 19-19.30 Uhr
Menüs € 305 - 355

Claus-Peter Lumpp – Bareiss, Baiersbronn

Bareiss
H I K M N R Q F V Y

Konzept: Weltläufige Gourmetküche der Spitzenklasse mit einem souveränen, perfekt eingespielten Team. Gäste haben eine opulente Auswahl: Lunch- menü, drei Abendmenüs (eines vegetarisch), à la carte und dazu eine Dessert- und eine Kaviar-Karte.
Küche: Auch nach 34 Jahren als Chefkoch kreiert Claus-Peter Lumpp Gerichte voller aromatischer Spannung, Präzision und Wohlgeschmack. Die französisch grundierte, feinsinnig-souveräne Geschmacksreise führt von Gänseleber mit Mais- (geröstet und als Mousse) und Cassis-Varianten (u.a. als Marshmallow) über wunderbaren Langostino mit sweet Chili und Orangenvinaigrette zum Signature-Reh aus der Bareiss-Jagd mit Pfeffer-Glace, Ingwerschaum und Birnenchutney. Stefan Leitner, seit 25 Jahren einer der großen Patissiers des Landes, krönt das Menü mit einer Kreation von Brombeere, dunkler Schokolade und Sauerklee-Sorbet. Schön, dass hier noch die Tradition der stattlichen Pralinen- und Käsewagen (Tölzer Kasladen) gepflegt wird.
Wein: Dem Charakter der Hochküche entsprechend wacht Sommelier Teoman Mezda über 1000 Positionen, darunter eine vortreffliche Champagnerkarte.
Atmosphäre: Seit der Renovierung herrscht modern-klassischer Chic mit Alabaster-Lampen, Samtsesseln, warmen Farben. Formvollendeter Service.
Fazit: Stilvolle Gastlichkeit, die große Erfahrung mit Zeitgeist verbindet. Einer der großen Klassiker auf Europas Gourmet-Landkarte.

Hermine-Bareiss-Weg 1, 72270 Baiersbronn
+49 (0) 7442 470
www.bareiss.com
So, Do-Sa 12-14 und 19-22 Uhr
Menüs € 178 - 335

Torsten Michel – Schwarzwaldstube, Baiersbronn

Schwarzwaldstube
H M N R Q V Y

Konzept: Gourmet-Ikone und eines der wenigen deutschen Häuser von Weltrang. Drei Menüs (eines vegetarisch) und à la carte.
Küche: Torsten Michel gelingen Gerichte von großer innerer Harmonie, die alle Sinne glücklich machen. Die große französische Basis interpretiert er zeitgemäß, herausragendes Handwerk und Top-Produkte bilden das Rückgrat seines souveränen Stils. Und es müssen nicht immer Edelprodukte sein: Komplex und fast schon herzhaft im Geschmack eine Art Terrine von Kalbsbries und -bäckchen, eingerahmt von gelierter Kalbsschwanzbouillon, dazu Artischocken-Salat mit Sardelle und Kapern, alles inhaltlich geeint durch süffige Kalbskopfvinaigrette. Luxuriös wird‘s bei glasiertem Steinbutt mit Austernschuppen, der auf gedämpftem Brunnenkressespinat thront, als Highlight dazu feinstjodige Seeigelmousseline mit Schalentieren. Unbedingt Platz lassen für Piet Gliesches inspirierte Desserts!
Wein: Stéphane Gass empfiehlt mit fachlichem Bravour; seine Karte (rund 600 Positionen) setzt Schwerpunkte in Deutschland und Frankreich (Burgund!).
Atmosphäre: Acht Meter Raumhöhe, Panoramablick und weiß gedeckte Tische, dabei angenehm unprätentiöse Stimmung. Das sympathische Serviceteam lässt es an nichts fehlen.
Fazit: Sehr zugängliches Gesamtkunstwerk großer Genusskultur.

