Die 100 besten Olivenöle: Olio Award 2026 | Seite 8
Olio Award (6)

Die 100 besten Olivenöle: Olio Award 2026

Bewertung mindestens
Kategorien
Land
Regionen
Preisspanne €
Platzierung
Platz 71
Olival da Risca - Reserva da Família
Mittel fruchtig
Platz 71

Die Ehre der Ölnation Portugal retten die Schweizer Andreas Behrend und Alfred Zehnder mit ihrem Öl-Unternehmen Risca Grande. Das Familienunternehmen arbeitet auf 220 Hektar Land bei Serpa im südlichen Alentejo, geerntet wird von insgesamt 35 000 Olivenbäumen, und zwar in Bio-Qualität und ausschließlich von neun autochthonen Olivensorten. Das “Reserva da Familia” wird rein aus Cobrançosa-Oliven hergestellt und gefällt uns sehr gut mit seinen Noten von Gras, grüner Banane, Artischocken und Kräutern wie Salbei und Thymian.

Blumenkohlsalat mit Granatapfelkernen und Cous Cous mit gebratenen Zucchini.
Risca Grande, Lda
Monte Novo de Fonte Corche, Sta. Iria / Apartado, 7830-304 Serpa, Portugal
27,00
Platz 72
Avistria Istarska Bjelica
Intensiv fruchtig
Platz 72

Das Öl aus der autochthonen Olivensorte Istarska Bjelica überzeugt die Jury mit seinen feinen floralen Noten – Obstblüten und Kamillen – und dem schönen Bukett von frisch gemähtem Gras, Oregano und Zitronenschale, auf der Zunge fügt sich noch ein Ton reifer Mandeln an.

Köstlich schmecken hier gegrilltes Gemüse, gebratene Pilze und Salate mit Feta und Walnusskernen.
Avistria doo
Badošnjak, 52448 Sveti Lovreč, Kroatien
17,60
Platz 73
Gran Cru Coratina
Intensiv fruchtig
Platz 73

Gianvito Galantino kann auch diesmal ein “Grand Cru” aus der apulischen Paradesorte Coratina unter den Besten platzieren. Dabei haben die 50 Hektar großen Haine bei Bisceglie an der Adria uner Wärme und Trockenheit gelitten. Beachtlich aromatisch gelingt dennoch das Öl: Es duftet schön nach Oregano, frisch geschnittenem Gras, grünen Mandeln und grüner Banane mit Noten von Feldsalat und Artischocke.

Als Würzöl, zum Beispiel mit Rosmarin, verfeinert es ideal Fleischgerichte wie Kalb oder Wild.
Frantoio Galantino - additional Oils
VIA VECCHIA CORATO, 76011 BISCEGLIE, Italien
24,00
Platz 74
Seven
Leicht fruchtig
Platz 74

Francesco Gaudenzi schickt ein neues Öl ins Rennen: Seven. Hergestellt wird es aus den Olivensorten Dolce Agogia, Frantoio und Leccino – wie erwartet schmeckt es reichlich herb und scharf mit Aromen von reifen Mandeln, Vanille, Minze und hübschen Blütennoten (Orangenblüte, Kamille). Die Minzente bleibt lange bestehen, interessant!

Zu Vanille-Eis, Schokoladenmousse-Törtchen, aber auch Risotto mit Gemüse.
Frantoio Gaudenzi
Località Camporeale, 06039 Trevi, Italien
24,00
Platz 76
Antico Ulivo
Leicht fruchtig
Platz 76

Für die Brüder di Gaetano lief dieses Jahr leider nicht so gut wie erhofft, anhaltender Regen zur Unzeit verwässerte die Aromatik der Oliven im herrlichen Hain oberhalb von Bolgheri buchstäblich. Die Hausabfüllung für den Importeur Gustini, eine Cuvée aus Frantoio und Mariolo, schillert immerhin schön grün und mandelig mit Aromen von gemähtem Gras, grünem Apfel, Artischocken, grüner Banane, Radicchio und Rauke. Wir drücken fest die Dauen, dass die Fonte di Foiano im nächsten Jahr wieder ganz vorn mitspielen wird.

Hier passt ein Artischockensalat mit Parmesanspänen, aber auch Gerichte mit Zucchini oder Erbsen.
Soc. Agr. Fonte di Foiano di f.lli di Gaetano S.S.
Loc. Fonte di Foiano, 57022 Castagneto Carducci, Italien
21,90
Platz 77
Modus Vivèndi
Mittel fruchtig
Platz 77

Was verbirgt sich hinter “Signor Oil”? Zwei Männer, Denis Okore und Giuseppe Sacco, die von Berlin aus ihr Ölprojekt in Apulien realisiert haben. 50 Hektar Olivenhaine werden bei Torremaggiore, 30 Kilometer von der Adriaküste entfernt, geerntet, und zwar vor allem die Sorte Peranzana. Deutlich grün wirkt das Öl in nase und auf der Zunge, die Noten erinnern an Artischocken, Rosmarin, Spinatblätter und Kiwi. Auch an Bitterkeit und Schärfe fehlt es nicht. Sehr gelungen für den Anfang!

