Lachsforelle vom Dreisternekoch | Feinschmecker-Rezept

Lachsforelle vom Dreisternekoch

Dieses Rezept für Lachsforellenfilets auf der Haut gebraten mit Süßkartoffeln und Ingweröl stammt von Sarah und Christian Bau. Es ist eines der Rezepte aus ihrem Kochbuch „Einfach Bau“.

Zutaten

Ingweröl

120 g
Ingwer
1 TL
Salz
250 ml
Traubenkernöl

Pickles-Fond (500 ml)

100 ml
Reisessig
100 ml
Mirin
30 g
Zucker
15 g
Salz
2
Lorbeerblätter
6
Wacholderbeeren
Glas mit Schraubdeckel

Süßkartoffel-Pickles

250 g
Süßkartoffel
300 ml
Pickles-Fond (s.o.)
Gemüsehobel, Metallausstecher (rund oder Blattform), Glas mit Schraubdeckel

Anchovis-Chutney

100 g
Pinienkerne
1
kleine Schalotte
1
kleine Knoblauchzehe
100 g
Olivenöl
70 g
Anchovis
60 g
Kapern
Salz
Pfeffer
Blitzhacker

Braune Butter (200 g)

250 g
Butter

Süßkartoffelpüree

750 g
Süßkartoffeln
75 g
braune Butter (s.o.)
60 g
brauner Zucker (plus mehr zum Abschmecken)
Salz

Haselnüsse

100 g
gehackte Haselnusskerne
2 EL
braune Butter (s.o.)
Salz
Zucker

Forellenfilets

4
Lachs- oder Seeforellenfilets (à 130–140 g; aus den Mittelstücken)
Salz
Pfeffer
Mehl zum Bestäuben
3 EL
Öl
1
Knoblauchzehe
60 g
Butter
1
Thymianzweig

Sonstiges

1 Schale
Affilla-Kresse
Metallring zum Anrichten (Ø 2–3 cm)

Zubereitung

Schwierigkeitsgrad: mittel
1 Am Vortag für das Ingweröl den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. Ingwer, Salz und Traubenkernöl in einen kleinen Topf geben, mit Alufolie abdecken und im Backofen bei 70 °C etwa 4 Stunden erwärmen. Herausnehmen und bei Raumtemperatur 24 Stunden ziehen lassen. Ingweröl durch ein feines Sieb passieren, beiseitestellen.
2 Für den Pickles-Fond 300 ml Wasser, Essig, Mirin, Zucker und Salz in einem Topf zum Kochen bringen. Die Mischung abkühlen lassen, dann Lorbeerblätter und Wacholderblätter hinzufügen. Heiß in Schraubgläser füllen. Im Kühlschrank hält er sich mindestens 4 Monate.
3 Für die Süßkartoffel-Pickles die Süßkartoffel schälen und auf einem Gemüsehobel in 2 mm dicke Scheiben schneiden. Aus den Scheiben mit einem Metallausstecher Blätter oder Kreise ausstechen und in ein Schraubglas schichten. Den Pickles-Fond erhitzen und über die Süßkartoffeln gießen. Das Glas verschließen und den Inhalt abkühlen lassen. Im Kühlschrank sind die eingelegten Süßkartoffeln mehrere Wochen haltbar. Vor der Verwendung sollten sie 1 Tag, mindestens aber 3 Stunden durchziehen.
4 Für das Anchovis-Chutney die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne goldbraun rösten. Schalotte und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Das Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen, Schalotte und Knoblauch darin farblos andünsten. Anchovis und Kapern kurz mit­ dünsten und die Pinienkerne dazugeben. Alle Zutaten im Blitzhacker grob mixen (es dürfen noch kleine Stücke erkennbar sein) und mit Salz und Pfeffer würzen.
5 Für die braune Butter die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze langsam erhitzen, bis sie goldbraun ist und ein nussiges Aroma hat. Die Nussbutter durch ein feines Sieb passieren. In einem Glas mit Schraubdeckel hält sich die braune Butter im Kühlschrank etwa 2 Monate.
6 Für das Süßkartoffelpüree den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen und in fingerdicke Scheiben schneiden. Ein Backblech mit der braunen Butter einfetten und die Süßkartoffelscheiben darauf verteilen. Mit braunem Zucker und Salz bestreuen, mit Alufolie abdecken und im Backofen (Mitte) in 45 Minuten weich garen. Die Süßkartoffeln im Mixer fein pürieren und mit Salz und braunem Zucker abschmecken.
7 Für die Haselnüsse die Nüsse grob hacken und in einer beschichteten Pfanne bei schwacher Hitze goldbraun rösten. Die braune Butter dazugeben, mit Salz und Zucker abschmecken und die Haselnüsse bei schwacher Hitze warm halten.
8 Die Forellenfilets auf den Hautseiten mit einem kleinen Messer längs viermal einschneiden. Die Filets mit Salz und Pfeffer würzen und die Haut mit Mehl bestäuben. In einer beschichteten Pfanne das Öl erhitzen und die Filets darin bei schwacher Hitze 8–10 Minuten auf der Haut braten. Dabei die Filets am besten mit einem Teller beschweren, damit die Haut gleichmäßig knusprig brät und die Filets zur Hälfte gegart sind (die Farbe der Filets verändert sich beim Garen von außen nach innen).
9 Den Knoblauch in der Schale andrücken. Die Fischfilets wenden. Butter, Knoblauch und Thymian dazugeben, die Pfanne vom Herd nehmen und die Filets noch 1 Minute ziehen lassen.
10 Die Süßkartoffel-Pickles aus dem Fond nehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen.
11 Das Süßkartoffelpüree nochmals erwärmen. Das Püree in einem Metallring mittig auf vorgewärmten Tellern arrangieren. Vom Anchovis-Chutney mit zwei Teelöffeln 8 Nocken abstechen und je 2 seitlich auf das Püree setzen. Die Fischfilets mit der Haut nach oben auf das Püree platzieren und die Haselnüsse daraufstreuen. Die Süßkartoffel-Pickles dekorativ anlegen. Die Teller mit der Kresse dekorieren. Das Gericht mit dem Ingweröl umgießen und servieren. 

