Restaurants für den Valentinstag in Berlin

Konzept: Nova-Regio-Küche auf Berliner Art mit Fokus auf Saisonalität, Kreativität und nordisch inspirierte Techniken wie Fermentation. Degustationsmenü in 6-8 Gängen.
Küche: „Rutz“-Mastermind Marco Müller und sein Küchenchef Dennis Quetsch haben ein klares Erfolgsrezept: „Wir fangen da an zu denken, wo andere aufhören.“ So entstehen spannungsreiche Kreationen für aufgeschlossene Gaumen wie die Kombination von Lamm (Rücken, Zunge, Bauch und Fett), Wattauster und grünen Bohnen oder ein Gang rund um im Ganzen verarbeitete Forelle, der auch eigenen Bottarga und aus Karkassen und Köpfen gewonnenes Garum umfasst. Das stimmig durchkomponierte Menü beeindruckt durch handwerklichen Feinschliff und geschmacklichen Facettenreichtum. Müller nahm nach 23 Jahren wieder Jakobsmuschel auf die Karte, weil ihn die handgetauchte Qualität aus Norwegen begeisterte. Er bringt die zarte Meeresfrucht so gekonnt auf den Punkt, dass sie nur gerade eben gegart ist und ihre cremige Konsistenz und süßlich-nussige Aromatik voll ausspielen kann. Der getrocknete Rogen wird zur Intensivierung des Geschmacks darüber gehobelt, dazu gibt es eingelegten Grünkohl, Kap-Stachelbeere und Sauce aus den Bärten der Jakobsmuschel und Kräuteröl.
Wein: Kongenial abgestimmte Weinbegleitung; wer mag wählt selbst aus dem opulenten Weinbuch (die Eigentümer des Restaurants sind Weinhändler). Anfang des Jahres folgte Sebastian Höpfner als Sommelier auf Nancy Großmann (jetzt „Grill Royal“).
Atmosphäre: Das zweistöckige Lokal im puristischen Stil mit Natursteinwänden wirkt offen und zugänglich; prägendes Element ist ein Regal über beide Etagen mit bunt ausgeleuchteten Einweckgläsern. Falco Mühlichen ist der beredte Gastgeber, der an den Tischen für gute Stimmung sorgt. Sommerterrasse im Obergeschoss.
Fazit: Genussvolle kulinarische Bildungsreise in stilvoll-entspanntem Ambiente.
Konzept: Casual Fine Dining im mit Feinsinn gestalteten Restaurant der Bildhauerin und vielfach ausgezeichneten Chocolatière Kristiane Kegelmann. Es gibt ein Menü mit 5 oder 7 Gängen sowie Tellergerichte à la carte
Küche: Seit September 2024 sorgt Florian Sperlhofer als neuer Küchenchef für Aufsehen. Der gebürtige Österreicher war bei Tim Raue, bei Juan Amador in Wien und zuletzt Marco Müllers Souschef im „Rutz“. Überliefertes Handwerk und Nachhaltigkeit spielen bei seinen aromatischen Kreationen die Hauptrolle, etwa wenn er deftigen Räucheraal von der Müritz mit fluffigen Eierstich-Streifen, fermentierter Süßkirsche, gegrillten Egerlingen (eine Champignon-Art) und sanft bittrig-süßen Blüten und Kraut von der Gewürztagetes reicht. Petersilie, Petersilieneis und Süßdolde verwandelt Sperlhofer zusammen mit blanchierten Mandeln und karamellisiertem Kürbis in ein kräutrig-fruchtig-frisches Dessert.
Wein: Sommelière Julia Giese begleitet mit naturnah produzierten Weinen, viele davon aus Frankreich.
Atmosphäre: Minimalistisch und doch einladend, helle Farben, warmes Kerzenlicht. Am schönsten sitzt man am großen, langen Communal Table vor der offenen Küche.
Fazit: Professionelle Gastlichkeit, die beseelt.
Konzept: Veganes Bistro (seit Jahresbeginn) mit Anspruch: Das Bonvivant ist Berlins spannendster Neuzugang für kreative und aromatische Gemüseküche.
