48 Stunden in Glasgow

Glasgow überrascht mit seinem eklektischen Mix aus Tradition und Moderne.

Glasgow Kathedrale im Morgengrauen, Schottland, Vereinigtes Königreich

FREITAG

12:00 Uhr
Einchecken im aufgefrischten Hotel „Blythswood Square“. Das georgianische Townhouse erweckt mit dorischen Säulen, feinem Harris-Tweed und viel Marmor den Eindruck eines privaten Clubs – mit Spa und Kinoraum.

12:30 Uhr 
Spaziergang durch das Garnethill-Viertel, vorbei an den vielen Gebäuden aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wer lieber in einem guten Bed and Breakfast nächtigen möchte, wäre hier im „15Glasgow“ am Woodside Place richtig.

13:00 Uhr 
Lunch im „Ox and Finch“, dessen Patron Jonathan MacDonald früher gastronomischer Chef des McLaren-Formel-1-Teams war. Der muntere Service bringt kleine Köstlichkeiten wie Jakobsmuscheln mit Apfelstreifen und gerösteter Blutwurst oder Steak.

14:00 Uhr 
Aufbruch ins Stadtzentrum zur „Merchant City“. Wo einst reiche Händler ihre Waren lagerten, haben sich in Fußgängerzonen Modeboutiquen und andere hochwertige Geschäfte niedergelassen. Der zentrale George Square mit dem Rathaus erinnert an Glasgows glanzvolle Zeiten als eine der wichtigsten Städte im britischen Empire.

15:30 Uhr 
Pause bei Tee und Gebäck im restaurierten „Mackintosh at the Willow“, einem 1903 vom Architekten und Jugendstil-Designer Charles Rennie Mackintosh entworfenen Gebäude mit verschiedenen Tea Rooms.

16:15 Uhr 
Auf zur gotischen Kathedrale, in der seit dem 13. Jahrhundert Gottesdienste abgehalten werden. Danach Einkehr in der „Drygate Brewery“, die in ihrem rustikalen Bistro über zwei Dutzend wechselnde Craft-Biere vom Fass ausschenkt.

18:30 Uhr 
Abendessen im „A‘Challtainn“. Auf der Empore des Barras Art and Design Center werden beste schottische Austern und herzhaft-feine Pappardelle mit Miesmuscheln von den Shetlands sowie Venusmuscheln und Kaisergranat serviert.

21:00 Uhr 
Absacker bei guten Cocktails und exzellentem Jazz im „Swing“, nur fünf Gehminuten vom Hotel entfernt.

SAMSTAG

9:00 Uhr
Frühstück im „Singl-end“, einem Café mit Bäckerei im ruhigen Wohnviertel Garnethill. Die Grundlage für den ereignisreichen Tag schaffen duftendes Brot, pochierte Eier und Fenchelwürstchen oder Granola mit Joghurt und Früchten.

10:00 Uhr
Erkundungstour in Glasgows Westen, wo inzwischen einige spektakuläre Bauten das zuvor lange abweisende Ufer des Clyde River säumen. Zunächst per Taxi zum „Armadillo“ (Gürteltier) genannten Clyde Auditorium, dessen Dach eigentlich an zusammengeschobene Schiffsrümpfe erinnern soll. SSE Hydro heißt die Ufo-artige Mehrzweckhalle nebenan. Eine Fußgängerbrücke über den Fluss führt zur silbrig schimmernden Titanhülle des Glasgow Science Centre

11:00 Uhr
Etwas weiter flussabwärts steht das von Zaha Hadid entworfene Riverside Museum. Es konzentriert sich auf Transporttechnik im Laufe der Zeiten: Oldtimer, Straßen- und Eisenbahnen, Krankenwagen.

12:30 Uhr
Lunch im angesagten Partick-Viertel. Entenfett gibt den Fritten im „Partick Duck Club“ ihre würzige Note. Dazu isst man im Bierteig gebackenen Schellfisch mit Sauce Tartare und Erbsen oder Entenkeule mit frittiertem Enten-Ei, Pommes Frites und Chutney.

14:00 Uhr
Im Kelvingrove Museum sind bei freiem Eintritt rund 8.000 Exponate zu sehen, von Rüstungen über impressionistische Gemälde bis zu Arts-and-Crafts-Möbeln. Ebenfalls beeindruckend sind die Sammlungen des nahen universitätseigenen Museums The Hunterian, zu denen auch die Wohnungseinrichtung des Jugendstil-Meisters Mackintosh gehört.

15:30 Uhr
Entspannter Spaziergang am Ufer des Kelvin River zum weitläufigen Botanischen Garten. Im Gewächshaus des gläsernen Kibbel Palace gedeihen mehr als 120 Jahre alte australische Baumfarne. Der „Tea Room at the Botanics“ serviert einen superben Afternoon Tea mit Sandwiches und Scones.

18:30 Uhr
Dinner im Pionierlokal „Ubiquitous Chip“. Beste lokale Zutaten und ständige Weiterentwicklung traditioneller Gerichte haben im „Chip“ Priorität – und das seit gut 45 Jahren. Die eingelegte Makrele mit Roten Beten, Gurke und hauchdünnen Radieschenscheiben geriet zugleich herzhaft und wunderbar belebend. Kross, saftig und nicht zu fett kam der Schweinebauch aus dem Ofen mit Erbsenpolenta, Bacon und Perlzwiebeln auf den Tisch.

21:00 Uhr
In der „Ben Nevis Bar“ macht eine formidable Auswahl von Single Malts den Aufenthalt zum Vergnügen.

SONNTAG

10:00 Uhr
Das Full Scottish Breakfast mit gutem Kaffee im Hotel stärkt für einen letzten Spaziergang durch Glasgow Green, einen schon 1450 angelegten Park am Clyde River. Danach Rückflug oder Weiterreise in die schottischen Highlands.

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