Große Küche für zu Hause von Sarah und Christian Bau

Der Spitzenkoch Christian Bau, der zu den besten seines Fachs zählt, hat sich gemeinsam mit seiner Frau Sarah an ein schwieriges Projekt gewagt. Für ihr Kochbuch „Einfach bau“ haben sie Gerichte aus ihrem Menü im „Victor’s Fine Dining by Christian Bau“ in Nennig so abgewandelt, dass sie auch am heimischen Herd gelingen. In der Restaurantküche bereiten verschiedene Personen die jeweiligen Komponenten zu. Zu Hause man dagegen meistens allein, eventuell mit Unterstützung durch die Familie oder Freunde. Mit diesem Wissen im Hinterkopf wurden die Rezepte angepasst. Dank Basiswissen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen gelingen die für Bau typischen Geschmackswelten Frankreichs und Japans. Zu den besonderen Kreationen gehören gebeizter Sternanis-Lachs und Sojavinaigrette, Perlhuhnbrust mit Schwarzwurzeln in Sake oder Sobanudeln mit confiertem Eigelb. Gerichte von Sarah und Christian Bau – etwas für ambitionierte Hobbyköche. 

272 Seiten, € 34,95, Dorling Kindersley, erhältlich im Feinschmecker-Shop

Geeignet für: Haute Cuisine zu Hause.

Victor’s FINE DINING by christian bau
H M R Q

Konzept: „Arbeite mit Leidenschaft … oder lass es bleiben“ – diesem Credo folgend verarbeitet die Küche mit viel Hingabe einige der exklusivsten (Fisch)Zutaten des Weltmarkts. Das Menü „Paris – Tokio“ in 7 Gängen lässt sich durch Zusatzgerichte ergänzen. Fleisch gibt es nur als Supplement. Letzte Bestellannahme zum Dinner 20 Uhr, zum Lunch 12.45 Uhr.
Küche: Leicht, zeitgemäß, weltoffen: Der einzigartige „bau.stil“ vereint französische Klassik mit der Geschmackswelt und Ästhetik Japans. Die bilderbuchschönen Kreationen sind Ausdruck eines kompromisslosen Strebens nach Harmonie – getragen von tiefem Respekt gegenüber der Natur. Sie basieren vorwiegend auf Zutaten aus dem Meer – oft roh oder nur minimal gegart. Signature-Gerichte wie das Tuna-Tartar mit Kaviar, die Königskrabbe mit Kyoto-Dashi oder das Dessert „bau.stein“ mit exotischen Früchten und Yuzu-Eis verkörpern diesen Stil: handwerklich brillant und von eindringlicher Intensität.
Wein: Umfangreiche Karte (800 Positionen) mit Fokus Mosel. Die Weinbegleitung der Sommelières Nina Mann und Ester Eggert ergänzt die Gerichte kongenial.
Atmosphäre: Im kleinen, feinen Renaissance-Schloss ist alles auf Genuss ausgerichtet. Das Service-Team um Gastgeber Thomas Blessing beeindruckt durch Herzlichkeit und ruhige Präsenz.
Fazit: Ein Fine-Dining-Erlebnis auf Weltniveau, geprägt von großer Kochkunst.

Schloßstraße 27-29, 66706 Perl
+49 (0) 6866 79118
www.victors-fine-dining.de
Di-Fr 19-0 Uhr, So, Sa 12-16 und 19-0 Uhr
Menüs € 280 - 345
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