Küche: Chefkoch Nikodemus Berger ist Wiener und seit der Kindheit Vegetarier. Er vermag es, Gerichten auch ohne Fisch und Fleisch eine aromatische Tiefe zu geben und dabei das Hauptprodukt überzeugen zu lassen: Etwa bei dem Laubporling aus Brandenburger Wäldern, den er mit einem Schaum aus Brunnenkresse und einer getrüffelten Brioche serviert. Grandios gelingt die geflämmte Gurke, bei der er mit Austernblättern und einer Dashi-Imitation Meeresakkorde auf den Teller zaubert.
Wein: Tolle und gastfreundlich kalkulierte Weinkarte mit Klassikern und Naturweinen. Besonders begeistert die Cocktailbegleitung von Barchef Martin Wolf (Nachfolger von Elias Heintz, der sich verstärkt ums Management kümmert). Grundlage für für die kongenialen Foodbegleiter sind Saft oder Tee.
Atmosphäre: Ecklokal in einem Westberliner Altbau, das Interieur ist natürlich und liebevoll, mit getrockneten Wiesenblumen auf den Tischen und farbenfroher Kunst an der Wand. Der Bartresen beherrscht den Raum und bietet ein entspanntes Flair.
Fazit: Gemüseküche voller Experimentierfreude: Wir verleihen den Award „Innovation des Jahres“.
Konzept: Seit mehr als 20 Jahren ist das lichtdurchflutete Dachgarten-Restaurant des Hotels „The Mandala“ eine Gourmet-Oase im Trubel der City – und unter der Woche die wohl beste Lunchadresse der Stadt.
Küche: Küchendirektor Michael Kempf und Küchenchef Joachim Gerner setzen auf regionale und internationale Spitzenprodukte und verbinden klassische Zubereitungen mit kreativen Akzenten. Asiatische und mediterrane Inspirationen fließen harmonisch in die handwerklich präzisen Gerichte ein. Der hocharomatische Kaisergranat mit Mais und Spitzkohl schafft durch die Kombination mit der feinen Schärfe der Chipotle (geräucherte Jalapeño) eine wunderbare Balance. Der glasig gegarte isländische Kabeljau punktet mit zartem Biss und wird von der würzigen Chorizo angenehm abgerundet. Liebstöckel und Meerrettich machen die zarte Schulter vom Rotbunten Kalb herrlich geschmacksintensiv. Highlight zum Schluss: „Die Birne“, in Kombination mit Karamell, Ahorn und Walnuss ein auch optisch eindrucksvolles Finale.
Wein: Zur exzellenten Küche passt die gut sortierte Weinauswahl mit 450 Positionen. Aber auch die glasweisen Pairings von Sommelier Felix Voges ergänzen die Gerichte perfekt.
Atmosphäre: Große Fenster zum Bambusgarten vermitteln das Gefühl, mitten im Grünen zu speisen. Die Atmosphäre ist niveauvoll, doch ungezwungen und lädt die Gäste ein, sich wohlzufühlen. Der aufmerksame Service unter der Leitung von Manuel Finster agiert zuvorkommend, aber unaufdringlich.
Fazit: Eine souveräne Spitzenadresse mit raffinierter, produktfokussierter Gourmetküche und exzellentem Service.
Konzept: Gourmetrestaurant im Showroom des Stuckateurmeisters Richard Bieber von 1894, der schon die Expressionisten Max Pechstein und Ernst Ludwig Kirchner inspirierte. Karte mit 8 Gerichten, die als Menü ab 3 Gängen beliebig kombiniert werden können.
Küche: Stephan Garkisch hat sich enorm gesteigert, noch ausgefeilter sind seine aromenstarken und auch optisch kunstvoll dargebotenen Kreationen. Gemüse und Kräuter kommen vom eigenen Acker. Geflügelleber-Mousse mit Linsencreme etwa präsentiert er zur kalten Jahreszeit in Form eines mit weißer Schokoladenkuvertüre überzogenen und mit Pilzpulver gefärbten Steinpilzes, den er auf einem Waldboden aus gelber Bete, Feldsalat und Holunderreduktion reicht. Sanft salzigen Schafskäse richtet er mit Creme und Würfeln von weißem Rettich, Hagebutten-Konfitüre und knusprigen, mit Chili gerösteten Schalotten an.
