Die besten Köche 2020 - Teil 1

Zwölfmal Höchstwertung - Chapeau! Zwölf Köche zeichnen wir mit der Höchstwertung von fünf FEINSCHMECKER-Punkten aus. Anbei finden Sie die ersten sechs Spitzenköche.

Gästehaus 'Klaus Erfort' in Saarbrücken-Gonzalez, Miquel

Victor's Fine Dining by Christian Bau

Man meint, es könne gar keine Steigerung mehr geben bei Christian Bau, und dann schafft er es doch, mit ohnehin schon lange perfekten Kreationen noch einmal mehr zu überraschen; mit einem Produkt, mit einer Kombination und vor allem immer wieder mit atemberaubender Präzision. Im Sommer 2019 wurde er zum Botschafter der japanischen Küche ernannt – ein Ritterschlag höchster Güte. In der großen Genussreise "Paris Tokyo" zelebriert Bau seine japanisch-französische Küche in Weltklasseform, in der er das Beste aus beiden Welten vereint. Schon die Parade wundersamer Kleinigkeiten zur Einstimmung wie japanische Waffel mit Sardine und Meereskräutercreme oder Taschenkrebs mit Dashi-Melone und Bonito-Essig sind einzigartige, hinreißende Miniatur-Geschmackswunder. Und dann schwelgt man über acht Gänge von einem Höhepunkt zum anderen: Blue Fin Tuna [Bauch und oberer Rücken] mit Myoga (japanischer Ingwer), gepickelten Radieschen und Sake-Granité, roter Gamberoni aus Portugal mit Karotte, Pak Choy und grünem Thai-Curry; Rotbarbe in einer Qualität, wie man sie hierzulande kaum findet, mit Schuppen auf Stabmuschelsalat, Palmherz und Yuzu-Kosho (Würzpaste) mit XO-Öl; Tajima-Wagyu mit Kyoto-Aubergine, Anchovis und Pimentos. Ausnahmslos tun sich hier Aromenfächer auf, wie sie nicht raffinierter und glanzvoller sein könnten. Dazu empfiehlt Nina Mann souverän aus 700 Weinen, Yildiz Bau ist die souveräne Gastgeberin und das Herz dieser Top-Adresse. Mehr Infos finden Sie unter: www.victors-fine-dining.de

Söl’ring Hof

Schluss mit den Klassikern: Das À-la-Carte-Angebot des “Söl’ring Hofs” ist gestrichen, dafür das Degustationsmenü auf neun Gänge angewachsen. Jan-Philipp Berner sorgt bereits seit 2013 neben Johannes King in Sylts erster Genussadresse für Hochgenuss, nach der offiziellen Übergabe setzt der 31-Jährige jetzt mit fulminanter Aromatik und perfekter Balance noch mehr eigene Akzente. Und die sind groß­artig! Schon der Reigen zum Einstieg ist famos, Huchels Alpha, eine alte Spargelsorte, macht ob ihres Aromas sprachlos, das von Holunder, Apfel, Fichte und Kopfsalat mit raffinierter Frische flankiert wird. Dänischen Hummer schickt Berner in Wiesenbutter ge­röstet und genial flankiert vom intensiven Süppchen aus den Karkassen, fein cremigem, mit Meerrettich und Kohlrabi gearbeitetem Tatar des Tieres sowie einer Nocke frisch-kräutrigen Apfel-Melissen-Sorbets. Ein tolles Texturen- und Temperaturenspiel, unterstützt durch aparte Schärfe und Säure. Auch mit dem Liebstöckel-Weidehuhn als fabelhaftem Frikassee von saftig confierter Keule mit Babygemüse, knusprig ausge­bratener Brust, auf einem Ast angerichtet, sowie Hühnerhautchips zeigt Berner, wie sich Bewährtes mit der Moderne elegant und geschmacklich treffsicher verbinden lässt. Dazu vermitteln er und sein Team mit der wunderbaren Sommelière Bärbel Ring eine erfrischend unbeschwerte und dennoch hochsouveräne Herzlich- und Leichtigkeit, die den Besuch im geschmackvoll designten Gastraum auf der Rantumer Düne immer wieder zu einer herausragenden Freude machen. Und für Stammgäste? Kocht Berner dann doch noch ein Extra­menü. Hervorragende Weinkarte, nach Ländern und Gütern übersichtlich sortiert. Mehr Infos finden Sie unter: www.soelring-hof.de

