Eierlikör: 6 Fakten zum klassischen Likör

Eierlikör ist hip, mal wieder! Erfahren Sie hier Wissenswertes über den Klassiker.

 

Eierlikör: 6 Fakten zum klassischen Likör

Alle Jahre wieder, zu Ostern und Weihnachten, hat der Eierlikör traditionell Saison. Einhergehend mit der Saison gibt es Zeiten, in denen der klassische Likör sein spießiges "Oma"-Image ablegt, den Staub von den gläsernen "Schenkeln" klopft und in den hippen Bars der Nation angesagt ist. Genau diese Zeiten scheinen für den Eierlikör erneut angebrochen. DER FEINSCHMECKER wollte wissen, ob das tatsächlich so ist, wie man zu Hause am besten mit ihm umgeht, und das ein oder andere Rezept für einen hippen Eierlikör-Drink konnten wir im Gespräch mit Experten auch noch herausfinden.

Ist Eierlikör tatsächlich wieder hip?

"Eierlikör hat immer wieder gute und schlechte Phasen, immerhin ist er ja schon 1876 erfunden worden. Jetzt hat er eine gute: Wir in der Barszene merken gerade ein verstärktes Interesse an Cocktails mit Eierlikör. Vor allem handgemachte Eierliköre aus kleinen Manufakturen, oft in Norddeutschland, finden plötzlich den Weg in die Gastronomie, das ist super. Dass der Likör also nur zu Ostern angesagt war und ansonsten sowieso spießig – das ist vorerst definitiv vorbei.", sagt Marian Krause, Inhaber und Barkeeper der Kölner "The Grid Bar".

Woran erkennt man guten Eierlikör?

"Ein hochwertiger Eierlikör enthält ausschließlich ein sauberes Destillat, Eigelb und Zucker. Rezepte mit Sahne oder Milch dürfen gesetzlich gar nicht Eierlikör heißen. Dafür ist der Manufakteur bei der Wahl der Grundspirituose frei. Statt einer geschmacksneutralen wie Wodka kann er auch Rum, Whisky oder Gin als Basis nehmen, das ergibt spannende Varianten.", so Krause.

Wie lange hält sich Eierlikör?

Hier sollte zwischen selbstgemachtem und industriell hergestelltem Eierlikör unterschieden werden. Selbstgemachter Eierlikör enthält oftmals nicht den von der EG-Spirituosenverordnung vorgeschriebenen Mindestalkoholgehalt von 14 Prozent, den es jedoch braucht, um die potenziellen Schadstoffe in den Eiern auch langfristig zu neutralisieren. Daher sollte er sofort nach der Herstellung gekühlt gelagert und innerhalb von ein paar Tagen verzehrt werden. 

Für industriell hergestellte Eierliköre sieht der Europäische Gesetzgeber kein Mindesthaltbarkeitsdatum vor. Aufgrund des Mindestalkoholgehaltes von 14 Volumenprozent ist der Likör nicht verderblich. Einzig der Geschmack verblasst mit der Zeit. Die Marke "RÜBBELBERG" geht mit 15 Prozent Alkoholgehalt auf Nummer sicher. Auch auf Milchprodukte verzichtet der Berliner Eierlikörhersteller und schließt damit einen weiteren Verderblichkeitsfaktor aus. Trotzdem empfiehlt es sich auch hier, den Likör im Kühlschrank zu lagern, um den Geschmack beim Servieren am besten zur Geltung zu bringen. Nach Öffnen eines herkömmlich industriell hergestellten Eierlikörs empfiehlt sich ein Verzehrzeitraum von ca. sechs Monaten.

Die Lagerung von Eierlikör

Eierlikör sollte vor der Sonne geschützt und gekühlt – am besten im Dunkeln – gelagert werden. Der Kühlschrank ist tatsächlich der beste Ort  – auch hinsichtlich des Geschmacks.

Wieviel Kalorien hat Eierlikör?

Grundsätzlich hat herkömmlicher Eierlikör nicht viel mehr Kalorien als zum Beispiel Wodka. In Hinblick auf die Nährwerte sind auch die Zutaten ausschlaggebend. Der Berliner Hersteller "RÜBBELBERG" verarbeitet pro Flasche fast eine ganze, echte Bio-Bourbon Vanille-Schote. Die hieraus gewonnene natürliche Süße erlaubt es, viel weniger Zucker zu verwenden als üblich. Dementsprechend kommt ein Glas (2cl) auf 43 kcal und ist im Vergleich zum Eierlikör vom Hersteller "Verpoorten" (59 kcal) figurfreundlicher.

Angesagte Eierlikör-Rezepte

Marian Krause verrät uns ein „Cognac Eggnog“-Rezept  – eine Variante des angelsächsischen Klassikers – das momentan in seiner Kölner "The Grid Bar" angesagt ist. 

  • 40 ml Cognac,
  • 25 ml Sherry (Pedro Ximénez),
  • 25 ml Eierlikör,
  • ein sehr frisches Ei.
  • alle Zutaten zusammen mit Eis schütteln (ja, das ganze Ei!) und zweimal in ein Coupette-Glas seihen.
  • Mit Muskatnuss gewürzt servieren.
Auch der Eierlikör-Hersteller RÜBBELBERG sprudelt nur so vor Rezeptideen und verrät uns sogar zwei erprobte Eierlikör-Rezepte aus den Bars in Berlin:
 
RÜBBELBERG-Espresso-Martini
  • 2cl RÜBBELBERG,
  • 1 Shot Espresso,
  • 4cl Vodka,
  • je nach Geschmack alles auf einen Eiswürfel ins Glas oder ohne Eis, 
  • zwei, drei Kaffeebohnen oben drauf - Fertig!
 
RÜBBELBERG-Grenadine
  • 5cl RÜBBELBERG (oder auch mehr, je nach Bedarf),
  • einen Schuss kalten Sekt,
  • und einen Schuss Grendaine-Sirup, 
  • am besten alles gekühlt und dann ohne Eis sofort servieren; bei Bedarf auch mit Eiswürfel zu servieren