15 Hamburger Restaurants, die noch nicht jeder kennt

1. Zeik (Winterhude)
Kreative, produktorientierte Küche mit klarer Handschrift – eines der spannendsten Restaurants Hamburgs. Junges, legeres Fine Dining mit Fokus auf kreative, regional-saisonale Gemüsekompositionen. Zwei Menüs, eines davon vegetarisch. Maurizio Oster hat seinen individuellen Stil weiter geschliffen, seine Gerichte, die jeweils eine Hauptzutat mit Raffinesse durchdeklinieren, haben an Klasse gewonnen, etwa „Karotte“ als Quader aus Stampf, Ragout, Mousse mit Kräuteröl, Karotten-Buttermilch-Sauce und einer Knusperrolle mit geräuchertem Karottenpüree. Aromatischer Rehrücken mit Walnuss-Sellerie-Praline, klassisch intensiver Jus und weiteren Sellerie-Varianten. Herrlich süffig zum Löffeln: „Huhn 2020“ mit Keulenragout, Fettschaum, Lebereis, Schnittlauchöl. Perfekte Harmonie beim Finale mit Mandarine, Estragon und Quark mit der 2018 Riesling Spätlese Bockstein von Nik Weis.
2. Yin Seafood Restaurant (Altona)
Wer Fisch und Seafood liebt, findet hier elegante Gerichte mit asiatischen Einflüssen und Fokus auf hochwertige Produkte aus dem Meer. Das chinesische Restaurant mit angeschlossenem Fischhandel galt lange als Geheimtipp, inzwischen sollte man reservieren, wenn man etwa in den Genuss der Szechuan-scharfen Tintenfische oder Meeresschnecken kommen will. Empfehlenswert und topfrisch sind der ganze Wolfsbarsch und das Thunfischtatar. Steinbutt und ganze Hummer nach Tagespreis.
3. Kinfelts Kitchen & Wine (Hafencity)
Stilvolle Brasserie-Atmosphäre, starke Weinkarte und moderne europäische Küche direkt am Wasser. Das licht-moderne Lokal nahe der „Elphi“ bietet eine opulente Weinauswahl, die Sommelier Maximilian Wilm zusammengestellt hat. Dazu gibt es eine Karte mit geschmackvoll-bodenständigen Gerichte (Pasta mit Trüffeln, Ochsenbacke, Pulpo mit Süßkartoffelcurry). Wechselnde Auswahl von 30 offenen Positionen, Raritäten im Coravin-System. Treff auch für Sommeliers.
4. Kleine Brunnenstraße 1 (Ottensen)
Beliebter Nachbarschaftstreff – Andreas Steinwandt gehörte zu den Pionieren für feine saisonal und regional orientierte Küche. À la carte und als Überraschungsmenü. Winzerabende, Olivenöl-Tastings, Workshops und Olivenöl-Menüs. Ein Restaurant mit saisonaler Küche in familiärer Atmosphäre – unkompliziert, kreativ und perfekt für einen entspannten Abend.
5. The Lisbeth (Altstadt)
Moderne deutsche Küche mit regionalem Fokus, serviert in stilvollem Ambiente in der historischen Deichstraße. Norddeutsch inspiriertes Fine Dining in historischer Umgebung. Serviert wird das Menü „Hamburger Renaissance“ mit fünf oder sechs Gängen.
6. XO Seafoodbar (St. Pauli)
Lebendiges Bar-Restaurant im Herzen von St. Pauli mit Schwerpunkt auf Fisch und Meeresfrüchten, begleitet von regionalem Gemüse. Alle Gerichte à la carte, zusätzlich gibt es ein Chef‘s Choice Menü. Einer der spannendsten Fisch-Spots der Stadt.
7. o-ren ishii (Altstadt)
Dieses kleine Restaurant steuern auch viele Hamburger Spitzenköche an, mittags ist jeder Platz an den langen Holztischen stark umkämpft. Die (vielen Stamm-)Gäste aus den umliegenden Büros und Agenturen schätzen fluffige Baos, die handgemachten Mi-Nudeln und Gerichte wie Garnelen mit Chili-Tamarinden-Sauce und Thaibasilikum-Pomelo-Salat. Seit fast 20 Jahren gibt es das Familienlokal mit einem deutsch-vietnamesischem Team.
8. Nil (St. Pauli)
Hamburger Institution mit entspannter Atmosphäre und zeitgemäßer europäischer Küche zwischen Bistro und Fine Dining. Es gibt ein 5-Gänge-Menü und À la carte Gerichte. Saisonale Zutaten spielen dabei in der Regionalküche eine große Rolle. Irische Felsenauster (€ 4,50/Stück) werden mit einer gut abgeschmeckten Vinaigrette serviert, Tataki vom mariniertem Flanksteak kommt mit Rhabarber-Chutney (€22,50) und als Hauptgang gibt es beispielsweise Heide-Forelle im Ganzen mit brauner Butter, Sesam-Gurkensalat und Butterkartoffeln (€ 32).
