In der historischen Welterbestadt setzt dieses Restaurant ein kulinarisches Ausrufezeichen. Hinter der Fassade eines historischen Fachwerkhauses fällt das stylish-puristische Ambiente als Kontrast besonders auf: mattschwarzes Mobiliar, dezent arrangierte Bonsai und gerahmte Fotos an den Wänden! „Kiku“ ist der japanische Name für die Chrysantheme – das Emblem des Hauses. Der Jan Fribus ist in Russland geboren und hat bereits in Topadressen wie dem asiatisch ausgerichteten „Sintoho“ im Four Seasons Lion Palace in St. Petersburg gearbeitet oder dem „Frantzén“ in Stockholm. Er setzt nun in seinem eigenen Lokal asiatische, vornehmlich japanische Akzente – spürbar bei der Auswahl an Zutaten und deren Zubereitung. Fisch und Meeresfrüchte spielen eine große Rolle, verarbeitet zu würzigem Tatar, versteckt in gedämpften Teigtaschen oder als knusprig gegrilltes Filet von der Fjordforelle. Die Küche, an der Seite von Fribus Andrei Gorbachev, arbeitet akribisch: Mit Passionsfrucht aromatisierte Garnelen werden in leichtem Tempurateig ausgebacken, saftig gegartes Roastbeef kommt mit Kräuterseitlingen und leichter Jus dekorativ angerichtet auf den Teller. Zu den Vorspeisen werden Brioche, zu den Hauptgängen im Bambuskorb gedämpfte Bao-Brötchen gereicht. Das Tiramisu im Finale krönt eine Nocke cremig-kühles Matcha-Eis. Die Weinkarte beeindruckt mit Abfüllungen vornehmlich österreichischer, französischer und deutscher Winzer, darunter das Weingut Landerer in Baden, Château de Chamirey in der Bourgogne oder Ingrid Groiss aus dem Weinviertel. Hochwertige Säfte dominieren die alkoholfreie Getränkebegleitung, fließen allerdings in homöopathisch zu nennenden Mengen in die Gläser. Der Service agiert ausgesprochen aufmerksam, apart geführt von Anastasia Zatsepin. Schöne Idee, die verbindet: Die Köche kommen auch selbst zu den Gästen.
Zurück zur Übersicht
Restaurant
KIKU
Pölle 8, 06484 Quedlinburg
Rating
KÜCHE IM FOKUS
Menü:
€ 75 bis € 105
Hauptgericht:
Hauptgerichtpreise von € 21 bis € 33
Zurück zur Übersicht