Die besten Restaurants in Deutschland 2022

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Iko
K R V

Konzept: Modernes Restaurant als Teil eines Künstler-Triples aus Gastronomie, Blumenatelier und Töpferwerkstatt, gut versteckt in einem Wohngebiet. Ausschließlich Menüs mit 5-7 Gängen (€ 95-125). Küchenstil: Tom Elstermeyer wirkt immer noch wie der sympathische Junge von nebenan. Seine Küche ist hyperkomplex und feinstfädig konstruiert, aktuell eine echte Herausforderung! Gerichte wie das saftige Huhn vom Züchter Odefey mit Papaya, Shiso-Öl und Algencrumble oder der Gang durch den Garten (allerlei Gemüse mit Feta-Schnee) sind deren faszinierende Seite. Andere Gänge, etwa das Reh-Shawarma mit kurkumagelber Sojamilchhaut und die stark auf Salz und Umami bauenden Desserts schienen uns zuletzt etwas zu verkopft konstruiert. Wein: Die Auswahl ist überschaubar und stilistisch progressiv. Auch die alkoholfreie Begleitung ist originell gedacht, für die starken Aromen der Gerichte jedoch mitunter zu filigran. Atmosphäre: Gestalterisch das sicher spannendste Restaurant der Stadt. Im Service fehlte zuletzt ein Kopf, der das hochkomplexe Genusskonzept am Gast zu vermitteln versteht – gut, dass der Chef bei manchen Gängen mit serviert. Fazit: Kulinarische Bildungsreise für Fortgeschrittene.

Stadtweg 38 a, 49086 Osnabrück
+49 (0) 541 44018030
Mi-Sa 18-0 Uhr
Menüs € 95 - 125
Landgasthof Backers
H I K M R Q

Konzept: Bereits in sechster Generation geführter Landgasthof mit ambitionierter regionaler Küche, sowohl à la carte als auch im Menü (ab € 35). Küchenstil: Saisonalität und Herkunft sind hier maßgeblich für die Küche von Helmut Backers, dessen Restaurant auch Teil der Slow-Food-Gemeinschaft ist. Klassisch mediterran ist die geschmorte Hasenkeule mit getrockneten Tomaten, Oliven und Rosmarinkartoffeln. Der Ahrenhorster Waller mit Gemüsegrünkohlcurry geht in die asiatische Richtung und zeigt, dass auch im Traditionshaus, trotz regionaler Ausrichtung, weltoffen gekocht wird. Wein: 65 Positionen mit einem Schwerpunkt auf deutschen Winzern, aber auch Weine aus Österreich, Spanien, Italien, Frankreich und Südtirol. Atmosphäre: In dem modern und zugleich liebevoll eingerichteten Gasthof von Familie Backers herrscht gemütliches, lichtes Ambiente – vor allem im Winter, wenn der offene Kamin lodert. Sehr aufmerksamer, dabei zugleich lockerer und kompetenter Service. Fazit: Entspannter Genuss mit Anspruch in zwanglosem Rahmen.

Kirchstr. 25, 49767 Twist
+49 (0) 5936 904770
Mi, Do 13-16 und 17-22 Uhr, Fr, Sa 13-16 und 17-23 Uhr, So 11.30-14 und 17-21 Uhr
Menüs € 35 - 52
Gut Lärchenhof
H K N R Q V

Konzept: Gourmet-Golfclub zwischen Düsseldorf und Köln: Ein Menü, das mit Upgrades (Kaviar, Wagyu) in noch höhere preisliche (Genuss)Dimensionen katapultiert werden kann, vier Gänge € 125 oder sechs Gänge € 169. Nebenan das unkomplizierte Bistro. Küchenstil: Torben Schuster setzt, unter anderem wegen seiner Zeit bei Yoshizumi Nagaya, auch auf japanische Noten. Diese kommen jedoch in seiner prägnant aromatischen, zubereitungstechnisch modernen Küche auf Basis von Spitzenprodukten dezent zur Geltung. Ästhetisch ansprechend erfreuen Kaisergranat mit Butternut, Kurkuma, Nordseegarnelen und Mitreißendes wie Rotbarbe mit Couscous, Curry, Muscheln und Sud aus fermentiertem Granatapfel. Beim Hauptgang haben die Gäste die Wahl zwischen Challans-Ente mit Five-Spice-Aromen, Kumquat, Shiitake, wildem Brokkoli oder original japanischem Premium-Wagyu (Supplement € 20), das mit Miso und japanischem Sauerkraut serviert wird. Wein: Weiterhin zeichnet das Restaurant eine umfangreiche Weinkarte mit europäischen Spitzenweingütern aus, worauf sich noch immer die ein oder andere günstige Flasche finden lässt. Atmosphäre: Guter Service um Gastgeber Christoph Barciaga und Patron Peter Hesseler, helles freundliches, weitläufiges Interieur durch hohe Decken und große Fensterfront. Fazit: Gleichgewicht aus stilvoll-professioneller Gastlichkeit, kultivierter Atmosphäre und moderner Spitzenküche.