Wein: Die charmante Gastgeberin Anne Garkisch hat passende Top-Weine aus Deutschland und dem Burgund parat. Berlins größte Auswahl an halben Flaschen.
Atmosphäre: Liebevoll gediegen. Dunkle Holzstühle, roter Teppich, an den Wänden bezaubern Nymphen und Satyre. Ein Affe aus Gips hängt am Türsturz. Viele Stammgäste.
Fazit: Professionelle Gastlichkeit an einem Berliner Lieblingsort.
Konzept: Nicholas Hahn hat als neuer Küchenchef die Gemüseküche im einstigen Clubrestaurant von Club-Legende Heinz „Cookie“ Gindullis auf eine neue Höhe gebracht. Serviert wird ein Menü mit 4 bis 7 Gängen, das mit Hausklassikern wie Parmesanknödel oder Misogurke aufgestockt werden kann.
Küche: Hahn beherrscht klassische Techniken aus dem Effeff. Auf dieser Basis und mit eleganten Jus und Saucen gelingen Gourmetgerichte, die auch Fleisch- und Fischfans nichts vermissen lassen. Die ganze glasierte und geschälte Tomate etwa füllt er mit Apfel, Birne, Ananas und Sternanis und reicht sie mit intensiver Essenz von karamellisierter Tomate und Pistaziencreme. Beinah deftigen, aus gegarter Sellerieknolle ausgestochenen und gerösteten Talern mit schwarzer Sesam-Macadamia-Kruste und Macadamia-Kaffee-Chili-Sauce geben Yuzu-Chutney und Creme aus Amalfizitronen-Zeste zusätzlich Schärfe und knackige Säure.
Wein: Treffsicher paart die neue Sommelière Camille Darroux aus Paris mit Europas interessantesten Naturweinen wie auch gereiften Klassikern aus der Pfalz und dem Burgenland.
Atmosphäre: Betonwände, Discokugeln, in Weiß eingedeckte Tische; wie in einer Zeitkapsel hat sich das coole Berlin der Jahrtausendwende erhalten.
Fazit: Professionelle Gastlichkeit in einzigartigem Setting – ein Lieblingsort!
Konzept: Roland Marys Klassiker am Gendarmenmarkt ist weiterhin eine feste Bank für gut gemachte Küche. Täglich wechselnde Karte mit Gerichten à la carte.
Küche: Französische Bistroklassiker sowie Gemüse- und Grillgerichte wie veganer Quinoa-Salat mit Avocado und Koriandercreme (€ 17), Bouillabaisse Marseillaise (€ 28) oder auch Steak Frites vom Black Angus-Entrecôte mit Sauce béarnaise (28). Beliebt sind das Wiener Schnitzel (€ 32) und die hausgemachten Tartes (€ 6).
Getränke: Gut sortierte Weinkarte mit den Schwerpunkten gereifte Bordeaux, Chardonnays aus Burgund und deutsche Rieslinge, viele Raritäten.
Atmosphäre: Im hohen, luftigen Raum mit Säulen und Mosaiken aus der Kaiserzeit herrscht hauptstädtische Geschäftigkeit. Am Mittag werden Deals besprochen, am Abend wird gefeiert. Casual schick ist angesagt. Sommerterrasse im Hof.
Konzept: Sebastian Franks als Gasthaus getarntes Ideenlabor in Kreuzberg steht für kreative Küche mit Gemüsefokus. Ein Menü (9-12 Gänge).