Aqua

Es scheint, als perfektioniere Sven Elverfeld seinen Stil noch immer weiter, obgleich das kaum möglich ist. Kein anderer deutscher Spitzenkoch widmet sich so passioniert und mit solcher Brillanz verkannten heimischen Traditionen und Produkten und interpretiert sie mit solcher Finesse wie er. Und das nun schon seit fast 20 Jahren! Die marinierte Gänseleber mit Fichtensprossen, Macadamianuss und grünem Apfel geht nicht besser, das „marinierte“ Onsen-Eigelb mit Nordsee­krabben, Blattspinat und Piment d’Espelette ist eine hinreißende hiesige Komposition von aromatischer Opulenz. Da ist dann auch ein Chuck-Rib vom „Kagoshima Wagyu“ mit Sesam, fermentierten Schwarzwurzeln, Rettich und Radieschen erlaubt; und natürlich ebenfalls großartig. Im Service hat es einen Wechsel gegeben, Jimmy Ledemazel hat das „Aqua“ verlassen, und für ihn hat Marcel Runge, bisher Sommerlier, nun auch die Rolle des Gastgebers übernommen – und macht das mit Bravour! Spektakuläre Weinkarte mit 800 Positionen und Topgütern aus aller Welt.Im Service hat es einen Wechsel gegeben, Jimmy Ledemazel hat das "Aqua" verlassen, und für ihn hat Marcel Runge, bisher Sommerlier, nun auch die Rolle des Gastgebers übernommen – und macht das mit Bravour! Spektakuläre Weinkarte mit 800 Positionen und Spitzengütern aus aller Welt. Mehr Infos finden Sie unter: www.restaurant-aqua.com

Gästehaus Klaus Erfort

Vor allem mittags kehren wir gern in das elegante Restaurant von Klaus Erfort ein, wenn die Gäste aus dem benachbarten Frankreich oder Luxemburg die schönen Räume oder im Sommer die Terrasse füllen und die Atmosphäre so heiter und genussvoll ist, große Weine geöffnet werden und man hier beschwingt aus dem Vollen schöpft. Das ist auch das Ansinnen von Erforts Küche, die so gar nichts Sakrales oder Über-Ernsthaftes hat. Sie ist ebenso heiter und beschwingt und verführt mit höchst finessenreichen und zugleich opulenten Aromen. Sein "Gemüseacker" mit bretonischem Hummer, Olivenkrokant und pochiertem Wachtelei ist ein großartiger Klassiker und mittlerweile vielfach nachgeahmt, ebenso die auf Meersalz gegarte „Langoustines Royales“ mit gegrilltem jungem Lauch. Da fällt die Entscheidung jedes Mal aufs Neue schwer, ob man nun doch wieder diese signature-Gerichte bestellt oder doch das Menü – die große Genuss-Oper. Die startet mit roh mariniertem Carabinero mit Korianderöl und Szechuanpfeffer-Gel, gefolgt von fruchtiger Tomaten-Tarte mit Anchovis und sautierten Calamaretti; herausragend Produktqualität und Aromen beim Medaillon vom Steinbutt mit Artischocken und Artischocken-Sud wie auch ausnahmslos bei allen anderen Kreationen Erforts einschließlich der Patisserie. Eindrucksvolle Weinkarte mit 600 Positionen und Weinen, die es zum Teil nur hier gibt. Umsichtiger Service, obgleich wir die außergewöhnlich charmante Professionalität von Jérome Pourchère hier vermissen. Mehr Infos finden Sie unter: www.gaestehaus-erfort.de

