Was kommt, was bleibt? Food-Trends 2021

Neben dem Boom von Online-Kochkursen ist auch der Kochbuch­markt 2020 stark gewachsen. Digital und analog schließen sich also nicht aus, wenn es darum geht, Neues zu lernen.

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Ungläubig stand man Anfang 2020 vor leeren Mehl-Regalen im Supermarkt, Hefe wurde auf Ebay zu horrenden Preisen angeboten, und auf Brotback-Blogs explodierten die Zugriffszahlen – obwohl Bäckereien geöffnet waren. Aber die viele Zeit, die plötzlich da war, wollte genutzt werden, und so versuchten sich landesweit immer mehr als Hobbybäcker.

Doch nicht nur backen, sondern alles, was man aus Lebensmitteln selbst herstellen kann, ist im Trend. Kombucha-Pilze werden vermehrt, es wird fermentiert, gedörrt und Gemüse angebaut. Auch wenn glücklicherweise kein Mangel herrscht, viele haben Gefallen daran gefunden, ihre Versorgung selbst in die Hand zu nehmen – und auf Instagram zu teilen.

Lieferservices lagen im Trend – und bleiben es weiterhin

Einer der Haupttrends 2020 – mit weiter steigender Tendenz. Im Lockdown entdeckten auch Toprestaurants das Liefergeschäft bis hin zu bundesweitem Versand von gekühlten Kochboxen. Verschiedene Start-ups haben sich auf die Lieferung hochwertiger Speisen spezialisiert, in den USA sind Ghost Kitchens, also Lieferservices ohne Restaurant, ein Megatrend.

Gut zu wissen: Die großen Player fordern von den Restaurants einen hohen Anteil, Gewinn bleibt da kaum – deshalb lieber direkt bestellen.

Sozialer Trend: Gutes tun 

Zunehmend bieten Produkte nicht nur Genuss, ihr Kauf hilft auf sozialer und ökologischer Ebene. Von Kaugummi über Schokolade bis zu Kaffee – viele Firmen investieren in Projekte im Ursprungsland des jeweiligen Rohstoffs und tun so mehr als jedes Fairtrade-­Label.

Trends für de Topküche? Bio, bitte!

Herkunft, Nachhaltigkeit und biologischer Anbau werden in der Spitzen­küche immer wichtiger. Immer mehr Restaurants verschreiben sich dem No-Waste-Konzept oder geben den CO2­-Ausstoß jeder einzelnen Zutat an – das kommt gut an.

Paradoxer Trend: Digital stärkt regional

Fahren Sie auch am Wochenende aufs Land, um im Hofladen einzukaufen? Ein netter Ausflug – aber nicht unbedingt nötig. Immer mehr Landwirte verkaufen ihr Gemüse, Fleisch oder regi­onale Milchprodukte digital und direkt über Online-Plattformen. Das schafft für den Kunden Transparenz, die im Supermarkt nicht vorhanden ist, macht das Finden regionaler Bezugsquellen leichter und sorgt für eine direkte – und damit faire – Bezahlung der Erzeuger, die sich guten Produkten verschrieben haben.