55 Tipps – Wo Topköche privat essen

Persönliche Empfehlungen der Besten – vom Biergarten bis zum Spitzenrestaurant und von Hamburg bis Bayern

Restaurantempfehlungen der Topköche

Marcel Kube, „Atelier Sanssouci", Radebeul

„Da fällt mir sofort der verträumte Garten vom ,Raskolnikoff‘ in Dresden ein. Ein schöner Ort mitten in der Stadt, an dem man regionale und saisonale Küche genießen kann. Hervorragend gekocht und zu fairen Preisen – herrlich!“

 

Eric Menchon, „Le Moissonnier", Köln

„Ich werde endlich in meine Lieblingskneipe in Köln gehen: das ,Johann Schäfer‘, ein ganz normales Brauhaus. Für mich das beste in der Stadt. Die machen Kölsch, aber auch ein Pils, das sehr, sehr lecker ist. Ein frisches Bier trinken und unter Leuten sein – einfach gut.“

 

Christian Sturm-Willms, „Yunico", Bonn

„Direkt am Rhein auf der Terrasse sitzen, die Sonne genießen, dazu ein Gläschen Riesling, das geht wunderbar im Restaurant ,Altes Fährhaus‘ in Königswinter. Auch wegen der guten Küche: am liebsten Spinatknödel oder Sahnehering ,Hausfrauenart‘ – unbedingt zu empfehlen!”

 

Detlef Schlegel, „Stadtpfeiffer", Leipzig

„So eine Küche mit Schmackes, danach sehne ich mich, und das Restaurant ,St. Andreas‘ in Aue ist da genau richtig. Da wird mit Herzblut auf hohem Niveau gekocht. Lecker!“

 

 

Sarah Henke, „Yoso", Andernach

„Mit guten Freunden einfach essen gehen, das fehlte mir. Ich mag ,Die Traube‘ in Vallendar, da wechselt die Karte regelmäßig, und es ist immer richtig gut. Herzlicher Service und eine kleine, feine Weinauswahl. Das passt.“

 

Andreas Krolik, „Lafleur", Frankfurt am Main

„Im ,Bornheimer Ratskeller‘ wollen wir unbedingt wieder essen. Die zeitgemäße Interpretation von hessischer Küche hat mich sehr beeindruckt. Das ist sehr viel mehr als Frankfurter Grüne Soße – spannend. Tolles Handwerk im wunderschönen Ratskeller.“

 

Alfred Friedrich, „Zur Golden Kron", Frankfurt am Main

„Also mir und meiner Frau hat es die feine Küche im ,Aman‘ in Frankfurt angetan. Das Huhn aus dem Tandoor-Ofen oder die Garnelen in Kichererbsenteig – beides ist sensationell gut.“

 

Marcello Fabbri, „Weinbar Weimar", Weimar

„Normalerweise fahren wir im Mai immer zur ,Weinschänke Schloss Groenesteyn‘ in Kiedrich und feiern unseren Hochzeitstag. Das müssen wir natürlich nachholen. Auf die vegetarische Carbonara mit Pilzen freue ich mich besonders – sage ich als Italiener.“

 

Clemens Rambichler, „Sonnora", Dreis

„Im ,Reiler Hof‘ kann man blind von der Karte wählen. Ob krosser Schweinebauch oder 4-Gänge-Menü – bei Christoph Heim ist alles super. Dazu noch der Blick von der Terrasse auf die Mosel. Grandios!“

 

Markus Pape, „Meisenheimer Hof", Meisenheim

„Ich war mit meiner Familie im ,Sonnora‘ bei Clemens Rambichler, und er hat einen Fehler gemacht. Meiner Tochter hat er Kagoshima Wagyu gegeben – jetzt will sie nichts anderes mehr. Also da müssen wir wieder hin, da hab ich gar keine Wahl. ”

Locations
Raskolnikoff
H I K M N R Q F
H Garage oder Parkplatz vorhanden
I Mittags geöffnet
K Terrasse und/oder Garten vorhanden
M Übernachtung möglich
N Kein Weinangebot
R EC-Zahlung möglich
Q Kreditkartenzahlung möglich
F Bar vorhanden

