Essen gehen in Japan

Regeln für Lokale aller Art, vom schlichten Izakaya bis zum Gourmetrestaurant.

Abendszenerie in Osaka

8 Benimmregeln für den Besuch in einem japanischen Lokal

1. Denken Sie nicht einmal daran, sich in einem Lokal gleich welcher Art selbst einen Platz zu suchen! Warten Sie nach dem Eintreten, bis ein Mitarbeiter oder der Gastgeber auf Sie zukommt und Sie zu einem Tisch begleitet. Geduldig zu warten, ist in Japan selbstverständlich.
 
2. Nie Sojasauce auf den Reis oder in die Miso-Suppe gießen! Sushi nur mit der Fischseite in die Sauce eintunken. Vorsicht: Miso-Suppe wird immer getrunken (Schlürfen ist erlaubt). Sie wird sehr heiß serviert, deshalb am besten gleichzeitig pusten.
 
3. Am Tisch geht man respektvoll miteinander um: Halten Sie den Radius Ihrer Ellbogen möglichst klein. Beginnen Sie erst mit dem Essen, wenn alle Gäste sitzen und sich „Itadakimasu“ gewünscht haben (heißt so viel wie: „Ich werde es genießen“). Und füllen Sie nie selbst Ihr Glas, das gilt als unhöflich.
 
4. Im Izakaya gibt man grundsätzlich kein Trinkgeld.
 
5. Wenn Sie mit einem größeren Kreis ein Lokal besuchen wollen, sollten Sie unbedingt reservieren; selbst in einem zwanglosen Izakaya ist eine Buchung dann nötig. Wenn Sie nicht mit Einheimischen unterwegs sind, bitten Sie am besten das Hotel, das für Sie zu erledigen. Für uns ungewohnt, in Japan selbstverständlich: Eine Reservierung ist meist auf zwei Stunden begrenzt.
 
6. Benutzen Sie zum Essen nie Ihre Hände! Sie sind mit Stäbchen geübt? Prima! Aber Vorsicht – stecken Sie diese nicht in den Reis, und spießen Sie mit ihnen keine Speisen auf. Weitere unverzeihliche Fauxpas: Stäbchen ablecken oder mit ihnen auf etwas deuten. Nehmen Sie nicht gleichzeitig mit jemand anderem etwas von einem Teller, denn fremde Stäbchen sollen sich nicht berühren.
 
7. Selfies? Fragen Sie in jedem Fall höflich um Erlaubnis, bevor Sie das Smartphone zücken!
 
8. Japaner kultivieren die Höflichkeit und entschuldigen sich grundsätzlich, wenn sie etwas möchten. „Sumimasen“ heißt so viel wie: „Entschuldigung, haben Sie Zeit für mich?“ Benutzen Sie die Wendungen „onegaishimasu“ oder „kudasai“ („bitte“) lieber zu oft als zu selten.

Essen in Japan: Das kleine FEINSCHMECKER-Glossar

  • YOYAKU GA ARIMASU – ICH HABE RESERVIERT

  • YOYAKU GA ARIMASEN – ICH HABE NICHT RESERVIERT

  • HITORI – EINE PERSON

  • FUTARI – ZWEI PERSONEN
  • OSHIBORI – FEUCHTES TUCH

  • OTOUSHI – VORSPEISE

  • SUMIMASEN – ENTSCHULDIGEN SIE

  • ONEGAISHIMASU – BITTE

  • KUDASAI – BITTE (BEI BESTELLUNG IM IZAKAYA)

  • ARIGATOU GOZAIMASU – VIELEN DANK

  • SORE WA NAN DESU KA? – WAS IST DAS?

  • KORE/SORE KUDASAI – DIES/DAS, BITTE

  • TABEHODAI – ALL YOU CAN EAT

  • NOMIHODAI – ALL YOU CAN DRINK

  • NAMA BIRU – BIER VOM FASS

  • KANPAI! – PROST!
  • OKAIKEI ONEGAISHIMASU – BRINGEN SIE MIR DIE RECHNUNG, BITTE