Gelegen am Brüsseler Platz in den Räumlichkeiten der ehemaligen Ouzeria hat Jakob Erdsiek nach internationalen Stationen sein eigenes Gastrokonzept eröffnet. In der durchgehend geöffneten Bar gibt es mittags wechselnde Pasta-Gerichte, abends eine Karte, bei der Gemüse erfreulicherweise eine tragende Rolle spielt. Die klassische Menüfolge wird zugunsten des beliebten Sharing-Prinzips aufgelöst und umfasst 13 Positionen, gegliedert in Snacks, kalt, warm und Süßes/Dessert.
Die Kartoffelkroketten mit Zitronen- Aioli und die Austern mit Chili gefielen uns sehr gut zum Schaumwein, eine sommerlich leichte Burrata mit gegrillter Zucchini, Erbsen, Pistazien und Kräutern überzeugte ebenso wie die roh marinierte Sardine Escabeche-Style mit Zuckerschoten, Gurke und Roten Johannisbeeren in süffig-frischem Dressing. Erdsiek hat keine Berührungsängste mit Säure, was sich positiv durch die Gänge zieht.
Die überschaubare Weinkarte ist klug kuratiert, die Sommelière berät kenntnisreich, und der gesamte Service agiert herzlich und aufmerksam.