Tantris

Hans Haas ist sich in 28 Jahren als „Tantris“-Küchenchef treu geblieben: Kein Zeitgeist, keine kulinarischen Moden und Mätzchen haben ihn von seinem ganz eigenen Genuss-Kurs abbringen können. Jetzt haben wir noch ein gutes Jahr Gelegenheit, seine süffige und zugleich elegante, feine Küche zu erleben, Ende 2020 hört Haas auf. Höchste Produktqualität bildet immer das Fundament für seine Arbeit: Wie fantastisch Crevetten sein können, dieses ansonsten längst verkommene Tiefkühl-Massenprodukt ohne Geschmack, verinnerlicht man hier in der „Variation von Krustentieren“ neben knackiger Langustine und bissbefesten, süßen Gambas in nostalgischer Verzückung. Zugreifen, wenn es ausgebackene und mit Tomaten-Auberginen-Chutney gefüllte frische Sardinen auf Schnittlauch-Sauerrahm gibt; oder das unsterbliche Lauchpüree mit brauner Butter und Imperial-Kaviar, ein Haas-Klassiker; oder knackig-zarte, konfierte Tintenfischchen, gefüllt mit noch flüssigem Eigelb und Kaviar mit Sauce Mignonette (aus Schalotten und Essig und viel weißem Pfeffer); zum Seeteufel mit kräftigem Paprika-Chorizo-Sud unbedingt nach einem gereiften Rosé „Vina Tondonia“ von Lopez de Heredia in Rioja fragen, nichts passt zu diesem Gericht besser! Der Service ist entspannt, zuvorkommend und sehr kompetent, das Restaurant eine wunderschöne Stilikone, im Look seit 1972 nur marginal verändert. Abgesehen von der neuen Dienstkleidung im farbenfrohen Flower-Power-Design (Talbot Runhof) der meisten Bedienungen – ein herrliches Delirium. Mehr Infos finden Sie unter: www.tantris.de

Atelier

Eine beispiellose Entwicklung hat Jan Hartwig seit seinem Wechsel vom Wolfsburger "Aqua" nach München vollzogen, er gehört längst in die Spitzengruppe der besten deutschen Herdkünstler. Mit welcher Leichtigkeit und kreativem Esprit er seinen Stil entwickelt hat, zeigen schon die kleinen Einstimmungen, die bayerische Tradition mit einem feinen Augenzwinkern inszenieren, wenn sie mit der "Atelier Biergartenbrotzeit" den Klassiker neu interpretieren oder ein knuspriges Mini-Tartelette mit einer feinen Scheibe Kalbskopf und Krautsalat ebenso hinreißend präsentiert wird wie der Leberkäse, der mit einem winzigen Profiterole mit süßem Senf auf einer Scheibe Holz serviert wird. Das Filet von der bretonischen Sardine aromatisiert er ganz anders als üblich und macht es mit Ingwer, Limette und Olivenöl zum wunderbar frischen Auftakt – serviert in einer Büchse, die charmant persönlich gelabelt ist. Auch die Gelbschwanzmakrele kommt bei Jan Hartwig als Unikum: Belegt mit hauchzarten Scheibchen Zucchini, daneben eine kleine Nocke N25 Kaviar, geeiste Gurke als Sorbet mit einem Tupfer Creme fraiche und Öl von Puntarelle entfaltet sie ein ungeahntes Aroma voller animierender Frische. Der Gillardeau Auster No.2 gibt er mit gegrillter Merguez, Mangold und Spätburgunder eine herrliche Fülle, die der Jodigkeit wunderbar steht. Perfekt das kleine Stück Filet vom Seeteufel mit einer zarten Hülle geriebene Macadamianuss, getoppt mit einem Tupfen fruchtiger Ananas und einem Nori-Chip und umrahmt von süffiger Dashi-Buttersauce. Das "Atelier Radler" ist eine hübsche Variante des erfrischenden Sorbets, der absolute Höhepunkt dieser herausragenden Genuss-Reise das Wagyu-Roastbeef aus Kagoshima mit gebeiztem und gegrilltem Mark, Aubergine, Walnuss, Tapenade, Shiitake und Koshihikari-Reis. Sehr gut auch die Patisserie, wenn sie auch noch nicht ganz die Klasse von Christian Hümbs erreicht, der jetzt neue Wege geht. Exzellenter Service, 300 Weine, aus denen ideale Partner empfohlen werden. Das ist die ganz große kulinarische Oper in einer modernen Inszenierung – unbedingt lange im Voraus reservieren! Mehr Infos finden Sie unter: www.bayerischerhof.de

Unseren kompletten Guide finden Sie unter "Die 500 besten Restaurants in Deutschland 2020".

