Die 30 besten Bars in Deutschland

Deutschlands Barszene:
Deutschlands Barszene ist so vielseitig wie nie: Klassiker stehen neben modernen Speakeasys, Nachbarschaftsbars neben hoch technisierten Cocktail-Laboren. Dabei geht es längst nicht mehr nur um perfekt gemixte Drinks. Saisonale Zutaten, eigene Destillate, alkoholfreie Cocktails und ungewöhnliche Food-Pairings prägen eine neue Generation von Bars.
Für die Auswahl der 111 besten Bars in Europa haben wir uns mit dem Reisemagazin Merian und dem Wohnmagazin AW Architektur & Wohnen zusammengetan, um unterschiedliche Perspektiven einfließen zu lassen. Denn eine herausragende Bar lebt nicht allein von exzellenten Drinks: Auch Atmosphäre, Design und der besondere Charakter eines Ortes machen den Unterschied. Jedes unserer Magazine hätte für sich vermutlich eine etwas andere Auswahl getroffen – von den innovativsten Cocktails über die außergewöhnlichsten Locations bis zum besten Interior. Bei unserer gemeinsamen Auswahl stimmt das Gesamtpaket – 30 davon liegen in Deutschland. Wir stellen die ausgewählten Adressen von Bamberg bis Stuttgart vor.
Bamberg
Das schwarze Schaf
Raues Mauerwerk, Kerzenschein und eine Barkarte, die Franken auf überraschende Weise ins Glas bringt: Sven Goller setzt im Schwarzen Schaf auf saisonale Zutaten und regionale Aromen, ohne dabei provinziell zu werden. Ein Drink kann hier etwa Gin, Wermut, Thai-Basilikum, Yuzu und Zitronenbasilikum verbinden. Ein ebenso eigenständiger wie atmosphärischer Genussort.
Adresse: Schranne 7, Bamberg
Ruhetag: Sonntag
Website: dasschwarzeschafbamberg.de
Berlin

Becketts Kopf
Schon der Eingang gibt den Ton vor: Erst nach dem Klingeln öffnet sich hinter einer unscheinbaren Tür ein Salon mit Chesterfield-Sesseln, rotem Licht und literarischem Flair. Die Barkarte steckt in alten Buchbänden und widmet sich vor allem Cocktail-Klassikern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, ergänzt um eigene Essenzen und Tinkturen. Ein wunderbar entschleunigter Rückzugsort.
Adresse: Pappelallee 64, Berlin
Ruhetage: Sonntag bis Dienstag
Website: becketts-kopf.de
Green Door
Seit drei Jahrzehnten gehört die grüne Tür an der Winterfeldtstraße zu den Konstanten der Berliner Barszene. Dahinter wartet ein eigenwilliger Mix aus Karomustern, Kitsch, New-York-Mobiliar und langer Holzbar. Beim Trinken verbindet das preisgekrönte Team Eigenkreationen mit souverän gemixten Klassikern – herzlich, lebendig und wunderbar unangepasst.
Adresse: Winterfeldtstraße 50, Berlin
Ruhetage: keine
Website: greendoor.de
Velvet Bar
In der Velvet Bar bestimmen die Jahreszeiten, was ins Glas kommt. Das Team sammelt Pflanzen in Berlin und Brandenburg und verarbeitet etwa Waldmeister, Walnüsse oder Duftveilchen zu Essenzen für die laufend wechselnden Drinks. Das Ergebnis ist eine konsequent regionale und zugleich moderne Interpretation von Mixologie.
Adresse: Ganghoferstraße 1, Berlin
Ruhetag: Dienstag
Website: velvet-bar-berlin.de
Victoria Bar
Holzvertäfelung, Kunst, gedämpftes Licht und Bartender in weißen Sakkos: Die Victoria Bar pflegt klassische Barkultur, ohne altmodisch zu wirken. Im Mittelpunkt stehen präzise gemixte Klassiker ohne Effekthascherei. Dazu gibt es zeitlose Bargerichte wie Sandwiches und Caesar Salad.
Adresse: Potsdamer Straße 102, Berlin
Ruhetage: keine
Website: victoriabar.de
Wax On
Im Wax On trifft lässige Neuköllner Atmosphäre auf erstaunlich viel Technik. Hinter dem Edelstahltresen wird zentrifugiert und mit Pre-Batching gearbeitet, einige Drinks fließen perfekt temperiert direkt vom Zapfhahn ins Glas. Im Vordergrund steht dabei nicht die Show, sondern möglichst klarer und konzentrierter Geschmack.
Adresse: Weserstraße 208, Berlin
Ruhetag: Montag
Instagram: @waxonberlin
Dresden