Ziemlich abgerockt sieht die Fassade des denkmalgeschützten Altbaus von 1837 im Szeneviertel aus, hinter der sich das Restaurant mit Bar und Pension befindet. Zum studentischen Flair der Umgebung passt die einfache Holzeinrichtung mit Kunst an den Wänden und Kneipenatmosphäre. Was an deftigen saisonalen Gerichten auf die rustikalen Tische kommt, überzeugt mit guten regionalen Produkten: Inhaber Ralf Hiener war einst Mitbegründer der „Essbaren Landschaften“, sein Netzwerk aus sächsischen Produzenten liegt ihm am Herzen. Ein Klassiker sind reichhaltige Pelmeni, saisonal unterschiedlich gefüllte russische Teigtaschen. Ansonsten stehen auf der munteren, häufig wechselnden Speisenkarte etwa ein pointiert abgeschmeckter vegetarischer Borschtsch, ein sächsischer Sauerbraten vom Rinderbug oder eine Forelle aus lokaler Zucht. Dazu trinkt man frischgezapftes Bier aus Dresden, hausgemachte Limonaden oder sächsischen Wein aus der kleinen Weinkarte. Idyllischer Innenhof.

Böhmische Str. 34, 01099 Dresden
+49 (0) 351 8045706
www.raskolnikoff.de
kein Ruhetag
Menüs € 16 - 28
Brauhaus Johann Schäfer
H I K M N R Q F
H Kein Parkplatz vorhanden
I Mittags geöffnet
K Terrasse und/oder Garten vorhanden
M Übernachtung nicht möglich
N Kein Weinangebot
R EC-Zahlung möglich
Q Kreditkartenzahlung möglich
F Bar vorhanden

So ein Brauhaus fehlte Köln! In einer ehemaligen, namensgebenden Spedition mit lässig-urigem Ambiente gibt es in lebhafter Atmosphäre deftige Küche mit Anspruch, die Wert auf regionale Herkunft legt und alles vom Tier verarbeiten will. „Trinkhilfen“ genannte Kleinigkeiten wie Tatar oder Räucherforelle serviert man zu Gaffel Kölsch und hausgebrautem „Südstadt Pils“ und „Chlodwig Weizen“. Zu sorgfältig gekochten Fleischgerichten wie bei Niedrigtemperatur gegarten und mit Kölner Honig verfeinerten Schweineschulterbraten vom Niederrhein passen herrliche handgeschnittene Pommes frites oder mit Bergkäse und kölschem Senf verfeinerter Kartoffelstampf. Flotter, freundlicher Service. Ruhigeres Séparée. Am Wochenende zünftiges „Brauhaus“-Frühstück und durchgehende Küche. Reservieren ist ratsam.

Elsaßstr. 6, 50677 Köln
+49 (0) 221 16 86 09 75
www.johann-schaefer.de
Mo-Fr 16-22 Uhr, So, Sa 10-15 Uhr
St. Andreas
H I K M N R Q F
H Kein Parkplatz vorhanden
I Mittags geschlossen
K Keine Terrasse und/oder Garten vorhanden
M Übernachtung nicht möglich
N Weinangebot
R EC-Zahlung möglich
Q Kreditkartenzahlung möglich
F Keine Bar vorhanden

Seit dem Umbau des Gourmetrestaurants zum Separee mit zwei Kaminen wirkt die Atmosphäre angenehm intim. Es gibt ein 7-Gänge-Degustationsmenü „Neue Deutsche Küche“, in dem Benjamin Unger natürliche Zutaten präzise verarbeitet und mit feinen Nuancen Freude macht. Amuse-Bouches wie Würfel vom Rehrücken mit marinierter Kirsche und Kartoffelchip zitieren auf Holzscheiten das Erzgebirge. Danach folgen zum Beispiel Saibling mit raffinierten Variationen von Apfel und Sellerie sowie karamellisierter Walnuss oder zarte Tranchen von der Lammkeule mit Bärlauch, grünem Spargel und. Weinkarte mit 300 Positionen und eigenen Abfüllungen wie „Rot von Schwarz“, gemeinsam entwickelt mit dem Elbtal-Winzer Martin Schwarz.

