Hotel Vier Jahreszeiten
Services
F
Bar
Spa
Restaurant
Hotel
Hotel Vier Jahreszeiten
Neuer Jungfernstieg 9 14, 20354 Hamburg, DE
Wenn es dämmert, wirken die Mauern des Hotel Vier Jahreszeiten, als leuchteten sie von innen. Was sich hinter ihnen abgespielt hat, füllt Bücher: Wie Sophia Loren ein Badezimmer zur Küche umbauen ließ, um Pasta kochen zu können, wie Mick Jagger am Kronleuchter hängend mit Pudding um sich warf. „Es gibt tausend Geschichten“, sagt Ingo Peters, geschäftsführender Direktor des Hauses. „Aber 99 Prozent davon bleiben im Haus.“ 1897 erwarb der Gastronom Friedrich Haerlin das Hotel. „Zu den Vier Jahreszeiten“ hieß es, weil es, anders als damals üblich, das ganze Jahr über geöffnet hatte. Der Hotelname blieb in verkürzter Form, den Gründernamen Haerlin trägt seit 1918 das Gourmet-Restaurant. Haerlin ließ das Haus wachsen. Aus einer Elf-Zimmer-Herberge wurde ein Weltklasse-Grandhotel, ein Patchwork aus 14 Gebäuden hinter einheitlicher Fassade. Wer, begrüßt von einem der rot livrierten Portiers, durch die Drehtür von der Alsterseite in den in goldenes Licht getauchten Eingangsbereich geschwungen wird, landet in einer eigenen Welt. „Leiser Luxus“ umschreibt Peters die Atmosphäre. Er ist der vierte Hoteldirektor in 126 Jahren, begann 1981 seine Ausbildung als Page und erinnert sich: „Der Portier sagte: ‚Hier sind Blumen für Heinz Rühmann, bring die mal hoch.‘ Als Rühmann die Tür öffnete, habe ich den Strauß vor Ehrfurcht fallen lassen.“ Nach Stationen im Ausland kehrte Peters 1997 zum 100. Geburtstag des Hotels als Direktor zurück. Er sagt: „Das Wichtigste sind die Mitarbeiter.“ Ein erstaunlicher Satz von jemandem, der täglich mit hochrangigen Gästen zu tun hat. Das Hotel hat etwa 60 Prozent Stammgäste. Und eine Stammbelegschaft, die deren Wünsche kennt. Rund 300 Menschen arbeiten hier, viele bleiben dem Haus ein Arbeitsleben lang treu. Manches verändert sich. „Wir haben jeden Raum technisch in die Neuzeit gebracht“, sagt Peters. Ein Spa wurde eingerichtet, eine Dachterrasse, eine Bar im legendären Weinkeller. In ihm lagern um die 100.000 Wein- und Champagnerflaschen, Gesamtwert mehr als zwei Millionen Euro. Die älteste Flasche, ein „Clos de la Roche, Reserve de la Maison“, stammt aus dem Gründungsjahr 1897. Genießbar ist er nicht mehr, aber ein Zeitzeuge. Wenn man ihn nur zum Erzählen bringen könnte, so wie die Mauern des Hauses!
Partner