Küche: „Emanzipierte Gemüseküche“, so nennt Sebastian Frank seinen sehr eigenständigen Stil, der österreichisch-osteuropäisches Küchenerbe mit der reduzierten Regionalküche skandinavischer Prägung verbindet. Verblüffende Geschmackserlebnisse sind typisch, etwa die „Pilzleber“: in Butter ausgebratene Kräuterseitlinge mit Madeira-Port-Reduktion, das Ganze texturell so verändert, dass es (fast) wie Gänseleber schmeckt. Ein Spiel mit der Wahrnehmung auch „Suppengrün Seleskowitz“: Auf dem Teller liegt nur Gemüse, das aber in einer intensiven Brühe aus Ochsenfleisch, Suppenhuhn, Wildknochen, Schinken und Kalbsfüßen garzog, sodass es geballte Umami-Kraft in sich aufgesogen hat. Extrem puristisch ist der „Erste Stich“: In der Mitte gestockte Sahne, die der Gast mit dem Löffel durchstößt und mit intensiv aromatischer Paprikareduktion und Knoblauch-Kümmelessig-Sirup mischt.
Wein: Spannende Auswahl an Weinen aus Deutschland, Österreich und Osteuropa. Die exzellente nicht-alkoholische Begleitung ist hausgemacht.
Atmosphäre: Geschickter Mix aus Gasthaus-Gemütlichkeit und urbaner Coolness: viel Holz, warmes Licht und als Blickfang ein buntes Wandgemälde des Pop-Art-Künstlers Jim Avignon. Locker-sympathische Stimmung.
Fazit: Kulinarische Horizonterweiterung für fortgeschrittene Genießer.
Konzept: Entspanntes Fine Dining im sympathischen Lokal unweit von Ku’damm und Savigny Platz, zwei Menüs mit 5 bis 7 Gängen, eines davon vegan, sowie separates À-la-carte-Angebot.
Küche: Feinsinnig kombinierten Aromen stellt Arne Anker gekonnt erfrischende Säure von hausgemachten Essigen und Zitrusfrüchten zur Seite. Typisch ist zudem sein Faible für ungewöhnliche Produkte und Kräuter. So kommen gehackte Fines de claires-Austern zusammen mit Kohlrabi, Granny Smith, dem Pilz Fette Henne, Baldrianblüten, geeistem Gin und fermentierter Apfelvinaigrette zum knackig-frischem Austernsalat. Zur saftigen Blanquette vom Landhuhn mit geschmorten Rötelritterlingen gibt er Himbeeressig-Gelee und Balsamico-Pulver.
Wein: Die neue, charmante Gastgeberin Christiane Dutschmann begleitet treffsicher mit Lieblingsweinen von der Mosel, aus der Pfalz, dem Friaul und Burgund. Naturweine. Hausgemachte Liköre.
Atmosphäre: Gemütlich, unverstellt. Bequeme schwarze Ledergarnituren und stilvoll in Weiß eingedeckte Tische, rundum tiefrote rohe Backsteinwände (daher „Brikz“ – bricks engl. für Backsteine), viele Stammgäste.
Fazit: Professionelle Gastlichkeit und Genuss in fast familiärem Rahmen.
Konzept: Das sympathische Restaurant von Sommelier und Weinmacher André Macionga hat einen großen Sprung nach vorne gemacht. Neuer Mann am Herd ist Christopher Wecker, Tim Raues Küchenchef aus Potsdams „Villa Kellermann“. À-la-carte-Angebot sowie Überraschungsmenü mit 3 bis 6 Gängen.
Küche: Wecker lässt seiner Kreativität jetzt freien Lauf. Selbstbewusst verbindet er klassische Kochkunst, Home Cooking und aromenreiches Asien. So kombiniert er schön glasig gebratene Jakobsmuschel mit Kokosnussgel, hauchdünnen, herbstlich roten „Ahornblättern“ aus in Reisessig und Ahornsirup eingelegtem Butternuss-Kürbis dazu Kürbischutney mit knackigen Passionsfrucht-Kernen sowie gebutterter Dashi-Brühe und rotem Thai-Chili. Sein „Hühnerfrikassee CW“ aus knusprig konfierter Hühnerkeule und in Geflügelfond gekochtem Reis mit Karotte, Erbsen, grünen Bohnen und Schwarzer Nuss verfeinert er mit Perigord Trüffel, Rahm und Madeira-Jus.