Am Altmarkt 1, 08280 Aue
+49 (0) 3771 5920
www.hotel-blauerengel.de
nur Abendessen, So, Mo geschl.
Menüs € 86 - 135
Weinschänke Schloss Groenesteyn
H I K M N R Q F
H Garage oder Parkplatz vorhanden
I Mittags geöffnet
K Terrasse und/oder Garten vorhanden
M Übernachtung nicht möglich
N Kein Weinangebot
R EC-Zahlung möglich
Q Kreditkartenzahlung möglich
F Keine Bar vorhanden

Ein engagiertes Gastgeberpaar sind Amila Begic und Dirk Schröer: Sie haben ein verwaistes Lokal als eine Weinstube der neuen Generation wiedererweckt hat. Hell und einladend, mit viel Holz, freundlichem Service und sehr guter Küche überzeugt Dirk Schröer mit ausgeprägten Aromen. Er kombiniert überraschend, wenn etwa gebratene Gänse­leber mit geräucherter Auberginencreme, gedickter Milch und Scheibchen von Okraschoten angerichtet wird. Seine Saucen und Fonds sind süffig und intensiv, eine Schmorsauce zu Kalbsbäckchen bekommt mit Nüssen, Chili und der dezenten Süße von Rosinen schöne Akzente. Sehr gut die roh marinierte Gänseleber mit Zartbitterschokolade und der Frische von Melone. Die Weinkarte bildet den Rheingau ab, darunter 30 Rieslinge, ergänzt um einige französische Rotweine. Schöne Terrasse.

Oberstr. 36/37, 65399 Kiedrich
+49 (0) 6123 1533
www.weinschaenke-schloss-groenesteyn.de
Mo, Do, Fr 17-22 Uhr, So, Sa 12-22 Uhr
Menüs € 60 - 115
Sonnora
H I K M N R Q F
H Garage oder Parkplatz vorhanden
I Mittags geschlossen
K Keine Terrasse und/oder Garten vorhanden
M Übernachtung möglich
N Weinangebot
R EC-Zahlung möglich
Q Kreditkartenzahlung möglich
F Keine Bar vorhanden

Ein Abend im Waldhotel ist immer wieder ein Fest! Das beginnt schon bei den Amuse-Bouche, allesamt Miniatur-Aromenwunder wie das weiße Tomatenmousse mit Gazpacho und Gurke mit Wasabi und Sauerrahm mit hinreißender Fruchtfülle. Und immer wieder fällt die Entscheidung schwer, ob man nun à la carte auswählt und doch wieder die Torte vom Rinderfilet-Tatar mit einer großzügigen Nocke Imperial Gold Kaviar auf dem denkbar knusprigsten Kartoffelrösti als Auftakt bestellt oder das Menü vorzieht, das einen Querschnitt von Clemens Rambichlers zeitgemäß präsentierter klassischer Hochküche ist. Meisterlich gelingen ihm herausragende Geschmacksbilder von großer Tiefe und Intensität, immer aber auch von beschwingter Eleganz. Den Medaillons vom in der Schale gegrillten bretonischen Hummer gibt Langustinen-Creme mit Vadouvan einen herrlich samtig-vollmundigen Rahmen, Zitronengras fügt animierende Frische hinzu. Überhaupt ist es oft das feine Säurespiel, das seinen Kreationen einnehmende Raffinesse bei maximaler Geschmacksfülle verleiht. Der sautierte Kaisergranat aus dem westlichsten Teil der Bretagne ist von perfektem Biss und wunderbar nussiger Süße, Flugmango und Limonen-Butter-Sauce steuern auch hier Fülle und Frische in höchster Balance bei. Wie kompromisslos top die Produktqualität bei allen Zutaten ist, die in dieser Spitzenküche verwendet werden, beweisen auch Karree und Rücken vom Limousin-Lamm mit kleinen Artischocken aus Nizza und Sariette-Jus – mehr geht nicht. Und wenn sie Saison haben, sollte man unbedingt Mara de Bois-Erdbeeren bestellen, etwa als Délice mit Joghurt-Sorbet und Holunderblüten-Sabayon. Hier wird eine große Küche in die Zukunft geführt, die keine Moden nötig hat, dennoch ganz heutig ist und generationsübergreifend begeistert. Dass dieses Genuss-Erlebnis ein rundum perfektes ist, dafür sorgen Ulrike Thieltges als perfekte Gastgeberin mit ihrem Team und Sommlière Magdalena Brandstätter mit den bestmöglichen Weinpaarungen.

Auf'm Eichelfeld 1, 54518 Dreis
+49 (0) 6578 98220
www.hotel-sonnora.de
Mi-Sa 19-20.30 Uhr, So 12-13.30 und 19-20.30 Uhr
Menüs € 195 - 225

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