Tonbachstr. 237, 72270 Baiersbronn
+49 (0) 7442 492746
www.traube-tonbach.de
Mi-Fr 19-22 Uhr, So, Sa 12-14 und 19-22 Uhr
Menüs € 295 - 325

Marco Müller – Rutz Restaurant, Berlin

Rutz Restaurant
K N R Q V Y

Konzept: Chapeau: Die 25-jährige Entwicklung einer ambitionierten Weinbar zu einem Gourmetrestaurant der Weltspitze ist beeindruckend. Menüs in 12 oder 13 „Inspirationen“ (omnivor oder vegetarisch). Limitiertes „Berlin Size Menü“ in 6 Gängen.
Küche: Die Kreationen von Executive Chef Marco Müller und Küchenchef Dennis Quetsch sind reduziert, naturverbunden und präzise komponiert. Heimische Produkte – ob Wurzelgemüse, Wild oder Kräuter – werden auf das Wesentliche konzentriert und neu interpretiert. Aromen wie Fichte, Holunder oder Essigbaum treffen auf Fermentiertes, Gereiftes und Puristisches, getragen von feiner Säure und subtiler Umami-Tiefe. Texturen werden bewusst kontrastiert, Süße und Säure fein austariert. Ein moderner Stil, der Klarheit sucht statt Opulenz, handwerklich reflektiert und voller Spannung.
Wein: Man merkt der Karte (700 Positionen) an, dass die Inhaber Weinhändler sind. Sommelier Sebastian Höpfners Pairings gehen harmonische Verbindungen ein.
Konzept: Das stilvolle Interieur spielt auf zwei Etagen mit Nussbaum-Holz, Leder und Naturstein. Gastgeber Falco Mühlichen und Team finden die Balance zwischen Lässigkeit und Präzision.
Konzept: Stimmiges Gesamterlebnis, in dem kreative Naturküche, charaktervolle Weine und souveräner Service zu vollendeter Harmonie finden.

Chausseestr. 8, 10115 Berlin
+49 (0) 30 24628760
www.rutz-restaurant.de
Mo-Fr 18-22 Uhr
Menüs € 250 - 350

Tohru Nakamura – Tohru in der Schreiberei, München

Tohru in der Schreiberei
R Q

Konzept: Fine-Dining der Extraklasse hinter denkmalgeschützten Mauern im Herzen der Münchner Altstadt; Degustationsmenü mit zehn Gängen.
Küche: Tohru Nakamura ist auf dem Gipfel seiner Kochkunst, seine Menüs fächern eine eigene kulinarische Welt auf, die Symbiose europäischer Avantgarde und seiner zweiten Heimat Japan. Zum Start Irish-Mor-Auster, sekundenkurz über Holzkohle anpochiert für seidige Konsistenz; dann Ozaki Wagyu, roh aufgeschnitten und scharf angegrillt für zweierlei Geschmacksempfindung, dazu Flussaal sowie milde Habanero mit vollem Geschmack und nur leichter Schärfe. Weitere Top-Produkte mit kreativer Entourage: Balfegó-Thunfisch mit Koshihikari-Reis, Wasabi und Shiokoji; Krustentier-Trio von Carabinero, Kaisergranat und Crevette mit Kimizu. Und: Herrmannsdorfer Schweinefilet, in Shiokoji gebeizt und angegrillt, daneben Blutwurst-Madeleine mit Schwarzwurzel, Schneckenbutter und gleich zwei geniale Saucen, klassische Jus mit Périgord-Trüffel und floraler Mädesüß-Schaum.
Wein: Chris Rainers Weinbegleitung ist auf den Punkt und gern überraschend, seine Karte bestens sortiert.
Atmosphäre: Die stilvoll renovierten Räume wirken sehr privat, mit warmen Farben, Leder-Drehsesseln und Licht-Akzenten. Kongenialer Service unter Alexander Will.
Fazit: Großes Rundum-Genusserlebnis, das sich jeder Gourmet einmal gönnen sollte.

Burgstr. 5, 80331 München
+49 (0) 89 21529172
schreiberei-muc.de
Di-Sa 19-0 Uhr
Menüs € 360 - 360