Wein: Mit der ihm eigenen Genialität findet Macionga passende Weine, die begeistern. Seine Karte mit 450 Positionen und außergewöhnlicher Jahrgangstiefe führt Schätze führender deutscher und französischer Güter zu sehr fairen Preisen auf, darunter Château Rayas und Domaine Prieuré Roche.
Atmosphäre: Gemütlich, unprätentiös, schöner Bartresen, sanftes Licht. Kurfürstendamm und Olivaer Platz sind um die Ecke.
Fazit: Großer Genuss im unaufgeregten Restaurant, das Beachtung verdient.
Konzept: Ein atemberaubender Blick über die Stadt und ein exquisites Menü – das Golvet ist Berlins Spitzenlokal mit Aussicht. Chefkoch Jonas Zörner ist ins „Lorenz Adlon Esszimmer“ gewechselt. Peter Maria Schnurr (ehemals „Falco“, Leipzig), übernahm die Regie nach unserem Redaktionsschluss. Bis zu einem erneuten Test setzen wir die Bewertung aus.
Atmosphäre: Im Bauhaus-Hochhaus befindet sich das „Golvet“ ganz oben, der Blick geht über den Potsdamer Platz – hier ist Berlin Weltstadt. Im großzügigen Inneren stehen die Tische in angenehmen Abständen zueinander: die Gäste sitzen auf braunen Polstern, beim ersten Date auch gerne nebeneinander auf den Bänken mit Weitblick.
Konzept: Gelungene Stilistik von Berliner Flair und Weltstadt – in Design und Küche. Viele internationale Gäste im modern-zeitgeistigen Ambiente, drei Menüs: „Kolibri“ (Hommage an Heimat und Kindheit), „Koi“ (asiatischer Meltingpot) und vegan.
Küche: Die Gerichte sind längst eine Klasse für sich, geprägt durch mutig-souveräne Aromen-Abenteuer, aber auch zunehmend Herz und Humor. Der umtriebige Tim Raue und Executive-Chef Phillip Bendel schaffen es, mit Produktqualität, Handwerk und Kreativität zu begeistern und zu unterhalten – in der Berliner Abteilung etwa mit zartestem crispy Eisbein „Oma Gerda“, das mit Creme vom japanischem Senf, gepickeltem Ingwer und Dashi-Gelee eine atemberaubende Note bekommt. Stellvertretend für das Prinzip, die Sinne mit einer Sinfonie aus Süß, Scharf, Säure, Bitter und Knusprigkeit zum Klingen zu bringen, steht das Signature Dish: Wasabi Kaisergranat mit frittiertem grünen Reis, Mango und Karotte. Oder auch der starke Zander, 12 Stunden in Sangohachi-Paste mariniert, umgarnt von einer Beurre Blanc von Sauerkraut und Gelee von grünen Chilis.
Wein: Die Karte mit mehr als 1000 Positionen zeugt von der großen Leidenschaft für Wein und Champagner, die Tim Raue und seine Geschäftspartnerin Marie-Anne Wild pflegen. Sommelier Raphael Reichardt spielt diesen Schatz kompetent aus, etwa mit der 1989 Riesling TBA vom Weingut Johannishof zu Neuinterpretation vom Bienenstich.
Atmosphäre: Animierend-urbaner Place to be mit preußisch blauen Farben und moderner Kunst. Lockerer, aber professioneller und flinker Service.
Fazit: Ein urbaner, zeitgemäßer Ort für große Geschmackserlebnisse und ganz eigener Handschrift.
Konzept: Entspannter Genuss im mit Augenzwinkern gestalteten „Hotel Luc, Autograph Collection“ am historischen Gendarmenmarkt. Gerichte à la carte oder als „Taste of Heritage“-Menü in 4 Gängen.