Locations
Victor's Fine Dining by Christian Bau
H K M N R Q
H Garage oder Parkplatz vorhanden
K Terrasse und/oder Garten vorhanden
M Übernachtung möglich
N besonderes Weinangebot
R EC-Zahlung möglich
Q Kreditkartenzahlung möglich

Konzept: Gourmetziel der Extraklasse im pittoresken Schlösschen hoch über der Mosel; Christian Bau entfaltet in seinen Menüs (€ 238-295) als einer der führenden deutschen Köche sein ganz eigenes Geschmacksuniversum.
Küchenstil: Eine Parade aufwendig und kunstvoll gearbeiteter Häppchen und Amuse-Bouches – von Saba-Makrele mit aufgeschlagener Crème Cru bis zum Wagyu-Tatar mit Aal auf Nori-Tartelette – stimmt auf das Menü „Paris–Tokio“ ein. Es steht symptomatisch für Baus Werdegang vom Adepten der französischen Küche zum kulinarischen Japankenner. Der Chef ist nicht nur ein akribischer Handwerker und sensibler Aromenjongleur, er verbringt auch viel Zeit damit, den besten Lebensmitteln nachzuspüren – kaum
irgendwo in Deutschland werden Luxusprodukte aus Frankreich und Japan in ähnlicher Ballung und Güteklasse aufgetischt. Symptomatisch kommt das als „Japanese Raw Bar“ zur Geltung, eine in drei Gängen servierte Hommage an das Meer – von der exzellenten Auster mit Eis von
rotem Shiso über ein bildschönes Arrangement von Hamachi, Muscheln und Meereskräutern mit Kaviar und Seeigel-Eis bis zum Balfegó-Thunfisch mit Trüffel und begleitendem Süppchen. Erstklassig auch rote Gamberoni mit Karotte, Maracuja und tiefgründiger Korianderbisque. Baus Miyazaki-Beef mit dekonstruierter Ratatouille und Sardellencreme samt schwarzen Bohnen ist schon fast ein Klassiker und begeistert nicht nur mit der überragenden Fleischqualität, sondern auch in puncto Optik.
Wein: Gereifte Rieslinge von Saar und Mosel, darunter etliche Raritäten, machen den Schatz des bestens bestückten Weinkellers aus; Nina Mann berät ebenso sympathisch wie kompetent aus einer Karte mit rund 700 Positionen.
Atmosphäre: Im angenehm zurückhaltend dekorierten Saal mit den weit auseinander stehenden runden Tischen, dezent fernöstlichen Elementen und Lederdrehsesseln ist für das Wohlergehen der Gäste bestens gesorgt.
Fazit: Rundum-Genusserlebnis und kulinarische Bildungsreise für Connoisseurs.

Schlossstr. 27-29, 66706 Perl
+49 (0) 6866 79118
Do-Fr abends, Sa, So mittags und abends geöffnet
Menüs € 238 - 295
Söl’ring Hof
H K M N R Q F
H Garage oder Parkplatz vorhanden
K Terrasse und/oder Garten vorhanden
M Übernachtung möglich
N besonderes Weinangebot
R EC-Zahlung möglich
Q Kreditkartenzahlung möglich
F Bar vorhanden

Konzept: Das Fine-Dining-Restaurant im schönen Hotel Söl‘ring Hof ist nicht nur das beste der Insel, sondern eines der Tophäuser des Landes – und ein Musterbeispiel für ein zeitgemäßes Genusskonzept der Spitzenklasse. Ein Menü.
Küchenstil: Die Nordsee, das Wattenmeer und der Norden sind die Schatzkammern, aus denen sich die kreative Aromenküche von Jan-Philipp Berner vornehmlich bedient, dazu kommen hier und da weitere Produkte in Topqualität. Klassisch ist die Basis, fulminant sind die Aromen – bei aller Finesse sind die Teller jeder für sich stets ein wunderbar schwelgerischer Genuss. Schon der Amuse-Bouche-Reigen ist etwa mit einem Tatar von Meeräsche mit Nordseekrabbe, Küstensenf und Salzmiere ein hinreißender Happen Nordseearoma. Die Königskrabbe mit Gurke, Dill und Verbene ist ein Ausbund an Frische, der Rehrücken mit Spitzkohl, weißem Rettich, Knusperchips, roter Johannisbeere und tiefgründiger Jus als verbindendes Element von frischer Säure und Umami von nachhaltiger wie eleganter Aromatik.
Wein: Mehr als 1000 Positionen umfasst die spektakuläre Karte mit Topauswahl bei Champagner, deutschen Rieslingen, Bordeaux und aus dem Burgund, außerdem über 150 Port und Madeira mit Jahrgangstiefe.
Atmosphäre: Die offene Küche am Kopf des länglichen Raumes mit zeitgemäß-elegantem Chic und einem Hauch Glamour ist der Blickfang. Das Team um Gastgeberin Bärbel Ring umsorgt die Gäste auf so herzlich-natürliche Art souverän und kompetent, wie es nur selten gelingt.
Fazit: Musterbeispiel für zeitgemäße deutsche Spitzenküche und -Gastlichkeit auf höchstem Niveau – großes Genusserlebnis auf allen Ebenen.