1705
Die ehemalige Karl May Bar im Hotel Taschenbergpalais heißt heute 1705 und verbindet die Eleganz einer Grandhotelbar mit moderner Mixologie. Dunkles Eichenholz, rotes Leder und Kristalllüster bilden die Kulisse für Drinks wie den „Detective“ mit Scotch, Kräuterlikör, karibischen Gewürzen, Pfirsich, Minze und geklärter Kokosmilch.
Adresse: Taschenberg 3, Dresden
Ruhetage: keine
Website: kempinski.com
Nook
Sachsens erste Cocktail-Izakaya setzt auf Edelstahl, reduziertes Design und eine bewusst ungezwungene Atmosphäre. Viele Aromen und Mikro-Destillate entstehen im Haus, auch Drinks mit niedrigem Alkoholgehalt spielen eine Rolle. Signature Drink ist der „Savory“ mit weißem Rum, Preiselbeere, Tomate und Soda.
Adresse: Bischofsweg 72, Dresden
Ruhetage: Dienstag und Mittwoch
Website: nook-bar.de
Frankfurt
Moloko+
Seit rund zwei Jahrzehnten ist das Moloko+ ein Anlaufpunkt für Frankfurter Barfans. Der Name spielt auf Stanley Kubricks „A Clockwork Orange“ an, das Ambiente auf lässigen Retro-Charme. Ein Beispiel für die eigenständigen Drinks ist der „Red Flag“ mit Gin, Habanero-Destillat, Milky Oolong und japanischer Pflaume.
Adresse: Kurt-Schumacher-Straße 1, Frankfurt
Ruhetag: Sonntag
Website: moloko-am-meer.com
Tiny Cup
Gerade einmal 17 Quadratmeter misst die kleine Bar im schmalsten Haus Frankfurts. Sven Riebel nutzt den begrenzten Raum für umso größere Ideen und übersetzt beispielsweise Eisdielen-Klassiker wie Banana Split oder Spaghetti-Eis in Cocktails. Kreative Freiheit braucht eben nicht viel Platz.
Adresse: Mainkai 4, Frankfurt
Ruhetage: Sonntag bis Dienstag
Website: thetinycup.de
Yaldy
Restaurant und Cocktailbar zugleich: Das Yaldy verbindet eine lässige Atmosphäre mit ambitionierten Drinks und mediterran inspirierter Küche. Auf der Karte stehen etwa der „City Goose“ mit Bourbon und Fino Sherry oder „1001“ mit Pisco, Tequila, Safran, Rosenblüten und Granatapfel. Dazu gibt es ein umfangreiches Weinangebot.
Adresse: Moselstraße 15, Frankfurt
Ruhetage: keine
Website: yaldy.bar
Freiburg
One Trick Pony
Unter der Freiburger Altstadt wartet ein historischer Gewölbekeller mit ziemlich urbanem Innenleben. „Fine Drinks & Diving“ lautet das Credo: Die Lässigkeit einer Dive Bar trifft auf aufwendiges Cocktailhandwerk und moderne Labortechnik. Selbst das Eis wird aus großen Blöcken geschnitten. Ein Signature ist der „Porcini & Negroni“ mit getrockneten Steinpilzen.
Adresse: Oberlinden 8, Freiburg
Ruhetage: Sonntag bis Dienstag
Website: onetrickpony.bar
Hamburg