Clemens Rambichler – Sonnora, Dreis

Waldhotel Sonnora
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Konzept: Eine der großen europäischen Gourmet-Adressen, gerühmt für zeitgenössisch interpretierte Klassik. Ein Menü mit 7 oder Gängen, auch einzeln bestellbar, plus zusätzliche Ausbaustufen. Parallel dazu „Specials & Classics“ mit weiteren À-la-carte-Optionen.
Küche: Französische Küchenklassik in gegenwärtiger Interpretation, produktseitig, technisch wie geschmacklich maximal perfektioniert – ein kulinarisches Monument. Der allerorts kopierte Hausklassiker, ein Tortenstück vom Rinderfilet-Tatar mit Imperial-Kaviar auf Kartoffelrösti bleibt natürlich ebenso erhalten wie der Kanon aus bretonischen Krustentieren, Atlantikfisch und Eifler Rehrücken. Allerdings variiert Clemens Rambichler behutsam, um nicht zum starren Denkmal zu werden: Den prachtvollen Kaisergranat legt er gern leicht italienisch an, etwa mit einem knackig-frischem Kopfsalat-Herzblatt, darauf Zucchini, Kapernblüten und Pinienkerne. Einer Steinbuttschnitte geben geschmolzener Lardo und N25-Kaviar eine zarte Salzigkeit aus Land und Meer bei, aufgefangen von krautgrünem Spinat und frischem Zitrusabrieb. Kolonialexotisch wird es beim Dessert: Kokossorbet mit Piña-Colada-Schaum, serviert in der Nussschale, und „Baba au Rhum“, luxuriös erweitert mit marinierter Flugananas und 20 Jahre fassgereiftem Rum.
Wein: Die Sonnora-Weinauswahl schöpft aus 350 Positionen, Deutschland und besonders die Mosel sind stark vertreten. Man kann einen Kleinwagen in die Begleitung investieren, aber man muss nicht: Marco Franzelins fachliche und gastgebende Professionalität findet auch im niedrigstelligeren Bereich wunderbare Begleiter zur Luxusküche.
Atmosphäre: Lichtdurchflossen am Mittag, bei Dunkelheit wie eine matt schimmernde Perle: Das elegant-moderne Restaurant mit seinen Nischen und Winkeln bietet die perfekte Mischung aus Intimität und Theaterbühne, wird vom Service herzlich und ohne Allüren bespielt.
Fazit: Ein Ort der Genussflucht, durchdrungen von kulinarischer Lust und Substanz, mit Leidenschaft geführt durch Magdalena und Clemens Rambichler.

Auf'm Eichelfeld 1, 54518 Dreis
+49 (0) 6578 98220
www.hotel-sonnora.de
Do 19-20.30 Uhr, So, Fr, Sa 12-13 und 19-20.30 Uhr
Menüs € 255 - 450

Thomas Schanz – schanz. restaurant., Piesport

schanz. restaurant.
H R Q V Y

Konzept: Moselländische Bodenständigkeit begegnet moderner französischer Finesse: Thomas Schanz hat das elterliche Hotel garni vor 15 Jahren um ein Restaurant der Weltspitze erweitert und kocht hier seither mit leiser Souveränität. Menü in 4 bis 6 Gängen.
Küche: Das ikonische Trüffel-Ei steht beispielhaft für Schanz’ Hang zu subtiler Perfektion: Jeder Gang zeugt von filigraner Struktur, aromatischer Tiefe und vollendeter Balance. Der Gänseleber-Gratte-Ciel (Wolkenkratzer) beeindruckt durch architektonische Präzision, während Pampelmuse, Pastis und Gouda der Leber unerwartete Tiefe geben. Der gratinierte Kohlenfisch brilliert mit Leichtigkeit und Klarheit, der Carabinero mit Ferkelfüßchen entfaltet sinnlich-rauchige Kontraste. Die Wachtel im Champignonmantel verkörpert klassische Eleganz, das Vacherin glacé mit Himbeere und Sauerklee beschließt das Menü mit Frische und botanischer Würze.
Wein: Die Karte (500 Positionen) ist eine Hommage an die Mosel, ergänzt durch französische Gewächse. Fein abgestimmte Weinbegleitung von Sommelière Janine Löwenberg.
Atmosphäre: Warme Materialien und klare Linien schaffen ein Ambiente, das entspannt und konzentriert zugleich wirkt. Service mit natürlicher Herzlichkeit.
Fazit: Ein unaufgeregtes Spitzenrestaurant, das keinen Pomp braucht, um zu beeindrucken.