Am Sandwall 1, 25980 Sylt
+49 (0) 4651 836200
Mo-So abends geöffnet
Menüs € 239 - 269
Aqua
H M N R Q
H Garage oder Parkplatz vorhanden
M Übernachtung möglich
N besonderes Weinangebot
R EC-Zahlung möglich
Q Kreditkartenzahlung möglich

Konzept: Absolute Spitzenküche in modernem Restaurant, serviert werden zwei Menüs („Neues Entdecken“ und „Meine Verbundenheit“) mit fünf, sechs oder sieben Gängen (€ 195-225)
Küchenstil: Sven Elverfelds neue deutsche Küche ist eine der besten des Landes. Mit seinem innovativen Stil und vorwiegend regionalen Produkten von allerbester Qualität gelingen ihm aus vermeintlich einfachen Zutaten brillante Kreationen. So etwa bei Forelle und Räucherforellen-Fumet mit Kartoffel und Kräutervinaigrette, der bretonischen Seezunge „Sauce Maltaise“ mit Blattspinat und Speck oder dem Rehrücken mit Savora-Senf, Wildsalami-Dim-Sum, Wildleberwurst und Spitzkohl. Die Kreation von Gelber Bete, Honig und weißer Schokolade mit Chicorée und Honigbier-Sud leitet den Abschluss ein. Weltklasse!
Wein: Die außergewöhnliche Weinkarte mit über 800 Positionen von Topgütern aus aller Welt ist ein Fundus für Liebhaber.
Atmosphäre: Modern, urban und zeitlos-edel ist das Interieur, der Service unter Leitung von Maître-Sommelier Marcel Runge ist höchst zugewandt und immer mit dem angemessenen Charme am Gast.
Fazit: Souveräne Empathie und erstklassige
Stimmung mit dem Gast im Mittelpunkt – das absolute Wohlfühlerlebnis!

Parkstr. 1, 38440 Wolfsburg
+49 (0) 5361 606056
Mi-Sa 18-20 Uhr
Menüs € 195 - 225
Gästehaus Klaus Erfort
H I K N R Q
H Garage oder Parkplatz vorhanden
I Mittags geöffnet
K Terrasse und/oder Garten vorhanden
N besonderes Weinangebot
R EC-Zahlung möglich
Q Kreditkartenzahlung möglich

Konzept: Gourmetrestaurant der deutschen Spitzenliga mit französischer Ausrichtung. Serviert wird ein Menü mit ab vier Gängen (€ 147-225) sowie Gerichte à la carte.
Küchenstil: Haute Cuisine in Reinform, immer mit der ganz eigenen Handschrift von Klaus Erfort, der mit einer Mischung aus präzisem Handwerk und viel Gefühl seine Gäste begeistert. Etwa mit seinem Klassiker, dem Gemüseacker mit perfekt gegartem bretonischem Hummer mit Olivenkrokant und Wachtelei (€ 48). Doch egal, welches Gericht serviert wird, das Produkt steht im Fokus. So auch beim Sauté vom Kalbsbries mit Petersilie und jungem Lauch, dem gebeizten Rinderfilet mit Imperial Kaviar, Tamari Sojasauce und Wasabi Crème Fraîche (€ 75) oder Entenbrust mit geräucherter Pistazie und Gänseleber, die Teil des Menüs ist.
Wein: Die besondere Weinauswahl mit 600 Positionen ist auf den Küchenstil abgestimmt. Unter anderem durch Abfüllungen, die es nur hier gibt.
Atmosphäre: Gourmttempel-Steifheit findet man hier nicht. Stattdessen einen freundlichen, entspannten Service in den Räumen der großzügigen, hellen Villa. Im Sommer bietet sich die Terrasse am grünen Garten an.
Fazit: Große Küche, die man im stilvoll-ent­spannten Rahmen kultiviert genießt.