Eine vegetarische, mit Pilzen und Mozzarella gefüllte Paprikaschote, harmoniert bestens.
Signor Oil
Rheinstr., 12159 Berlin, Deutschland
24,50
Platz 78
Balduccio Bio
Mittel fruchtig
Platz 78

Der geschätzte Kollege Andreas März, Herausgeber der Zeitschrift Merum, ist wieder mit von der Partie mit einem wie gewohnt sehr guten Olivenöl, gewonnen in den Hainen (20 Hektar) um Lamporecchio, eine halbe Autostunde südlich von Pistoia. Das Baduccio bio wird aus den Sorten Frantoio und Leccio del Corno gewonnen und gefällt uns gut, mit seinen deutlich herben Aromen von Radicchio, Chicoree, Olivenblätterm und Bittermandeln.

Ein Allrounder-Öl, gut in jedem Fall zu Fisch wie Wolfsbarsch mit Fenchelgemüse oder Spinat.
Balduccio
Via Greppiano, 51035 Lamporecchio, Italien
19,00
Platz 79
NOCELLARA SALVATORE CUTRERA
Mittel fruchtig
Platz 79

Drei Öle in den Top 100, zwei davon weit vorn platziert – es lief nach einem mageren letzten Jahr diesmal wieder erfreulich für Salvatore Cutrera, einen der besten und wichtigsten Ölproduzenten Siziliens. Sein rein aus Nocellara-Oliven gepresstes Öl aus der jüngeren Serie “Salvatore Cutrera” erfreut mit schönem Bukett von Gras, Tomaten, Salatblättern und Salbei mit einem Geschmack von Avocado und etwas Minze. Gut für viele Zwecke in der Küche.

Zu Spaghetti mit Vongole oder Scampi oder gebratenen Jakobsmuscheln mit Edamame.
Frantoi Cutrera
Contrada Piano dell'Acqua, 97012 Chiaramonte Gulfi, Italien
20,00
Platz 80
OLEOCAMPO PREMIUM PICUAL
Mittel fruchtig
Platz 80

Etwas schwächer als im Vorjahr, kann sich Oleocampo immerhin mit seinem Picual-Öl in unseren Top 100 platzieren. Die Besitzer gewaltiger Oliven-Landschaften von 300 Hektar Größe hatten ebenso wie viele andere spanische Ölbauern unter anhaltenden Regenfällen im Herbst gelitten – gut zwar für die Menge an Öl, schlecht aber für die Spitzenqualität. Wir schmecken beim mittelkräftigen Öl Pinienkerne, grüne Bananen, Spinatblätter und Olivenblätter sowie eine gute scharfe Peperoncino-Spitze. Schönes Allrounder-Öl.

Fein zu Tagliatelle mit Pesto, Caprese-Salat oder pur zu Burrata mit Tomaten.
Oleocampo S.C.A.
Ctra. del Megatin, 23640 Torredelcampo, Spanien
14,85
Platz 81
CRU Serrapizzuta 19 A
Mittel fruchtig
Platz 81

Noch nie was von Palagianello gehört? Aber jetzt: Die Kleinstadt hat 7500 Einwohner und liegt 27 Kilometer landeinwärts von Tarent und dem gleichnamigen Golf im Ionischen Meer. In der Antike haben viele Griechen hier Kolonien gebildet, bis heute sprechen 20 000 Einwohner griechische Dialekte. Hier also bewirtschaftet Giovanni Mazzarrino 27 Hektar Land mit 12000 Bäumen, für die Olivenpressung kann er eine eigene Ölmühle im Ort nutzen. Der eigentümliche Name des Öls verweist auf die Adresse und bedeutet übersetzt “spitzer Bergrücken”. Die Cuvée aus den Sorten Frantoio und Nocellara Messinese bietet schöne mittelkräftige Fruchtnoten von grünem Apfel, Kiwi, grüner Bananenschale und grüner Mandel mit einem Akzent von Pinienkernen und Walnüssen.

Wir können uns sehr gut Kürbis vorstellen – als Suppe oder auch Püree.
Azienda Agricola MAZZARRINO
C.da Serrapizzuta, 19A, 74018 Palagianello, Italien
21,70
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