Hahnenstr. 1, 50259 Pulheim
+49 (0) 2238 923100
Mi-Fr 18-21 Uhr, So, Sa 12-13.30 und 18-21 Uhr
Menüs € 125 - 199
Alfredo
I R Q

Konzept: Edelitaliener unweit der Oper. Kompakte Speisenkarte mit klassisch italienischer Speisefolge aus Antipasti, Primi Piatti (also Pasta oder Risotto), Secondi (Pesce oder Carne) und Dolce (Dessert). Küchenstil: Bei seinen Gerichten sorgt der ausgebildete Opernsänger Roberto Carturan für weniger Koloratur als in seinen gelegentlich dargebotenen Gesangseinlagen. Auf die Hauptzutaten beschränken sich die Speisenkarte oder der Service beim Vortragen: Vorspeisen kombinieren Garnele mit Kaktusfeige (€ 25) oder Pilgermuschel mit Pastinake (€ 24). Primi sind verfeinerte Klassiker wie Rigatoni alla Norma (€ 23) und Kürbis­risotto (€ 24). Zum Kabeljau (€ 40) serviert die Küche Cannellini-Bohnen und Fenchel, wagt beim Hirsch mit Schokolade und Sellerie (€ 44) minimal mehr, kehrt mit Profiteroles (€ 14) oder Zabaglione (€ 13) in bekannte Gefilde zurück. Wein: Ordentliche Karte, die zu erfreulichen Preisen über Italien hinausschaut. Atmosphäre: Jalousien schotten Business- und Stammgäste von der Straße ab, trotz leicht monochromen Interieurs und eingangs latent förmlichen Charakters kehrt zügig italienische Gastfreundschaft ein. Fazit: Entspannter Genuss bei geradliniger edelitalienischer Produktküche.

Tunisstr. 3, 50667 Köln
+49 (0) 221 2577380
www.ristorante-alfredo.com
Mo-Fr mittags und abends geöffnet
taku
H M N R Q F V

Konzept: Im Souterrain des Excelsior Hotel Ernst gegenüber dem Dom gelegenes Restaurant im Zen-artigem Design, das ein fischorientiertes (vier Gänge oder sechs Gänge € 95/130) und ein vegetarisches Menü (€ 85/120) mit einzeln zu bestellenden Gerichten offeriert. Küchenstil: Chefkoch Mirko Gaul ist auch ein talentierter Hobbyfotograf und richtet seine modernen Gerichte, die auf deutliche ostasiatische Akzente und gute Zutaten setzten, wunderschön an. Farbenfroh triff über Holzkohle gegrillte Gelbschwanzmakrele auf Bio-Tomaten, Erdnüsse, Limette und Zitronengras (€ 29). Geschmorte Challans-Entenkeule füllt Wan-Tans, wozu intensiver Enten-Tea angegossen wird (€ 26). Zur zart-intensiven Short-Rib wird erfrischend Salatherz und verdichtend die süßlich-pastöse japanische Eigelbcreme Kimizu (€ 39) serviert. Wein: Entweder Maître-Sommelier Christoph Gonzalez auf der vinophilen Reise von der Mosel über Griechenland nach Mallorca folgen oder passend zur Küche eine Flasche Riesling von der Karte wählen. Atmosphäre: Ungewöhnliches Setting im wunderbar geführten Luxushotel. Durchdachtes und gestaltendes Lichtdesign durch indirekte Beleuchtung an den hellen Wänden, auf dem Boden ist ein Lichtschacht ein spannendes Element. Puristisch und einfach entspannt. Fazit: Entspannter Genuss mit Anspruch in zwanglosem-ungewöhnlichen Rahmen.

Trankgasse 1-5, 50667 Köln
+49 (0) 221 2701
Di-Sa abends geöffnet
Menüs € 85 - 130
In jeder Hinsicht perfekt
Küche und Service herausragend, Ambiente und Komfort außergewöhnlich
Exzellente Küche, sehr guter Service, Komfort und Ambiente bemerkenswert
Sehr gute Küche, guter Service, angenehmes Ambiente, komfortabel
Gute Küche, ansprechendes Ambiente
Solide Küche, sympathisches Lokal
Bewertung ausgesetzt
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