Collab Bar
Die Collab Bar zeigt, wie anspruchsvoll Cocktails ohne Alkohol sein können. Unter dem Gedanken des „Equal Drinking“ sollen unterschiedliche Vorlieben beim Alkoholgehalt gleichberechtigt berücksichtigt werden. Dafür arbeitet das Team unter anderem mit Säure, Tanninen, Tee, Fermentation, Gewürzen und Shrubs. Kooperationen mit Gastronomien aus der Nachbarschaft sorgen zudem für kleine Gerichte.
Adresse: Hein-Hoyer-Straße 63, Hamburg
Ruhetage: Sonntag und Montag
Website: collab-bar.de
Jahreszeiten Bar
Nur rund 30 Sitzplätze verteilen sich auf zwei Etagen der Bar im Hotel Vier Jahreszeiten. Barchef Enrico Wilhelm setzt auf klassische Eleganz – vom „Jahreszeiten Royal“ mit Rum, Aperol, Antica Formula und Kakaobutter bis zum lokal inspirierten „Hamburg Sour“ mit Helbing Kümmel. Auch die Auswahl an Whisky und Gin ist beachtlich.
Adresse: Neuer Jungfernstieg 9–14, Hamburg
Ruhetage: keine
Website: hvj.de
Le Lion
Eine Hamburger Institution und die Geburtsstätte eines modernen Cocktail-Klassikers: Jörg Meyer erfand im Le Lion den Basil Smash. Hinter der unscheinbaren Tür warten dunkle Tapeten, gedämpftes Licht und eine klassische Speakeasy-Atmosphäre. Neben verschiedenen Basil-Smash-Varianten überzeugen Klassiker und eigene Kreationen.
Adresse: Rathausstraße 3, Hamburg
Ruhetag: Sonntag
Website: lelion.net
The Chug Club
Betty Kupsa hat sich ganz der Blauen Agave verschrieben. Rund 500 Tequilas und Mezcals umfasst das Angebot ihrer mexikanisch geprägten Bar auf St. Pauli. Zum Kennenlernen eignen sich die kleinen „Chugs“. Unbedingt probieren: die Buttermilk Margarita mit gereiftem Tequila, Limettensaft, Agavensirup und Buttermilch.
Adresse: Taubenstraße 13, Hamburg
Ruhetage: keine
Website: thechugclub.bar
The Local
Eine anspruchsvolle Cocktailbar, die sich trotzdem wie eine gute Nachbarschaftskneipe anfühlt: Genau das war Oliver Singhs Idee, als er The Local 2021 eröffnete. Oldschool-Hip-Hop, Wohnzimmer-Atmosphäre und präzises Cocktailhandwerk machen die kleine Bar am Wohlers Park zu einer angenehm unaufgeregten Adresse.
Adresse: Wohlers Allee 10, Hamburg
Ruhetag: Dienstag
Website: thelocal.bar
Karlsruhe
Guts & Glory
Im Karlsruher Hirschhof interpretiert Barchef Knut Graap die klassische American Bar zeitgemäß. Viele Zutaten, Infusionen und fassgelagerte Spirituosen entstehen in der eigenen Produktionsküche. Saisonale Themenkarten sorgen für neue aromatische Schwerpunkte, während das Handwerk bewusst wichtiger bleibt als große Effekte.
Adresse: Hirschhof 5, Karlsruhe
Ruhetag: Dienstag
Instagram: @gutsandglory.bar
Köln

Little Link
Seit 2014 gehört Stephan Hinz’ Little Link zu den festen Größen der deutschen Cocktailszene. Viele Zutaten entstehen direkt im Haus, bekannte Aromen werden mit ungewöhnlichen Komponenten kombiniert. Technische Präzision trifft dabei auf eine bewusst entspannte Atmosphäre und herzhaftes Barfood.
Adresse: Maastrichter Straße 20, Köln
Ruhetage: keine
Website: littlelink.de
Rosebud
Schon seit den frühen 1990er-Jahren prägt das Rosebud die Kölner Cocktailkultur. Hinter der leuchtenden Neonrose verbirgt sich eine Mischung aus klassischer Bar und entspanntem Veedel-Wohnzimmer; im Sommer kommt ein begrünter Innenhof hinzu. Bemerkenswert ist auch die Auswahl alkoholfreier Drinks.
Adresse: Heinsbergstraße 20, Köln
Ruhetag: Sonntag
Website: rosebudbar.de
Seiberts
„Classic Bar & Liquid Kitchen“ lautet das Konzept von Volker Seibert. Der erfahrene Gastgeber verbindet klassische Barkultur mit Techniken aus der Küche: Zutaten werden aromatisiert, gereift oder mithilfe von Fetten auf Spirituosen übertragen. Die Cocktails dürfen entsprechend komplex und ihre Präsentationen durchaus opulent ausfallen.
Adresse: Friesenwall 33, Köln
Ruhetage: Sonntag und Montag
Website: seiberts-bar.com
Toddy Tapper
Im Agnesviertel widmet sich Indika Silva einer Spirituose, die auf deutschen Barkarten noch immer vergleichsweise selten auftaucht: Arrak aus fermentiertem Palmsaft. Seine sri-lankischen Wurzeln verbindet er mit moderner europäischer Mixologie. Zum Einstieg empfiehlt sich der „Ceylon Mule“ mit Yuzu, Palmzucker und Arrak.
Adresse: Schillingstraße 27, Köln
Ruhetag: Sonntag
Website: toddytapperbar.de
Leipzig
Imperii
Seit 2015 verbindet das Imperii klassische Barkultur mit Experimentierfreude. Gin spielt eine wichtige Rolle, aber auch Kräuter, Früchte und rauchige Spirituosen bestimmen die saisonalen Kreationen. Wer länger bleiben möchte, findet zusätzlich eine umfangreiche Restaurantkarte mit saisonaler Küche.
Adresse: Brühl 72, Leipzig
Ruhetage: Sonntag und Montag
Website: imperii.de
München

