Der große Eierlikörtest des Feinschmeckers

Kein Osterfest ohne den Klassiker. Bei unserem großen Eierlikörtest überzeugten vor allem Manufakturen mit Familienrezepten.

eierlikoertest

Wie muss ein guter Eierlikör schmecken?

 
Marc Sauer, Hersteller des Testsiegers unseres Eierlikörtest, kennt die Antwort: „So, wie man ihn aus der Kindheit kennt: süß, nach Vanille und lecker. Meine Oma Franziska hat ihn immer selbst angesetzt, und wir Kinder durften die Gläser auslecken. Der Geschmack bleibt im Kopf.“
 
 
 

Ein Eierlikörtest ist eine Herausforderung

Die neue Beliebtheit von Likören als Retro-Trend speist sich zum Gutteil aus solchen Erinnerungen. Was im Handel jedoch gerade bei Eierlikör angeboten wird, ist davon meist weit entfernt! Wir testeten 24 Produkte aus dem Feinkosthandel und dem Supermarkt mit einer kritischen Jury von Hamburger Gastronomie-Profis: Die Küchenchefs Andreas Steinwandt („Restaurant Kleine Brunnenstraße“), Marianus von Hörsten („Klinker“), Tobias Greve („Zeik“), dazu Barchefin Lorena Böhm („Drilling“) und die Redakteure Gabriele Heins und Kersten Wetenkamp vom FEINSCHMECKER. Es erwies sich: Ein Eierlikörtest ist eine Herausforderung. Die Eierliköre schmeckten sehr oft spritig nach minderwertigem Grundalkohol oder recht künstlich nach zugesetzten Aromen. Besorgniserregend war auch die Konsistenz vieler Liköre: Sie wirkten so dickflüssig wie Vanillepudding und waren kaum aus der Flasche zu schütteln.

 

Das englische Vorbild

Bei unserer Top-Rangliste stimmt dagegen alles: Sie haben die richtige Menge Eigelb, ein gutes natürliches Aroma von Ei und Vanille, schmecken nicht zu süß und basieren auf einem guten Grundalkohol. Offiziell darf Eierlikör übrigens keine Milch oder Sahne enthalten – wie der Likör der Bar „The Grid“. Streng genommen ist dies ein „Eggnog“ nach englischem Vorbild. Geschmacklich überzeugte er in unserem Eierlikörtest aber trotzdem!