Im Fine-Dining-Restaurant „Atelier“, der hoch über Aschaffenburg gelegenen Herberge, erklimmen die jungen Küchenchefs Carlos Beckmann und Sascha Kurgan neue kulinarische Höhen. Ihr Menü, klassisch oder vegetarisch, besteht aus handwerklichen Bravourstückchen, die sie selbst an die Tische des stilvollen Restaurants bringen, in dem sich moderne Kunst und altes Gemäuer verbinden. Virtuos schaffen sie neue Geschmackserlebnisse jenseits der vier sensorischen Fundamente süß, salzig, bitter und sauer – Umami eben.
Ihre Küche ist weltläufig. Idealtypisch zeigt das die Weißbier-Croustade, in der ein aparter Waldorfsalat steckt, den ein Hauch bester Ibérico-Schinken adelt. Vollen Geschmack bietet das Gericht Taschenkrebs: Sein subtil süßlich-nussiges Aroma vereint sich perfekt mit jodig-meeresfrischer Note eines Seeigels. Das Zeug zum Signature Dish hat der fermentierte Kohlrabi. Ihn begleiten zu einem Törtchen und zu einer Creme verarbeitete Sonnenblumenböden sowie eine himmlische Sonnenblumen-Beurre-blanc. Die Weißwurst vom Kalb dekonstruieren die Köche zunächst, bevor sie die Bestandteile mit weißem Trüffel wieder zusammensetzen. Äußerst zuvorkommender Service.