Gabányi
Dunkles Parkett, Smaragdgrün und schwere Kristallgläser schaffen die Atmosphäre eines klassischen Künstler- und Literatursalons. Stefan Gabányi, einst Wegbegleiter von Charles Schumann, steht für klassische Barkultur ohne Attitüde. Sein „Gabányi Manhattan“ kombiniert Rye Whiskey, Wermut und einen hauseigenen Kräuterbitter.
Adresse: Beethovenplatz 2, München
Ruhetage: Montag und Dienstag
Website: bar-gabanyi.de
Goldene Bar
Die historischen goldenen Landkarten an den Wänden geben der Bar im Haus der Kunst ihren Namen. Seit 2010 prägt Klaus St. Rainer die Adresse mit anspruchsvollen Drinks und vielen selbst hergestellten Komponenten. Der Haus-der-Kunst-Cocktail kombiniert Gin, Zitronensaft, Gin-Tonic-Espuma und Champagner.
Adresse: Prinzregentenstraße 1, München
Ruhetag: Dienstag
Website: goldenebar.de
Jaded Monkey
Industrial-Lampen, Affen im Dekor und ein Hauch Rock ’n’ Roll: Das Jaded Monkey nimmt klassische Barkultur nicht allzu ehrfürchtig. Gastgeber Bill Fehn bringt jahrzehntelange Erfahrung in der Münchner Barszene mit. Ein Beispiel für den Stil des Hauses ist der „Hackenviertel“ mit Whiskey, rotem Wermut, Walnusslikör, Campari und Pecan Bitters.
Adresse: Herzog-Wilhelm-Straße 25, München
Ruhetage: Sonntag und Montag
Website: jadedmonkey.de
Schumann’s
Kaum ein Name ist so eng mit deutscher Barkultur verbunden wie Charles Schumann. In seiner Bar am Hofgarten geht es nicht allein um Drinks, sondern auch um Gastlichkeit, Essen und das klassische Spiel aus Sehen und Gesehenwerden. Schumann prägt seinen legendären Treffpunkt bis heute persönlich – inklusive Kraftbrühe und berühmten Bratkartoffeln.
Adresse: Odeonsplatz 6–7, München
Ruhetag: Samstag
Website: schumanns.de
Stuttgart

Holzmaler
Klingeln muss man bei „Johannes Mack“, bevor sich die Tür zu diesem Stuttgarter Speakeasy öffnet. Innen erinnern Dschungelbilder und Details an die 1920er-Jahre; der Name verweist auf den Künstler Johannes Mack, der hier einst als Holzmaler arbeitete. Der Signature Drink „Johannes Mack“ kombiniert Korn, Grand Marnier, Kaffeelikör und Campari.
Adresse: Weberstraße 9, Stuttgart
Ruhetage: Sonntag bis Dienstag
Website: holzmaler.de
Jigger & Spoon
Diese Bar liegt in einem ehemaligen Banktresor tief unter der Stuttgarter Innenstadt. Historischer Lastenaufzug, Beton und schwere Tresortür liefern die spektakuläre Kulisse, hinter der mit moderner Technik gearbeitet wird – inklusive eigenem Rotationsverdampfer. Wer sich nicht entscheiden kann, beschreibt der Crew einfach das gewünschte Aromenspektrum.
Adresse: Gymnasiumstraße 33, Stuttgart
Ruhetage: keine
Website: jiggerandspoon.de