Küche: Executive Chef Florian Glauert lässt aromatische Brasserieklassiker wie halbem Hummer mit Hummer-Bisque oder Entenbrust mit Orangensauce servieren. Ein Lieblingsgericht für Veganer ist sein „Vatar Heritage“ aus Tatar von der Jackfruit mit Bete, geräucherter Mayonnaise und Brotchip. Die Crêpe Suzette mit Orange, Karamell und hausgemachtem Vanilleeis gibt es für zwei.
Wein: Klassiker aus Österreich und Deutschland, gereifte Burgunder und Rioja, Eiswein Cuvée Liliac & Kracher aus Transsilvanien, 12 Weine per Glas.
Atmosphäre: Urban, elegant. Bequeme Polster in Preußischblau und Creme. Bei schönem Wetter schmecken Quarkkeulchen und Windbeutel auf der Terrasse zum Platz hin. Der französische Dom steht vor der Nase. Ideal auch für Kinder und Familie. Beliebtes À-la-carte-Frühstück.
Fazit: Stilvoll-professionelle Gastlichkeit an einem Wohlfühlort.
Konzept: Veganes Fine Dining im geheimnisvoll versteckten Restaurant, in dem der neue belgische Küchenchef Gemüseküche innovativ anders definiert. Degustationsmenü mit 8 Gängen.
Küche: Timur Yilmaz’ Steckenpferd ist die Fermentation. Im eigens eingerichteten Fermentation Lab im Untergeschoss machen er und sein Team Bioprodukte aus der Region mit Hilfe althergebrachter japanischer Techniken haltbar. Ideenreich nutzt Yilmaz die so entstehende Aromenvielfalt in seinen Gerichten. Etwa wenn er knuspriger, süßsäuerlich-nussiger Hafermürbeteig-Tarte aus fermentierter Mandel-Creme und konfierten grünen Mandeln durch eingelegte Holunderblüten zusätzliche blumige und erdige Noten verleiht. Zum mit Thymian gegrilltem Klapperschwamm (ein Pilz) reicht er mit Kojigerste und getrocknetem Kimchi gefülltes Shisoblatt und intensive Pilzreduktion mit geröstetem Sesam, Sake und fermentiertem Kaffee.
Wein: 80 Bio- und Naturweine, außergewöhnliche Sake sowie gereifte Oolong-Tees. Präzise kuratierte Teebegleitung zum Menü.
Atmosphäre: Tempelhaft, sakral. Eine unscheinbare Tür im Hof öffnet sich zu halbdunklen Vorzimmern, die zum minimalistisch mit schwarzem Granit und Zedernholz gestalteten Hauptraum führen. Hingucker ist ein Drei-Meter-Ficus-Bonsai, der nachts künstlich beleuchtet wird.
Fazit: Bildungsreise für Genießer jeder Couleur im intimen Rahmen.
Konzept: Genussvolles Miteinander im kleinen, intimen Restaurant von Vadim Otto Ursus Henselder, der schon im „Koks“ auf den Färöer-Inseln und in Oslos „Maaemo“ am Herd stand. 5 bis 6 täglich wechselnde Gerichte in Menüform oder à la carte und für den Tisch zum Teilen.
Küche: Zelebriert wird, was die Natur im Umland je nach Saison an Schätzen zu bieten hat. Im Mittelpunkt steht Gemüse. Vieles ist selbst angebaut, gesammelt, fermentiert. So wird Salat aus Chicorée und knusprig frittierten, zuvor in Zuckersirup eingekochten Walnüssen noch mit frisch vom Acker geholtem blumig-süßlichem Numex Chili verfeinert. Die ganze, per Schmetterlingsschnitt geöffnete, entgrätete und dann gegrillte Bachforelle mit Kohlrabi im Saiblings-Garum wird samt Kopf und Flossen an den Tisch gebracht.
Wein: Karte mit 60 Naturweinen, 6 davon auch glasweise.
Atmosphäre: Dicht gestellte Holztische, Betonwände, sanftes Licht. Im Fokus die halb offene Küche, vier Plätze am Tresen. Früh morgens steht die Kanne mit Milch vom Bauern vor der Tür.
Fazit: Kreativ inspirierte Küche, die Gemüse immer wieder neu inszeniert und dabei geerdet bleibt.

