Vom Stadtzentrum ins Grüne: Die „Ente“ ist von Wiesbaden 20 Kilometer weit in den Rheingau gezogen und bleibt während der Generalsanierung des Nassauer Hofs für mindestens zwei Jahre im Kloster Eberbach. Natürlich versprüht das umgestaltete historische Pfortenhaus nicht die Eleganz des legendären „Nests“ mit Empore, doch die kleineren und niedrigeren Räume haben Charme. Die bekannten Entenmotive an der Wand, die Stühle und die Tischkultur halten die Erinnerung aufrecht. Viel wichtiger: Die bewährten Kräfte in Küche und Service garantieren Kontinuität. Der erstklassige Maître Jimmy Ledemazel und sein Team bieten auch weiter die formi-dable Weinkarte mit 650 Positionen an. Michael Kammermeier, im 20. Jahr Küchenchef, kommt mit dem Provisorium gut zurecht. Seine Gerichte sind federleicht und fein. Wahrscheinlich hat er sich von der neuen Umgebung inspirieren lassen, mehr regionale Akzente als früher zu setzen. Geboten werden zwei Menüs, davon ein vegetarisches. Mit mild gebeizter Lachsforelle aus dem nahen Wispertal geht es prächtig los. Die drei Tranchen haben Biss und Aroma. Meerrettich, Radieschen, Trauben, Maggikraut und Verjus bringen angenehme Schärfe und dezente Süße, gerösteter Forellenkaviar Crunch, der Sud aus Holunderblüten, Schnittlauch und Zitronenöl erfrischende Säure.
Zurück zur Übersicht
Restaurant
Ente
Kloster-Eberbach-Straße 1, 65346 Eltville am Rhein, DE
Rating
KÜCHE IM FOKUS
Menü:
€ 190 bis € 225
Zurück zur Übersicht