Bahnhofstr. 8 a, 54498 Piesport
+49 (0) 6507 92520
www.schanz-restaurant.de
Mo 0-0 Uhr, Mi, Fr 18.30-20.30 Uhr, Do, Sa 12-13.30 und 18.30-20.30 Uhr
Menüs € 247 - 320

Edip Sigl – es:senz, Grassau

es:senz
H M R Q Y

Konzept: Edip Sigl setzt im Fine-Dining-Restaurant des Ferienhotels Das Achental Maßstäbe für die Region. Drei Menüs (regional, international, vegetarisch).
Küche: Seit Sigl im Chiemgau lebt, setzt er vermehrt auf Produkte der Region und klassisches Handwerk, das er mit internationalen, auch asiatischen Einflüssen mixt. Große Produktqualität im Menü „Chiemgau goes around the world“: Carabinero aus Portugal trifft auf fleischige Don-Bocate-Anchovis aus Nordspanien, eingerahmt von Erbsensud mit Haselnuss, Poverade, Pommes soufflés und Krustentierschaum. Wildfang-Steinbutt aus der Bretagne begleiten Tomatenessenz und Kaffirlimetten-Schaum. Die Garnitur: grüne Tomaten, Salatherzen und eingelegte Kapernblätter. Im Menü „Chiemgau Pur“ begeistert Sigl mit seiner Saucenkunst: Zum Rehrücken vom Gutshof Polting mit Nusskruste und Ros- coff-Zwiebel-Tarte gibt‘s zweierlei Saucen: Kräuter-Hollandaise sowie Rehjus, verfeinert mit Purple Curry. Toll: Die Saucenkännchen bleiben am Tisch!
Wein: Iiro Lutter ist Herr über die Weinkarte mit rund 1200 Positionen – folgen Sie seinen Empfehlungen blind!
Atmosphäre: Großzügig und modern gestaltet, mit bestem Handwerk aus der Region, vom geflochtenen Messing-Paravent zur handgetöpferten Keramik. Den versierten Service dirigiert Barbara Berger.
Fazit: Große Küche, Top-Weinkeller und inspirierte Gastlichkeit auf hohem Niveau.

Mietenkamer Straße 65, 83224 Grassau
+49 (0) 8641 4010
www.das-achental.com
Mi-Sa 18.30-0 Uhr
Menüs € 275 - 345

Dennis Kuckuck – Restaurant Vendôme, Bergisch Gladbach

Dennis Kuckuck (l.) und sein Mentor Joachim Wissler
Restaurant Vendôme
M R Q

Konzept: Nach 25 Jahren an der Spitze hat Joachim Wissler das Zepter an seinen Souschef Dennis Kuckuck übergeben, dessen Handschrift die Küche bereits seit drei Jahren prägt. Zur Wahl stehen die Menüs „Fisch & Fleisch“ und „Vegetarisch“ in 5 oder 7 Gängen.
Küche: Produktorientierte Haute Cuisine auf französischem Fundament, getragen von filigranen Texturen und aromatischer Tiefe. Die komplexen, präzise gearbeiteten Gänge fügen sich zu einer subtilen Choreografie. Highlights: das außen krosse, innen cremige Kalbshirn Wiener Art mit Preiselbeeren, Kalbsschultersaft und Kapern. Puristisch, aber monumental im Geschmack: das Landei im Nudelblatt mit Piemont-Trüffeln, Spinatsauce und schaumiger Nussbutter. Die Crêpes Suzette von Larissa Metz - unserer Patissière des Jahres 2025 - sind eine faszinierende Hommage an ein ikonisches Gericht.
Wein: Die Karte mit 650 Positionen listet Klassiker und Entdeckungen, die Pairings von Sommelier Dennis Ruhl eröffnen feinsinnige Dialoge zwischen Glas und Teller. Empfehlenswert auch die hauseigenen alkoholfreien Kreationen.
Atmosphäre: Weiße Tischdecken, sanftes Licht und komfortable Sessel schaffen eine luxuriöse, entspannte Stimmung. Das Serviceteam um Christoph Strahl agiert mit unaufdringlicher Eleganz.
Fazit: Das „Vendôme“ bleibt eine der Top-Adressen in Deutschland.

Kadettenstr. 1, 51429 Bergisch Gladbach
+49 (0) 2204 420
www.schlossbensberg.com
So, Mi-Sa 19-21 Uhr
Menüs € 255 - 300
In jeder Hinsicht perfekt
Küche und Service herausragend, Ambiente und Komfort außergewöhnlich
Exzellente Küche, sehr guter Service, Komfort und Ambiente bemerkenswert
Sehr gute Küche, guter Service, angenehmes Ambiente, komfortabel
Gute Küche, ansprechendes Ambiente
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