Mainzer Str. 95, 66121 Saarbrücken
+49 (0) 681 9582682
www.gaestehaus-erfort.de
Mo-Fr mittags und abends geöffnet
Tantris
I K N R Q F
I Mittags geöffnet
K Terrasse und/oder Garten vorhanden
N besonderes Weinangebot
R EC-Zahlung möglich
Q Kreditkartenzahlung möglich
F Bar vorhanden

Konzept: Die Ikone hat sich zum 50. Jubiläum mit jungem Team komplett neu aufgestellt, knüpft aber an die eigene Tradition an: große französische Küche, zeitgemäß interpretiert. Zwei Menüs (sechs und acht Gänge € 230-295) zur Wahl.
Küchenstil: Benjamin Chmura, zuletzt Küchenchef bei Troisgros, hat trotz seiner erst 32 Jahre bereits viel von der Welt der großen Küche gesehen, das merkt man seinen Menüs an. Sie glänzen durch beste Produkte, souveränes Handwerk und eine zeitgemäß-weltoffene Interpretation französischer Tradition. Seine Kreationen sind mal so dekorativ wie die zur Blüte arrangierte marinierte Bete mit gezupftem St. Pierre, Radieschen und buttriger Sancerre-Nage oder wie die Steinpilze (als Ragout und roh gehobelt), in delikatem Blätterteig zum Türmchen gestapelt, mit Birne, Lardo und Pedro-Ximenez-Vinaigrette. Mal sind sie aber auch ganz puristisch wie die bewusst knapp gegarte Rotbarbe mit Salzzitrone und Safran- Beurre-blanc. Große Kochkunst ist der Wildhase à la Royale, ein aufwendiges Gericht, das hierzulande nur noch wenige Chefs beherrschen, es begeistert mit Wildaromatik, dem Schmelz von Foie gras und geradezu lasziv sämiger Sauce. Ausgezeichnete Patisserie und eigene Bäckerei!
Wein: Die Karte beeindruckt mit Umfang, Jahrgangstiefe und seltenen Bouteillen aus dem über 50 Jahre gewachsenen Keller. Tipp: Bei Empfehlungen nach dem Preis fragen.
Atmosphäre: Das spektakuläre Design der 1970er Jahre in Rot, Schwarz und Orange wurde behutsam restauriert und nur in Details verändert; im Service dominieren junge Gesichter.
Fazit: Hochkarätige Gastlichkeit, bei der Küche und Wein im Mittelpunkt stehen.

Johann-Fichte-Str. 7, 80805 München
+49 (0) 89 3619590
Mi-Sa mittags und abends geöffnet
Menüs € 230 - 295
Atelier
H K M N R Q F
H Garage oder Parkplatz vorhanden
K Terrasse und/oder Garten vorhanden
M Übernachtung möglich
N besonderes Weinangebot
R EC-Zahlung möglich
Q Kreditkartenzahlung möglich
F Bar vorhanden

Konzept: Elegantes Gourmet-Restaurant des Spitzenhotels Bayerischer Hof, ein Menü (€ 205-235).
Küchenstil: Erster Eindruck nach dem Weggang von Jan Hartwig: Nachfolger Anton Gschwendtner kocht auf klassischer Basis mit japanischen Einschlägen, muss seinen persönlichen „Atelier“-Stil aber noch finden. Ganz stark der Einstieg bei Kaisergranatpraline in Tomatenwasserhülle, noch etwas unwuchtig der japanische Eierstich mit Rauchaal- und Birnenwürfeln. Kraftvoll als Produkt das Forellenfilet, das gut neben Meerrettichschaum und mildem Senf besteht, dazu ein Mini-Kalbskopfsandwich. Champignons, Alblinsen und Sherry unterstützen die wohlige Nussigkeit des glasierten Kalbsbries’ optimal, die stark reduzierte Jus zum Rehrücken ist ein klassikbetonendes Ausrufezeichen.
Wein: Rund 400 Positionen, preislich durchaus eine Herausforderung an den Gast. Inhaltlich kommt die Chance eines Neubeginns durch
den von Léa Linster gewechselten Sommelier Shahzad Talukder.
Atmosphäre: Im innen liegenden grau-braun designten Atelier sorgt geschickte Beleuchtung für eine intime Stimmung. Restaurantleiter Julian Kraus ist ein formvollendeter, aber nicht förmlicher Gastgeber, der Raum und Gäste im besten Sinne bespielt.
Fazit: Hochkarätige Küche mit Raum für Entwicklung – hier geht noch mehr!

Promenadeplatz 2-6, 80333 München
+49 (0) 89 2120634
Di-Sa 18-0 Uhr
Menüs € 205 - 235