9. Jing Jing (Eimsbüttel)
Laut, lebendig und voller Geschmack: modernes Thai-Food mit viel Schärfe, Charakter und urbanem Flair. Vorweg passt etwa ein Rindertatar mit thailändischer Gewürzpaste, Cashews und Thaikräutern (€ 17,90), einen schönen Biss hat der dry-aged Hamachi aus Dänemark mit Nam-Prik-Sauce, Minze und Koriander (€ 19,90). Viel Wumms haben die gebratenen Meeresfrüchte mit frischem grünem Pfeffer Meeresfrüchte (€ 24,90), Veganer werden glücklich mit gebratener Aubergine mit Thai-Basilikum und hausgemachter veganer Fischsauce (€ 17,90).
10. Witwenball (Eimsbüttel)
Kreative saisonale Küche mit internationalem Einfluss – modern, stylish und immer gut besucht. Die Inhaber Julia und Axel Bode wählen die Produkte für die kreativen Gerichte genauso sorgfältig aus wie die Weine – gerne bio, gerne regional. Es gibt ein Vier-Gänge-Menü (€ 72) mit frei wählbaren Gerichten aus der Karte wie etwa Saibling Sashimi (€ 22), geflämmte Makrele (€ 21), Hühnerkeule mit Spargel (€ 32) und Sorbet mit Schaumwein (€ 12). Sonntag ist Wiener-Schnitzel-Tag (€ 32).
11. Yaku (Grindel)
Fine Dining trifft auf mexikanische und internationale Aromen: mutig, modern und überraschend. Als Vorspeise ist die Jakobsmuschel mit Sauce Hollandaise aus Mango und Forellenkaviar (13 €) ein geschmackliches Highlight. Ein Muss ist das Ceviche mit Wolfsbarsch, Leche de Tigre mit gelbem Chili und Süßkartoffelpüree (16 €). Deftiger wird es bei Gerichten wie Schweinebauch mit Salsa und knusprigem Mais (20 €) oder gebratener Entenkeule an Mole-Poblano-Sauce (18 €).
12. Heimatjuwel (Eimsbüttel)
Nordisch inspirierte Küche mit regionalen Produkten und entspannter Nachbarschaftsatmosphäre. Regionale Produzenten sorgen für kurze Wege von der Farm auf den Teller. Hier werden sie höchst geschmackvoll inszeniert, etwa beim Amuse-Reigen die Kürbiswaffel und Kirschessigkaviar. „Aromen des Herbstes“ als Vorspeise brachte Buchenpilze, Pilzküchlein, Pilzcreme, Kürbis mit Yuzu-Gel und Petersilien-Sponge bestens zur Geltung. Wumms hatte auch Mangold in Walnuss-Dashi. Zauberhaftes: Dessert, ein saftiger Savarin mit Rauchmandel und Topfeneis.
13. Reichlich (Harvestehude)
Seit vier Jahren kultiviert Clemens Reich das Motto: „Moderne Küche, mit dem Herzen in Österreich“! Im stilvoll modernen Ambiente präsentiert er Jausenbrettl, Bachforelle, Kasspatzln, Marillenknödel, aber auch Ibérico-Bäckchen oder Bauernbrot mit feiner Butter und AKI-Kaviar. Schön für zwei ist der Platz am Tresen vor der offenen Küche, ein Magnet ist im Winter die urige Hütte vor der Tür. Fair kalkulierte Weinkarte (260 Positionen), u.a. mit den Stars Österreichs, dazu ein breites offenes Angebot. Der Kaffee stammt von Julius Meinl aus Wien, Brände kommen aus Tirol. Highlight: Gegen den Sonntagsblues ab 13 Uhr: Wirtshausessen mit Wiener Schnitzel, Schmarren und Hendl.
14. Koer (Winterhude)
Moderne Marktküche hat sich das kleine Restaurant auf die Fahne geschrieben, in geselliger Atmosphäre. Ein Carte-Blanche-Menü plus Upgrades, etwa mit Wagyu. Paul Decker serviert filigrane Kreationen mit vorwiegend nordischen Zutaten – als Amuse etwa ein Zwiebelkuchen-Churro mit Schmand und eine Mini-Pilztarte mit vielerlei Blüten. Den Limfjord-Hummer in der Vorspeise kombiniert er als Tatar mit Rettich und Erbse in verschiedenen Strukturen, ein frischer leichter Einstieg. Mangoldrolle mit Pfifferlingen, und einer Rolle, gefüllt mit Mangold-Sauerkraut und Ziegenfrischkäse-Schaum überrascht mit kräftigen Aromen und unterschiedlichen Konsistenzen.
15. Restaurant Félix (Hochkamp)
Junges französisches Bistro nahe der Elbe in einer Villa im Wohngebiet. Wechselndes Menü und à la carte. Die Karte spricht Französisch ebenso wie Félix Bechtolf, der einige Jahre in Frankreichs Küchen verbracht hat. Mit dieser Erfahrung serviert er Topprodukte in klassischer Manier: Coquille Saint-Jacques mit Beurre blanc und Blattspinat, die handwerklich perfekte Pâté en Croûte Bourgeois (Pastete im Teigmantel) mit Foie gras und würzigem Kräutersalat. Hocharomatisch ist die gut bestückte Bouillabaisse mit Sauce Rouille und geröstetem Brot, im Norden selten und dafür um so schöner Ris de Veau (gebackenes Kalbsbries) mit Sauce Tartare sowie Kartoffelsalat mit Kürbiskernöl.

