Kräuter sind seit Jahrtausenden bewährte Helfer der Menschen im Alltag: Sie verfeinern Mahlzeiten und helfen bei Krankheiten. Beispiele für solche Allroundtalente sind Bärlauch, Salbei und Pfefferminze.
In Europa gibt es unzählige essbare Wildpflanzen, die ihren Weg nicht allzu selten auf deutsche Teller finden. Als Küchenkräuter werden ihre Blätter oder Blüten getrocknet und dann als Gewürze verwendet. Viele Kräuter haben auch eine heilende Wirkung. Das Wissen darum stammt aus früheren Jahrhunderten, in denen die Menschen auf die Medizin aus dem Garten der Natur angewiesen waren. Aber auch heute wird die sanfte Wirkung der Kräuter geschätzt, wenn eine Krankheit nicht allzu schwer ist und die Nebenwirkungen der chemischen Medikamente vermieden werden soll. Ob in der Küche oder als Heilmittel – Kräuter sind nützliche Helfer im Alltag.
Ein Beispiel für ein Küchen- und Heilkraut ist der Bärlauch: Er wächst früh im Jahr und lässt sich gut roh und kleingeschnitten bei der Salatzubereitung verwenden. Man sollte darauf achten, dass er nicht erhitzt wird. Denn dann verliert er viel Vitamin C, was seine gesunde Wirkung schmälert. Auch eine medizinische Wirkung hat der Bärlauch: Er wird häufig bei Magenbeschwerden eingesetzt. Ein anderes Küchenkraut ist der Fenchel: Beim Fenchel kann man sowohl Knollen als auch Samen verwenden. Er wächst nicht nur in Europa, sondern auch in asiatischen Ländern. Traditionsgemäß wird er genutzt, um Fischgerichte zu verfeinern. Aber auch der Fenchel hilft bei Magenproblemen. Ein weiteres Kraut, das sich gut in Küche und als Heilmittel verwenden lässt, ist der Kümmel. Kümmel wird gerne zu Brot und Pellkartoffeln gegessen und sorgt hierbei für eine besondere Note. Aber er ist nicht nur auf dem Teller anzutreffen, sondern auch als alkoholisches Getränk: Schnaps und Likör werden aus ihm gewonnen. Kümmel dient nicht nur zur Verfeinerung von Speisen und zur Gewinnung von Alkohol, sondern er hat auch eine medizinische Wirkung: Er regt den Appetit an und hilft bei der Verdauung. Und noch ein Kraut gibt es, das jeder kennt und nicht nur als Tee zubereitet wird: Denn Pfefferminze ist auch eine beliebte Heilpflanze, die bei vielen Beschwerden eingesetzt wird, da sie antibakteriell wirkt. Die Pfefferminze wächst nicht nur in Europa, sondern auch in Afrika. Dort ist sie sogar ein Nationalgetränk.
29. Juni